
Brennender Akku legt Bundesstraße lahm: Wenn der grüne Recycling-Traum in Rauch aufgeht
Was als vorbildliches Elektroschrott-Recycling gedacht war, endete am Samstagabend in Mühlacker im Enzkreis mit einer dichten Rauchwolke, einer gesperrten Bundesstraße und 120 Einsatzkräften im Großeinsatz. Ein Lithium-Ionen-Akku hatte sich auf dem Gelände einer Recyclingfirma im Ortsteil Enzberg selbst entzündet – und damit einen Container voller Elektroschrott in Brand gesetzt. Die Ironie der Geschichte: Ausgerechnet jene Technologie, die uns in eine vermeintlich saubere Zukunft führen soll, sorgt immer häufiger für gefährliche Brände.
Rauchwarnung per App und gesperrte B10
Die Selbstentzündung des Akkus löste eine Kettenreaktion aus, die weit über das Firmengelände hinausreichte. Eine dichte, potenziell gesundheitsschädliche Rauchfahne zog über umliegende Wohngebiete und die vielbefahrene Bundesstraße B10. Die Integrierte Leitstelle Pforzheim-Enzkreis sah sich gezwungen, eine Warn-App für Anwohner in der näheren Umgebung auszulösen. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, empfindliche Personen besondere Vorsicht walten lassen. Wer draußen unterwegs war, dem wurde geraten, seinen Aufenthalt im Freien zu verkürzen.
Die Behörden sperrten die B10 für gut zwei Stunden. Pendler und Durchgangsverkehr mussten auf Nebenstrecken ausweichen, die dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen kaum gewachsen waren. Gleichzeitig benötigten die Einsatzkräfte freie Zufahrten zum Brandort. Ein logistischer Kraftakt, der einmal mehr zeigt, wie verwundbar unsere Infrastruktur ist – und wie schnell ein einziger defekter Akku ein ganzes Gebiet lahmlegen kann.
120 Einsatzkräfte gegen einen brennenden Container
Rund 120 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei arbeiteten koordiniert zusammen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, den Brand im Außenbereich einzudämmen und ein Übergreifen auf das Firmengebäude zu verhindern – was letztlich gelang. Das Gebäude blieb unversehrt, auch dank der Tatsache, dass der Container im Freien stand und somit besser zugänglich war. Verletzte wurden nach bisherigen Angaben der Behörden nicht gemeldet. Eine verlässliche Schadenssumme liegt bislang nicht vor, Ermittler prüfen die genaue Brandursache weiterhin.
Das systemische Problem hinter dem Einzelfall
Dieser Vorfall in Mühlacker ist kein Einzelfall. Er reiht sich ein in eine beunruhigende Serie von Bränden bei Recyclingunternehmen, die mit Lithium-Ionen-Akkus arbeiten. Ob brennende E-Scooter in Krefeld, Explosionen in Batterierecycling-Anlagen oder Großeinsätze in schottischen Recyclingbetrieben – das Muster ist stets dasselbe. Die Akkus, die in Smartphones, E-Bikes, Elektroautos und zahllosen anderen Geräten stecken, sind tickende Zeitbomben, sobald sie beschädigt, falsch gelagert oder unsachgemäß entsorgt werden.
Und hier liegt das eigentliche Problem: Die Politik treibt die Elektrifizierung aller Lebensbereiche mit geradezu missionarischem Eifer voran, ohne die Entsorgungsfrage auch nur annähernd gelöst zu haben. Man verbietet Verbrennungsmotoren, subventioniert Elektrofahrzeuge mit Milliarden an Steuergeldern und feiert sich für die vermeintliche Energiewende – doch wer kümmert sich um die Millionen Akkus, die irgendwann recycelt werden müssen? Die Recyclingbranche steht vor einer Herausforderung, für die es weder ausreichende Kapazitäten noch hinreichende Sicherheitsstandards gibt.
Wer trägt die Kosten?
Am Ende zahlt wieder der Bürger. Er zahlt für die Subventionen der Elektromobilität, er zahlt für die Feuerwehreinsätze, er zahlt für die gesperrten Straßen und die wirtschaftlichen Folgeschäden. Und er atmet den giftigen Rauch ein, wenn wieder einmal ein Akku in Flammen aufgeht. Man darf gespannt sein, wie lange es dauert, bis die Politik diese unbequeme Wahrheit anerkennt – oder ob man lieber weiter die Augen verschließt und auf die nächste Warn-App wartet.
Eines steht fest: Wer sein Vermögen in Zeiten solch fragwürdiger politischer Weichenstellungen schützen möchte, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber kennen keine Selbstentzündung, verursachen keine Rauchentwicklung und haben über Jahrtausende hinweg ihren Wert bewiesen – ganz ohne Warn-App.

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