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Kettner Edelmetalle
31.03.2026
20:51 Uhr

Brüsseler Bevormundung: EU-Kommissar will Bürger ins Homeoffice zwingen und Autofahren einschränken

Während die Energiepreise explodieren und die europäische Wirtschaft unter massivem Druck steht, hat EU-Energiekommissar Dan Jørgensen nichts Besseres zu tun, als den Bürgern vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Homeoffice statt Büro, Bus statt Auto, Verzicht statt Wohlstand – so lautet die Botschaft aus Brüssel. Man reibt sich verwundert die Augen.

Eine Krise mit Ansage

Nach einer außerordentlichen Videokonferenz der 27 EU-Energieminister malte Jørgensen ein düsteres Bild. „Niemand weiß, wie lang die Krise dauern wird, aber ich denke, es ist wichtig zu betonen, dass sie nicht kurz sein wird", so der dänische Kommissar. Selbst wenn morgen Frieden herrsche, werde man in absehbarer Zeit nicht zur Normalität zurückkehren. Eine bemerkenswert ehrliche Einschätzung – und zugleich ein vernichtendes Zeugnis für die europäische Energiepolitik der vergangenen Jahre.

Der Hintergrund ist dramatisch: Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar seien die Öl- und Gaspreise um bis zu 70 Prozent gestiegen. Rund ein Fünftel der weltweiten Rohöl- und Flüssiggasversorgung über die Straße von Hormus sei weitgehend blockiert. Besonders bei Diesel und Flugbenzin zeige sich eine besorgniserregende Verknappung.

Verzichtsideologie statt strategischer Weitsicht

Statt nun endlich die Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte einzugestehen – die ideologisch motivierte Abkehr von verlässlichen Energiequellen, die naive Abhängigkeit von geopolitisch instabilen Lieferregionen –, greift Brüssel zum altbewährten Instrument der Gängelung. Jørgensen forderte die Mitgliedsstaaten auf, den Empfehlungen der Internationalen Energieagentur zu folgen. Diese umfassen unter anderem vermehrtes Arbeiten von zu Hause, den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, den Verzicht auf Flugreisen und – man höre und staune – eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten um zehn Stundenkilometer.

Man fragt sich unwillkürlich: Ist das die große europäische Antwort auf eine geopolitische Krise historischen Ausmaßes? Tempo 120 statt 130 auf der Autobahn? Der hart arbeitende Pendler, der ohnehin schon unter den explodierenden Spritpreisen ächzt, soll nun also gefälligst den Bus nehmen – sofern denn einer fährt in der chronisch unterfinanzierten deutschen Nahverkehrslandschaft.

Kernkraft plötzlich wieder salonfähig?

Immerhin – und das verdient Erwähnung – wurde bei dem Ministertreffen neben dem obligatorischen Ausbau erneuerbarer Energien auch über Kernkraft und Biokraftstoffe gesprochen. Eine bemerkenswerte Wendung, wenn man bedenkt, mit welcher ideologischen Verbissenheit Deutschland unter grüner Federführung seine letzten Atomkraftwerke vom Netz genommen hat. Während Frankreich seine Kernkraftwerke am Laufen hält und damit deutlich besser durch die Krise kommt, steht Deutschland einmal mehr als energiepolitischer Geisterfahrer da.

Jørgensen forderte langfristig, den Ausbau erneuerbarer Energien massiv zu beschleunigen. „Dies muss der Moment sein, in dem wir wirklich energieunabhängig werden", erklärte er. Ein hehres Ziel – doch wer glaubt ernsthaft, dass Windräder und Solarpanels in absehbarer Zeit die Versorgungssicherheit einer Industrienation garantieren können? Die physikalischen Grenzen der Speichertechnologie lassen sich nicht durch politische Wunschträume überwinden.

Deutschland bastelt am Spritpreispaket

Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hat vergangene Woche ein Spritpreispaket beschlossen, das Tankstellen vorschreibt, die Preise höchstens einmal täglich zu ändern. Zudem wurde ein Teil der strategischen Ölreserven freigegeben. Maßnahmen, die bestenfalls als kosmetisch bezeichnet werden können. Sie mögen die Preise kurzfristig beeinflussen, senken aber – wie selbst Brüssel einräumt – nicht den Verbrauch. Es ist Symbolpolitik in Reinform.

In Brüssel wird derweil über Änderungen am europäischen CO₂-Preissystem diskutiert, um die Kosten für die Industrie zu reduzieren. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe angekündigt, dabei „die von der Industrie geäußerten Bedenken" zu berücksichtigen. Man darf gespannt sein, ob dies mehr als eine Beruhigungspille für die ohnehin gebeutelte europäische Wirtschaft darstellt.

Die wahren Leidtragenden

Am Ende trifft es wie immer den einfachen Bürger. Den Handwerker, der mit seinem Diesel zur Baustelle fahren muss. Die Familie, die sich den Sommerurlaub nicht mehr leisten kann. Den Mittelständler, dessen Energiekosten durch die Decke gehen. Während in Brüssel wohltemperierte Konferenzräume mit Steuergeldern beheizt werden, sollen die Menschen draußen im Land den Gürtel enger schnallen.

Die aktuelle Energiekrise ist kein Naturereignis. Sie ist das Ergebnis jahrelanger strategischer Fehlentscheidungen, einer naiven Außenpolitik und einer ideologiegetriebenen Energiewende, die Versorgungssicherheit dem Zeitgeist geopfert hat. Wer in Zeiten der Krise nach Sparmaßnahmen beim Bürger ruft, statt die eigenen Fehler zu korrigieren, hat den Ernst der Lage nicht begriffen – oder will ihn nicht begreifen.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, reale Werte zu besitzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Schutz gegen Krisen, Inflation und politisches Versagen bewährt. Wer sein Vermögen nicht den Launen einer gescheiterten Energiepolitik aussetzen möchte, tut gut daran, über eine Beimischung physischer Edelmetalle in sein Portfolio nachzudenken.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.

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