Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
31.08.2026
05:16 Uhr
KI-generiert

Bumerang für die CDU: AfD nach Wahlausschluss auf Platz zwei

Bumerang für die CDU: AfD nach Wahlausschluss auf Platz zwei
Symbolbild: KI-generiert

Zwei Jahre nach ihrem Ausschluss vom Wahlzettel ist die AfD im Regionalverband Saarbrücken zurück – und stärker denn je. Bei der gerichtlich erzwungenen Neuwahl am Sonntag, dem 30. August 2026, holte die Partei 22,83 Prozent und wurde zweitstärkste Kraft. Der große Verlierer heißt CDU.

Ein Wahlausschluss, der nach hinten losging

Rückblick: Bei der Kommunalwahl im Juni 2024 hatte die AfD gleich zwei Listen eingereicht. Der Wahlausschuss sah darin einen Verstoß gegen das Verbot der Mehrfachbewerbung – und kassierte kurzerhand beide Vorschläge. Die Partei stand nicht auf dem Stimmzettel.

Die AfD zog vor Gericht. Das Verwaltungsgericht befand, es habe sehr wohl ein zulassungsfähiger Wahlvorschlag vorgelegen. Im März 2026 wies das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes den Antrag des Landesverwaltungsamts auf Zulassung der Berufung zurück. Damit war die Entscheidung rechtskräftig – die Wahl von 2024 ungültig, die Neuwahl unausweichlich.

Die Zahlen: SPD vorn, CDU im freien Fall

Stärkste Kraft blieb die SPD, die nach dem vorliegenden Ergebnis auf rund 25,8 Prozent und zwölf Mandate kam. Dahinter die AfD mit 22,83 Prozent und zehn Sitzen – künftig die zweitgrößte Fraktion in der 45-köpfigen Regionalversammlung.

Für die CDU wurde der Abend zum Debakel. 2024 hatte sie noch 32,2 Prozent geholt. Jetzt sind es 18,94 Prozent – ein Minus von 13,24 Punkten und sechs verlorene Sitze. Die Grünen kamen auf 12,57 Prozent (sechs Sitze), die Linke auf 9,03 Prozent (vier), die FDP erhielt zwei Mandate, BSW und bunt.saar je eines.

  • Bestes AfD-Ergebnis: 34,44 Prozent in Friedrichsthal
  • Stärkste Kraft in Friedrichsthal, Großrosseln, Sulzbach und Völklingen
  • In der Landeshauptstadt Saarbrücken 20,12 Prozent – vor Grünen und CDU
  • In allen zehn Städten und Gemeinden mindestens 18 Prozent

Von 8 auf 23 Prozent – ein Sprung mit Ansage

Zur Einordnung: Bei der Kommunalwahl 2019 lag die AfD im Regionalverband nach amtlichen Angaben noch bei rund 8,4 Prozent und vier Vertretern. Sie hat ihren Stimmenanteil seither also fast verdreifacht. Wer geglaubt hatte, ein formaler Ausschluss vom Stimmzettel dämpfe den Zuspruch, wurde am Sonntag eines Besseren belehrt.

Bemerkenswert bleibt die Beteiligung: Nur 98.810 von 243.676 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab – 40,55 Prozent. 2024 waren es noch knapp 60 Prozent. Ein zweiter Urnengang im Spätsommer, zwei Jahre nach dem eigentlichen Termin: Das mobilisiert offenkundig vor allem jene, die etwas loswerden wollen.

Was das Ergebnis politisch bedeutet

Aus Sicht unserer Redaktion ist das Votum vor allem eine Quittung – für einen Streit um Formalien, der Wähler zwei Jahre lang mit einer Versammlung leben ließ, die ein Gericht später für ungültig erklärte. Vertrauen entsteht so nicht.

Die Regionalversammlung entspricht einem Kreistag und entscheidet unter anderem über Schulen sowie über die Jugend-, Gesundheits- und Sozialverwaltung. Ihre Wahlperiode endet trotz der Neuwahl regulär 2029.

Für die Union dürfte das Ergebnis unangenehme Fragen aufwerfen: Wer im bürgerlichen Lager Stammwähler verliert, während der politische Wettbewerber im gleichen Milieu zulegt, hat kein Kommunikations-, sondern ein Inhaltsproblem. Kritiker der Regierungspolitik sehen darin ein Muster, das sich längst nicht mehr auf das Saarland beschränkt.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen