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Kettner Edelmetalle
13.09.2026
21:57 Uhr
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Aufstand in der Union: „Mit Merz keine Wahlen mehr zu gewinnen“

Aufstand in der Union: „Mit Merz keine Wahlen mehr zu gewinnen“
Symbolbild: KI-generiert

Es ist ein Satz, der in der CDU-Zentrale einschlagen dürfte wie ein Blitz: Clara von Nathusius, Bundesschatzmeisterin der Jungen Union, hält den Kanzler für nicht mehr mehrheitsfähig. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ forderte sie einen radikalen Kurswechsel ihrer Partei – samt Ende der sogenannten Brandmauer.

Ihre Botschaft an die Parteispitze: So gewinnt die Union keine Wahl mehr.

„Massives Glaubwürdigkeitsproblem“

Von Nathusius nahm kein Blatt vor den Mund. Die Union leide unter einem „massiven Glaubwürdigkeitsproblem“, das sich nicht allein, aber eben auch an Friedrich Merz festmache, sagte sie sinngemäß in der Sendung. Und weiter:

„Und deswegen glaube ich leider, sind mit diesem Bundeskanzler keine Wahlen mehr zu gewinnen“

Merz solle bei einer nächsten Bundestagswahl „nicht noch mal antreten“, so das Bundesvorstandsmitglied. Von der Parteiführung hätte sie sich vor allem eines gewünscht: „Ich hätte mir vor allem einfach Ehrlichkeit gewünscht“.

Soziale Marktwirtschaft, Migration, Familie – die vergessenen Marken

Inhaltlich zielt die JU-Politikerin auf den Markenkern, den viele Wähler bei der Union vermissen. In der Regierungserklärung des Kanzlers erwarte sie klare Bekenntnisse zur sozialen Marktwirtschaft, zu einer konsequenten Migrationspolitik und zu einer stärkeren Familienförderung.

Genau hier liegt das Problem, das an der Basis seit Monaten brodelt: Vor der Wahl wurde konservativ geworben – danach kamen Rekordschulden, ein 500-Milliarden-Sondervermögen und die Klimaneutralität 2045 im Grundgesetz. Wer A verspricht und B liefert, muss sich über schwindendes Vertrauen kaum wundern.

Das Beben von Magdeburg

Ausgelöst hat die Debatte das Wahldebakel in Sachsen-Anhalt. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Landtagswahl vom 6. September 2026 kam die AfD auf 43,8 Prozent – das stärkste Resultat einer Partei im Land seit 1990 und ein Zugewinn von rund 23 Punkten. Die CDU stürzte auf 17,2 Prozent ab, ein historisches Tief nach 37,1 Prozent im Jahr 2021.

Die AfD stellt damit 39 der 83 Sitze und verfehlte die absolute Mehrheit nur knapp. Der Landesverband wird vom Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft. Bemerkenswert: Die Wahlbeteiligung kletterte auf einen Rekordwert von 77,8 Prozent. Von Politikverdrossenheit also keine Spur – eher von einem Denkzettel.

Brandmauer? „Gescheitertes Projekt“

Auf die Frage, ob die CDU in Magdeburg sondieren solle, antwortete von Nathusius, man solle bei einer Einladung „erst mal mit jedem sprechen“ und die Ergebnisse anschließend bewerten. Die Brandmauer nannte sie ein „gescheitertes Projekt“, die Unvereinbarkeitsbeschlüsse gehörten in ihrer jetzigen Form abgeschafft.

Ziel müsse sein, den Bürgern wieder zu vermitteln, wofür die Partei stehe – nicht nur, wogegen. Aus Sicht unserer Redaktion trifft das den Kern: Eine Volkspartei, die sich vor allem über Abgrenzung definiert, verliert irgendwann das Volk.

Was Anleger daraus mitnehmen

Am 20. September wählen Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Sollte sich der Trend fortsetzen, dürfte die Nervosität in Berlin weiter steigen – und mit ihr die politische Unsicherheit, die Märkte bekanntlich scheuen. Wer sein Vermögen krisenfest aufstellen will, setzt traditionell auch auf physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser muss eigenverantwortlich recherchieren und entscheiden.

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