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Kettner Edelmetalle
28.09.2026
09:45 Uhr
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Bosch-Beben: 13.000 Jobs weg – und alle zeigen auf die Politik!

Bosch-Beben: 13.000 Jobs weg – und alle zeigen auf die Politik!
Symbolbild: KI-generiert

Beim größten Autozulieferer der Welt herrscht Alarmstufe Rot. Ein Jahr nach der Ankündigung, in der Sparte Mobility bis Ende 2030 rund 13.000 weitere Stellen in Deutschland zu streichen, rufen Bosch-Betriebsräte nach einer nationalen Taskforce. Die Frage, wer das Feuer gelegt hat, wird dabei gerne übergangen.

„Die Hütte am Industriestandort Deutschland brennt“, sagt Mario Gutmann, Betriebsratschef am Bosch-Standort Bamberg. Die Beschreibung stimmt. Unbequem wird es bei der Frage, wer hier eigentlich nach der Feuerwehr ruft.

Ein Kahlschlag mit Ansage

Die Zahlen sind brutal. Nach Unternehmensangaben klafft in der Mobility-Sparte weltweit eine jährliche Kostenlücke von rund 2,5 Milliarden Euro. Mit früheren Programmen zusammengerechnet, fallen laut Medienberichten bis Ende 2030 etwa 22.000 Arbeitsplätze weg. Besonders hart trifft es Stuttgart-Feuerbach mit 3.500 Stellen, außerdem Schwieberdingen, Waiblingen, Bühl und das saarländische Homburg.

Bosch-Geschäftsführer Stefan Grosch begründete den Schritt im September 2025 so:

„Bedauerlicherweise kommen wir dabei auch nicht um einen weiteren Stellenabbau über das bereits kommunizierte Maß herum. Das schmerzt uns sehr, doch es führt leider kein Weg daran vorbei.“

Das Unternehmen verwies damals auf einen schwachen Fahrzeugmarkt und fehlende regulatorische Rahmenbedingungen, etwa beim Wasserstoff. Die E-Mobilität setze sich deutlich langsamer durch als erwartet, außerdem wandere die Nachfrage aus Europa ab. Auf gut Deutsch: Die politisch verordnete Elektrowende hat sich am Markt nicht so durchgesetzt wie gedacht.

Wut, Frust und der nächste runde Tisch

Mitte September legte Frank Sell nach, der Gesamtbetriebsratschef von Bosch Mobility. In den Belegschaften gebe es „so viel Wut und so viel Frust“, sagte er Agenturberichten zufolge. Er sei es leid, bei Parteien vorzusprechen, die ihm versicherten, sie hätten verstanden. Bis heute sei kein einziger Arbeitsplatz auch nur ansatzweise gesichert worden.

Der Gesamtbetriebsrat vertritt nach eigenen Angaben rund 74.000 Beschäftigte an etwa 40 deutschen Standorten. Er fordert eine Taskforce aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern, Gewerkschaften und Politik. Außerdem soll das von der EU-Kommission geplante Industriegesetz mit „Made in Europe“-Vorgaben schnell kommen.

Wer saß eigentlich am Tisch?

Das klingt vernünftig, hat aber einen Haken. Kritiker merken an, dass ausgerechnet Management und Arbeitnehmervertreter nach dem nächsten Gremium rufen, die über Jahre selbst an den entscheidenden Tischen saßen. In der deutschen Mitbestimmung haben Betriebsräte und Gewerkschaften schließlich erheblichen Einfluss auf strategische Weichenstellungen.

Es ist auch nicht die erste Warnung. Bosch hat seit Ende 2023 ein Abbauprogramm nach dem anderen aufgelegt. Allein in Bamberg sollte die Belegschaft laut Berichten aus dem Jahr 2024 von 6.150 auf rund 5.000 schrumpfen. Beobachter fragen deshalb zu Recht: Warum kommt der Hilferuf erst, wenn das Dach schon in Flammen steht?

Brüssel und Berlin als Brandbeschleuniger

Die Politik kommt dabei nicht besser weg. Das Verbrenner-Aus der EU, hohe Energiepreise, ausufernde Bürokratie und immer neue Klimavorgaben haben den Standort Deutschland aus Sicht vieler Ökonomen systematisch verteuert. Sell selbst bezeichnete die Brüsseler Lockerungsvorschläge zum Verbrenner-Aus im Dezember 2025 als „Augenwischerei“.

Und die Bundesregierung unter Friedrich Merz? Sie schnürt Sondervermögen in Milliardenhöhe, finanziert auf Pump. Eine echte Entlastung für die Industrie bleibt bisher aus. Noch eine Taskforce wirkt da eher wie ein Stuhlkreis als wie eine Feuerwehr.

Was bleibt für die Bürger?

Für Zehntausende Familien in Baden-Württemberg, Franken und im Saarland geht es um sichere Einkommen. Die Industrie wandert ab, und der Staat macht neue Schulden. Viele Bürger sorgen deshalb verstärkt selbst vor. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind dabei für viele eine bewährte Beimischung, weil sie unabhängig von Konzernstrategien und politischen Versprechen bestehen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er spiegelt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Leser sollte vor Anlageentscheidungen selbst recherchieren und trägt für diese die alleinige Verantwortung.

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