
Bätzing wirft das Handtuch: Der politisierende Oberhirte räumt seinen Stuhl

Es ist eine Nachricht, die viele Gläubige mit gemischten Gefühlen aufnehmen dürften: Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, wird nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren. Der Limburger Bischof, der seit März 2020 an der Spitze der DBK steht, teilte seinen Entschluss in einem Brief an die Mitglieder des Gremiums mit. Nach „Beratung und reiflicher Überlegung" habe er sich zu diesem Schritt entschieden.
Ein Vermächtnis der Spaltung statt der Einigung
Die Amtszeit Bätzings wird in die Geschichte eingehen – allerdings nicht unbedingt als Erfolgsgeschichte. Unter seiner Führung hat sich die katholische Kirche in Deutschland zunehmend von Rom entfernt und sich stattdessen dem Zeitgeist angebiedert. Der sogenannte Synodale Weg, dessen letzte Versammlung unmittelbar bevorsteht, fordert nichts Geringeres als die Priesterweihe für Frauen und Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare. Forderungen, die der Vatikan wiederholt kritisiert hat – und die Bätzing dennoch vehement verteidigte.
Doch es war nicht nur die innerkirchliche Reformagenda, die Bätzings Amtszeit prägte. Der Bischof machte sich einen Namen als politischer Akteur, der keine Gelegenheit ausließ, gegen die AfD zu wettern. Seine Aussage, die Partei sei in Thüringen „rechtsextremistisch" und für Christen nicht wählbar, sorgte für erheblichen Unmut unter konservativen Gläubigen. Unter seiner Ägide stellte die DBK unmissverständlich klar, dass ein Engagement in der AfD zur Entlassung aus kirchlichen Ämtern führen könne.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Während Bätzing sich in politischen Grabenkämpfen verlor, vollzog sich im Hintergrund eine Katastrophe biblischen Ausmaßes: Der Exodus der Gläubigen erreichte unter seiner Führung neue Rekordwerte. Allein 2024 kehrten rund 320.000 Menschen der katholischen Kirche den Rücken, im Jahr zuvor waren es sogar 403.000 gewesen. Diese Zahlen sind ein vernichtendes Urteil über eine Kirchenführung, die offenbar mehr damit beschäftigt war, politische Statements abzugeben, als sich um die seelsorgerischen Bedürfnisse ihrer Schäfchen zu kümmern.
„Für das Miteinander im Gremium wünsche ich weiterhin den Mut zum offenen Wort, zu konstruktivem Ringen und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen."
Diese Worte Bätzings in seinem Abschiedsbrief klingen fast wie Hohn, wenn man bedenkt, wie wenig Bereitschaft er selbst zeigte, auf jene Gläubigen zuzugehen, die traditionelle Werte hochhalten und sich eine Kirche wünschen, die sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentriert.
Was kommt nach Bätzing?
Die Bischöfe werden turnusgemäß im Februar einen Nachfolger wählen. Dieser wird vor einer gewaltigen Aufgabe stehen: Eine Kirche zu führen, die sich in einer existenziellen Krise befindet. Die Austrittswelle zu stoppen, das Vertrauen der Gläubigen zurückzugewinnen und gleichzeitig den Spagat zwischen römischer Lehre und deutschem Sonderweg zu meistern – das wird eine Herkulesaufgabe.
Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die katholische Kirche in Deutschland sich wieder auf das besinnt, was sie eigentlich ausmacht: Den Glauben, die Tradition und die Seelsorge. Statt sich als verlängerter Arm einer bestimmten politischen Agenda zu verstehen, könnte sie wieder ein Ort der Zuflucht für alle Menschen werden – unabhängig von deren politischer Überzeugung. Ob der Nachfolger Bätzings diesen Kurswechsel einleiten wird, bleibt abzuwarten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
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