
Beamtenbund tobt: Rentenreform der Merz-Regierung als „populistischer Unfug" gebrandmarkt
Es brodelt gewaltig in der deutschen Beamtenschaft. Die von der schwarz-roten Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz angestoßene Rentenreform sorgt für erbitterten Widerstand aus den Reihen des Deutschen Beamtenbundes (DBB). Im Kern geht es um eine Frage, die seit Jahren wie ein Damoklesschwert über dem deutschen Pensionssystem hängt: Sollen Beamte künftig auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen?
Der Beamtenbund schießt scharf
DBB-Bundesvorsitzender Volker Geyer findet dafür deutliche Worte. Die Einbeziehung der Beamten würde „kein einziges Problem der gesetzlichen Rente lösen", erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Mehr noch: Er bezeichnete die Pläne als „populistischen Unfug" und warnte, ein solches Vorgehen würde die Kassen nicht entlasten, sondern den Steuerzahler am Ende sogar teurer zu stehen kommen. Ein bemerkenswertes Argument – denn bisher werden die Beamtenpensionen, die im Durchschnitt deutlich über dem Niveau der gesetzlichen Rente liegen, ohnehin vollständig aus Steuergeldern finanziert.
Geyers Argumentation folgt dabei einer simplen, aber nicht von der Hand zu weisenden Logik: Den kurzfristigen Mehreinnahmen durch zusätzliche Beitragszahler stünden langfristig erhebliche Rentenansprüche gegenüber, wenn eben jene Beamten in den Ruhestand gingen. Hinzu kämen massive Zusatzkosten für die betriebliche Altersversorgung, die öffentliche Arbeitgeber schultern müssten. Man verschiebe also lediglich das Problem in die Zukunft – ein Vorwurf, der in der deutschen Sozialpolitik freilich nicht neu ist.
Arbeitsministerin Bas hält dagegen
Auf der anderen Seite der Barrikade steht Arbeitsministerin Bärbel Bas von der SPD, die als treibende Kraft hinter den Reformplänen gilt. „Wir müssen die Einnahmen verbessern", sagte sie laut Tagesschau. Die Einbeziehung der Beamten sei schlicht gerechter und würde die Rentenkasse stabilisieren. Man darf sich allerdings fragen, ob die SPD-Ministerin hier tatsächlich an einer nachhaltigen Lösung arbeitet oder ob es sich nicht vielmehr um den klassischen sozialdemokratischen Reflex handelt, Umverteilung als Allheilmittel zu verkaufen.
Bemerkenswert ist dabei, dass eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung die Reform offenbar befürwortet. Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage für die Funke-Mediengruppe sprechen sich 81 Prozent der Befragten dafür aus, dass Beamte, Selbstständige und Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Nur 12 Prozent lehnen dies ab. Die Umfrage wurde Ende Dezember 2025 unter rund 5.000 Bundesbürgern durchgeführt.
Das Beamtentum als „Bollwerk der Demokratie"?
Der DBB-Chef verteidigt unterdessen nicht nur das bestehende Pensionssystem, sondern das Beamtentum an sich. Beamte sicherten dem Staat einen streikfreien Raum, seien zur parteipolitischen Neutralität verpflichtet und fungierten durch ihren Eid auf das Grundgesetz als „Bollwerk der Demokratie gegen den Extremismus". Starke Worte – die allerdings nicht darüber hinwegtäuschen können, dass das deutsche Beamtensystem mit seinen Privilegien zunehmend in die Kritik gerät. Der DBB vertritt nach eigenen Angaben 1,3 Millionen Mitglieder in 41 Gewerkschaften.
Die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet
Was bei dieser ganzen Debatte allerdings sträflich unter den Tisch fällt: Das deutsche Rentensystem steht vor einem demographischen Tsunami, der mit kosmetischen Korrekturen nicht aufzuhalten sein wird. Ob man nun Beamte einbezieht oder nicht – das grundlegende Problem einer alternden Gesellschaft mit immer weniger Beitragszahlern und immer mehr Rentenempfängern bleibt bestehen. Die von der Merz-Regierung eingesetzte Rentenkommission soll noch in diesem Jahr Vorschläge für eine große Reform vorlegen. Man darf gespannt sein, ob dabei mehr herauskommt als der übliche politische Kompromiss, der am Ende niemandem wirklich hilft.
Dass Friedrich Merz, der einst mit dem Versprechen angetreten war, keine neuen Schulden zu machen, nun gleichzeitig ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht hat und die Rentenproblematik mit Bordmitteln lösen will, mutet geradezu grotesk an. Die Zeche werden – wie immer – die kommenden Generationen zahlen. In Zeiten wie diesen, in denen die finanzielle Stabilität des Staates zunehmend auf tönernen Füßen steht, erscheint es umso wichtiger, dass Bürger ihre private Vorsorge selbst in die Hand nehmen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Portfolios zur Vermögenssicherung beitragen – unabhängig davon, welche Rentenreform die Politik am Ende beschließt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.
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