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Kettner Edelmetalle
22.05.2026
21:58 Uhr

Brüssel sucht Trost in Mexiko-Stadt: EU besiegelt Handelspakt jenseits des Atlantiks

Während Washington unter Donald Trump die Zollkeule schwingt und Brüssel zunehmend ratlos zurücklässt, sucht die EU-Spitze ihr Heil in der Ferne. Nach zehn zähen Verhandlungsjahren – man lese und staune – haben die Europäische Union und Mexiko in der mexikanischen Hauptstadt die modernisierte Fassung ihres Handels- und Partnerschaftsabkommens aus dem Jahr 2000 unterzeichnet. Ein diplomatischer Befreiungsschlag oder doch nur ein Verzweiflungsmanöver?

Ein Gipfel mit symbolischer Strahlkraft

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa reisten mit großer Delegation nach Mexiko-Stadt, wo sie von der linksgerichteten Präsidentin Claudia Sheinbaum empfangen wurden. In der Abschlusserklärung beschwören beide Seiten den Multilateralismus – jenes Mantra, das in Brüssel inzwischen wie ein Gebet vorgetragen wird, seit Trump im Weißen Haus residiert und die Spielregeln des Welthandels nach Belieben neu schreibt.

„In einer Zeit, die von zunehmenden Turbulenzen und tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist, haben wir uns entschlossen, die Bindungen unserer strategischen Partnerschaft auszubauen, zu vertiefen und zu aktualisieren“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Übersetzt aus dem Brüsseler Diplomaten-Sprech: Man weiß nicht mehr so recht, wohin mit den Exportüberschüssen, wenn die Amerikaner 20 Prozent Zoll auf EU-Importe erheben.

Ein Markt von 580 Millionen Menschen

Die nüchternen Zahlen klingen beeindruckend. Gemeinsam bilden die EU und Mexiko einen Wirtschaftsraum von über 580 Millionen Menschen. Mexiko verpflichtet sich, nahezu sämtliche Zölle auf EU-Einfuhren abzuschaffen, bürokratische Handelshemmnisse zu beseitigen und zahlreiche europäische Herkunftsbezeichnungen zu schützen. Auch der Zugang zu öffentlichen Aufträgen soll erleichtert werden. Mexiko ist immerhin Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika – ein Detail, das angesichts der lahmenden deutschen Exportwirtschaft an Bedeutung gewinnt.

Diversifizierung als Notnagel

Die Botschaft des Gipfels ist unmissverständlich: Wer sich allein auf den transatlantischen Handel mit den USA verlässt, lebt gefährlich. Während Trump China mit 34 Prozent Strafzöllen überzieht, Kanada und Mexiko gleich mit 25 Prozent belegt und die Europäer mit 20 Prozent abkanzelt, versuchen Brüssel und Mexiko-Stadt eine Art Trotzbündnis zu schmieden. Doch reicht ein Abkommen mit der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas aus, um die Verwerfungen zu kompensieren, die Trumps Zollpolitik in den europäischen Außenhandel reißt? Die ehrliche Antwort lautet: vermutlich nicht.

Symbolpolitik trifft auf wirtschaftliche Realität

Hinzu kommt ein politisches Dilemma. Während sich Brüssel verbal vom amerikanischen Protektionismus distanziert, sucht es ausgerechnet die Nähe einer linksgerichteten Regierung in Mexiko-Stadt. Claudia Sheinbaum, die Erbin der populistisch-linken Politik ihres Vorgängers Andrés Manuel López Obrador, ist nicht gerade als Verfechterin marktwirtschaftlicher Prinzipien bekannt. Dass von der Leyen ausgerechnet hier den Schulterschluss sucht, sagt einiges über die Zwangslage der EU aus.

Für deutsche Unternehmen, die ohnehin unter explodierenden Energiekosten, einer überbordenden Bürokratie und einer planlosen Wirtschaftspolitik der Bundesregierung leiden, dürfte das Abkommen bestenfalls ein kleiner Lichtblick sein. Wer glaubt, dass ein Handelsvertrag mit Mexiko die strukturellen Probleme des Standorts Deutschland kaschieren könnte, der irrt gewaltig.

Was bleibt für den deutschen Anleger?

Die Lehre aus diesem Gipfel ist eine altbekannte: In Zeiten, in denen Handelsabkommen über Nacht zu Makulatur werden können, in denen US-Präsidenten Zölle wie Gewürze über die Weltwirtschaft streuen und in denen die deutsche Industrie sich fragt, wo sie morgen noch verkaufen darf, gewinnt eine Anlageklasse besonders an Bedeutung: physische Edelmetalle. Gold und Silber kennen keine Zollschranken, keine Handelsabkommen und keine politischen Launen. Sie sind seit Jahrtausenden ein verlässlicher Hafen, wenn die Stürme der Geopolitik die Märkte erschüttern. Eine kluge Beimischung zum breit gestreuten Vermögen war selten so naheliegend wie heute.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die getroffenen Aussagen geben die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und seine Investitionsentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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