
Aufstand im eigenen Lager: CDU-Mann erklärt die SPD zum unbrauchbaren Partner – „Grüner als die Grünen“

Es knirscht gewaltig im Maschinenraum der Großen Koalition. Während Bundeskanzler Friedrich Merz nach außen die Fassade der staatstragenden Geschlossenheit aufrechterhält, brodelt es längst unter der Oberfläche. Nun hat ein prominenter Christdemokrat das ausgesprochen, was viele Bürger seit Monaten denken: Mit dieser SPD lasse sich kein Staat mehr machen.
Klartext im Konrad-Adenauer-Haus
Dennis Radtke, Vorsitzender des CDU-Arbeitnehmerflügels und Abgeordneter im EU-Parlament, nahm am Dienstagabend kein Blatt vor den Mund. Im Rahmen eines sogenannten Werkstattgesprächs zur Klimapolitik feuerte er eine deutliche Breitseite gegen den Koalitionspartner ab. Bei Reformen in der Industrie- und Klimapolitik sei die SPD „leider einfach kein Partner mehr“, so Radtke. Und dann der Satz, der sitzt: Teils habe die SPD den Anspruch, „grüner als die Grünen zu sein“.
Man lasse sich diesen Befund auf der Zunge zergehen. Da arbeitet sich ein führender Christdemokrat an einem Partner ab, mit dem die eigene Partei gerade erst – mit großem Pomp und unter dem Titel „Verantwortung für Deutschland“ – einen Koalitionsvertrag unterzeichnet hat. Wer könnte das geahnt haben? Wer mit der Sozialdemokratie ins Bett steigt, wacht eben mit linker Politik auf.
Wenn die Brandmauer zur Falle wird
Die Ironie der Geschichte ist kaum zu überbieten. Die Union hat sich durch ihre selbstauferlegte Abgrenzungspolitik in eine Lage manövriert, aus der heraus rechnerisch nur noch linksgrüne Politik herauskommen konnte. Wer den einen Partner kategorisch ausschließt, muss sich beim verbleibenden Partner unterordnen. Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist schlichte Mathematik.
Ein Industriesterben helfe weder dem Klimaschutz noch den Menschen im Land, mahnte Radtke. Nur wenn man die Unternehmen zügig von den Kosten des Wandels entlaste und für Planungssicherheit sorge, habe die Industrie am Standort Deutschland noch eine Zukunft.
Alte Feinde, neue Allianzen
Bemerkenswert ist, wer sich da zusammentut. Der Arbeitnehmerflügel CDA und der Wirtschaftsflügel MIT – in der klassischen Parteilogik eigentlich Gegenspieler – ziehen plötzlich an einem Strang. Bereits im Februar hatten beide Lager auf dem Bundesparteitag einen gemeinsamen Antrag gestellt, der den Abschied von den heiligen Klimazielen forderte. Doch aus blanker Angst vor der Reaktion des politischen Gegners, kurz vor den Landtagswahlen im März, ließ die Parteispitze diesen Vorstoß stillschweigen. So viel zum Thema Standhaftigkeit.
Das hausgemachte Dilemma
Wer ehrlich ist, muss feststellen: Den Ökosozialismus haben sich die Christdemokraten in weiten Teilen selbst eingebrockt. Über Jahre hinweg trug man Klimaziele und CO₂-Bepreisung mit, übernahm Positionen, die mit einer einst wirtschaftsfreundlichen Partei der bürgerlichen Mitte nur noch wenig gemein hatten. Dass nun ausgerechnet aus den eigenen Reihen Kritik laut wird, ist begrüßenswert – kommt aber reichlich spät.
Die deutsche Industrie ächzt unter Energiepreisen, Bürokratie und ideologisch motivierten Vorgaben. Während andere Nationen pragmatisch ihre Wettbewerbsfähigkeit verteidigen, verschanzt sich Deutschland hinter Klimazielen, die Arbeitsplätze vernichten und ganze Branchen ins Ausland treiben. Radtke spricht aus, was offensichtlich ist: So fährt man einen einstmals stolzen Industriestandort vor die Wand.
Edelmetalle als Anker in unsicheren Zeiten
Wenn selbst Regierungspolitiker den eigenen Koalitionspartner als untauglich brandmarken und über den Industriestandort gestritten wird, sollte das jedem aufmerksamen Bürger zu denken geben. Politische Instabilität und wirtschaftliche Unsicherheit waren seit jeher gute Argumente für physische Werte. Gold und Silber kennen keine Brandmauern, keine Koalitionskrisen und keine ideologischen Verirrungen. Sie haben über Jahrhunderte hinweg ihre Funktion als Vermögensschutz bewiesen – als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion wieder und dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor jeder Investition eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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