
Bevormundung pur: Ärzteverband will Schnaps aus deutschen Supermärkten verbannen

Es ist wieder einmal soweit: Der erhobene Zeigefinger der selbsternannten Volkserzieher schwingt in Deutschland, und diesmal kommt er aus den Reihen des Ärzteverbandes Marburger Bund. Auf seiner Hauptversammlung in Hannover forderten die Funktionäre allen Ernstes, hochprozentigen Alkohol aus den Regalen herkömmlicher Supermärkte, Kioske und Tankstellen zu verbannen. Künftig soll Schnaps nur noch in eigens lizenzierten „Alkoholshops" über die Theke gehen dürfen – eine Idee, die wohl direkt aus dem skandinavischen Prohibitions-Lehrbuch abgeschrieben wurde.
Schwedisches Modell als Vorbild für deutsche Verbotskultur
Wer wissen will, wohin die Reise gehen soll, der schaue nach Schweden. Dort regiert das staatliche Monopol „Systembolaget" mit eiserner Hand: stark eingeschränkte Öffnungszeiten, Mindestalter 20 Jahre, gepfefferte Preise. Genau dieses Modell scheint dem Marburger Bund vorzuschweben. Begründet wird der Vorstoß – wie könnte es anders sein – mit dem Schutz der Jugend. Alkoholkonsum gehöre zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland, heißt es vom Verband. Früh etablierte Konsummuster würden das Risiko späterer Abhängigkeitserkrankungen erhöhen.
Bemerkenswerte Doppelmoral der politischen Klasse
Bemerkenswert ist die Schieflage der politischen Prioritäten: Während ausgerechnet Cannabis unter der vergangenen Ampelregierung legalisiert wurde und in manchen Innenstädten der Geruch von Marihuana inzwischen omnipräsent ist, soll nun ausgerechnet der seit Jahrhunderten kulturell verankerte Verkauf von Spirituosen drastisch reglementiert werden. Eine Logik, die sich beim besten Willen nicht erschließen will. Es ist die typische Handschrift einer Politik, die den mündigen Bürger zunehmend wie ein unmündiges Kind behandelt – und die im Kommentarbereich des Originalartikels zu Recht für Kopfschütteln sorgt.
Konsum sinkt ohnehin – wo bleibt das Problem?
Pikanterweise räumt selbst der Verband indirekt ein, dass der Alkoholkonsum in Deutschland seit Jahren rückläufig ist. Gerade die jüngere Generation greift immer seltener zur Flasche. Gestiegene Preise, schärfere Werberegeln und Aufklärungsarbeit zeigen längst Wirkung. Wozu also dieser radikale Eingriff in die Lebensgewohnheiten von Millionen Bürgern? Die Antwort darauf bleibt der Marburger Bund schuldig.
Weitere Verschärfungen in der Pipeline
Doch damit nicht genug: Der Verband unterstützt zusätzlich die Pläne des Bundesfamilienministeriums, das sogenannte begleitete Trinken für Jugendliche ab 14 Jahren abzuschaffen. Damit wäre eine deutsche Tradition Geschichte, die Generationen den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol im familiären Rahmen vermittelt hat. Stattdessen sollen flächendeckende Präventionskampagnen, neue Beratungsangebote und ausgeweitete wissenschaftliche Forschung her – sprich: noch mehr staatlich finanzierte Strukturen, noch mehr Bürokratie, noch mehr Steuermittel.
Wohin steuert dieses Land?
Man fragt sich unweigerlich: In welchem Land leben wir eigentlich? Einem, in dem mündige Erwachsene nicht mehr in der Lage sein sollen, eine Flasche Wein oder einen Korn an der Supermarktkasse zu erwerben? Während andernorts Messerangriffe und massive Kriminalitätsprobleme die Schlagzeilen dominieren und die innere Sicherheit dramatisch leidet, beschäftigen sich Funktionärsverbände mit Verkaufsverboten für Spirituosen. Die Prioritäten in diesem Land scheinen vollständig aus dem Lot geraten zu sein – ein Eindruck, den nicht nur unsere Redaktion teilt, sondern auch ein erheblicher Teil der Bevölkerung.
Bevormundung statt Eigenverantwortung
Der Vorstoß reiht sich nahtlos ein in eine endlose Kette von Verboten, Regulierungen und moralischen Belehrungen, mit denen die deutsche Gesellschaft seit Jahren überzogen wird. Statt auf Eigenverantwortung und gesunden Menschenverstand zu setzen, soll der Staat erneut als Übervater fungieren. Wer in einem solchen Klima sein Vermögen schützen will, der ist gut beraten, auf bewährte Werte zu setzen – auf Sachwerte, die sich keiner Verbotspolitik unterwerfen lassen. Physisches Gold und Silber haben seit Jahrtausenden bewiesen, dass sie auch in Zeiten staatlicher Überregulierung und wirtschaftlicher Unsicherheit ihren Wert behalten. Eine sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bleibt damit aktueller denn je.
Hinweis: Der vorliegende Artikel gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wieder und basiert auf den uns zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vorliegenden Informationen. Es handelt sich weder um eine Anlageberatung noch um eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Anlageprodukte. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und trägt die volle Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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