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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
12:00 Uhr

Bill Gates kneift: Epstein-Schatten vertreibt Microsoft-Gründer vom KI-Gipfel in Indien

Es sollte ein großer Auftritt werden – eine Grundsatzrede vor den mächtigsten Köpfen der globalen Technologiebranche beim India AI Impact Summit 2026 in Neu-Delhi. Doch daraus wurde nichts. Bill Gates, einst gefeierter Philanthrop und Visionär, sagte seine Teilnahme nur wenige Stunden vor dem geplanten Auftritt ab. Stattdessen schickte die Gates Foundation einen Stellvertreter vor: Ankur Vora, Präsident der Stiftungsbüros für Afrika und Indien. Ein bemerkenswerter Vorgang, der Fragen aufwirft.

Die offizielle Erklärung – und was wirklich dahintersteckt

Die Gates Foundation ließ verlauten, der Rückzug solle dafür sorgen, dass der Fokus des Gipfels auf den „zentralen Prioritäten der Konferenz" liege. Eine Formulierung, so glatt wie eine frisch polierte PR-Floskel. Internationale Beobachter und Medien sehen das freilich anders. Der wahre Grund dürfte in der wieder aufgeflammten Kontroverse um Gates' frühere Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein liegen.

Wenige Tage vor dem Gipfel waren aus US-Justizakten E-Mails veröffentlicht worden, die Kommunikationsspuren zwischen Epstein und Angestellten der Gates Foundation dokumentieren sollen. Dazu kamen Fotos, die Gates offenbar mit jungen Frauen zeigen – deren Gesichter allerdings unkenntlich gemacht wurden. Wann und wo diese Aufnahmen entstanden sein sollen, geht aus den Materialien nicht hervor. Medienberichten zufolge habe sich Gates zudem mehrfach auf Epsteins berüchtigter Privatinsel aufgehalten.

Ein „großer Fehler" – aber wie groß genau?

Gates selbst hat frühere Treffen mit Epstein eingeräumt und öffentlich erklärt, es sei ein „großer Fehler" gewesen, Zeit mit ihm zu verbringen. Persönliche Anschuldigungen, die in einzelnen Dokumenten angedeutet würden, weise er zurück. Doch reicht diese Erklärung? Die Öffentlichkeit wird zunehmend ungeduldiger. In den indischen Medien und sozialen Netzwerken wurde die kurzfristige Absage breit diskutiert. Kritiker verwiesen darauf, dass Gates' Teilnahme angesichts der jüngsten Enthüllungen politisch schlicht nicht mehr haltbar gewesen sei.

Bemerkenswert ist das Schweigen der indischen Regierung. Premierminister Narendra Modi ging in seinen Reden mit keinem Wort auf die Kontroverse ein. Der zuständige IT-Minister beantwortete Fragen dazu ausweichend. Man kennt das Muster: Wenn es unbequem wird, ducken sich Politiker weg – ein Phänomen, das keineswegs auf Indien beschränkt ist.

Der Gipfel selbst: Zwischen Milliarden-Versprechen und organisatorischem Chaos

Trotz des Eklats um Gates' Fernbleiben ging der AI Impact Summit weiter. Unter den Teilnehmern befanden sich Frankreichs Präsident Macron, Google-Chef Sundar Pichai und OpenAI-Gründer Sam Altman. Es wurden Investitionszusagen in zweistelliger Milliardenhöhe für indische KI-Projekte angekündigt – beeindruckende Zahlen, die allerdings durch logistische Schwierigkeiten und Verkehrschaos rund um das Veranstaltungszentrum getrübt wurden.

Die Episode um Bill Gates ist symptomatisch für eine Zeit, in der die Mächtigen dieser Welt zunehmend mit den Schatten ihrer Vergangenheit konfrontiert werden. Der Fall Epstein ist längst mehr als eine Kriminalgeschichte – er ist ein Spiegel der Verflechtungen zwischen Geld, Macht und moralischem Versagen in den höchsten Etagen der globalen Elite. Dass ausgerechnet jener Mann, der sich gerne als Wohltäter der Menschheit inszeniert, immer tiefer in diesen Strudel gerät, sollte jedem zu denken geben, der blind den Versprechen der selbsternannten Philanthropen vertraut.

Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Dokumente aus den US-Justizakten noch ans Licht kommen werden. Eines steht jedoch fest: Die Fragen an Bill Gates werden nicht leiser – sie werden lauter. Und eine kurzfristige Absage in Neu-Delhi wird daran nichts ändern.

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