
Bürokratie-Wahnsinn beim Bürgergeld: Verwaltungskosten explodieren auf fast acht Milliarden Euro
Während die deutsche Wirtschaft schwächelt und der Mittelstand unter der Steuerlast ächzt, leistet sich der Staat einen Verwaltungsapparat für das Bürgergeld, dessen Kosten mittlerweile astronomische Dimensionen erreicht haben. Die nüchternen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 7,97 Milliarden Euro verschlang allein die Verwaltung der Sozialleistung im vergangenen Jahr. Ein Anstieg von satten 41 Prozent gegenüber 2015 – und ein Offenbarungseid für die Effizienz des deutschen Sozialstaates.
Über 2000 Euro pro Empfänger – nur für die Bürokratie
Das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe hat nachgerechnet, und das Ergebnis dürfte jeden steuerzahlenden Bürger erschaudern lassen. Pro erwerbsfähigem Bürgergeld-Empfänger fallen mittlerweile Verwaltungskosten von 2046 Euro jährlich an. Erstmals wurde damit die symbolträchtige 2000-Euro-Marke durchbrochen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lagen diese Kosten noch bei 1303 Euro. Eine Steigerung um mehr als 57 Prozent – während die Inflation im selben Zeitraum deutlich geringer ausfiel.
Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: Mehr als 2000 Euro werden ausgegeben, bevor auch nur ein einziger Cent beim eigentlichen Empfänger ankommt. Das ist keine Sozialpolitik mehr, das ist ein bürokratisches Perpetuum mobile, das sich selbst am Leben erhält.
Der Bund trägt die Hauptlast – und plant unrealistisch
Von den knapp acht Milliarden Euro Verwaltungskosten trägt der Bund etwa 6,8 Milliarden Euro, den Rest schultern die ohnehin finanziell gebeutelten Kommunen. Besonders pikant: Im Bundeshaushalt 2025 waren ursprünglich lediglich 5,25 Milliarden Euro für die Verwaltung eingeplant. Die Differenz von fast drei Milliarden Euro musste durch Umwidmung von Mitteln gedeckt werden, die eigentlich für die Eingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt vorgesehen waren.
„Es ist vollkommen unrealistisch, dass die Jobcenter mit diesem Betrag auskommen."
So lautet das vernichtende Urteil des BIAJ zu den Haushaltsplanungen für 2026, die erneut nur 5,25 Milliarden Euro vorsehen. Die Bundesregierung plant also sehenden Auges an der Realität vorbei – ein Muster, das sich durch viele Politikfelder zieht.
Weniger Geld für Weiterbildung, mehr für Bürokratie
Die Konsequenzen dieser Fehlplanung sind fatal. Gelder, die eigentlich für Weiterbildungsmaßnahmen, Bewerbungsunterstützung und andere Programme zur Arbeitsaufnahme gedacht waren, versickern im Verwaltungsapparat. Statt Menschen in Arbeit zu bringen, füttert das System sich selbst. Etwa ein Drittel der rund 100.000 Beschäftigten der Bundesagentur für Arbeit ist mit der Auszahlung von Bürger-, Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld befasst.
Als Hauptgrund für die gestiegenen Verwaltungskosten werden höhere Gehälter infolge der jüngsten Tariferhöhungen genannt. Während also der Steuerzahler den Gürtel enger schnallen muss, profitieren die Verwalter des Sozialstaates von üppigen Gehaltserhöhungen. Eine Ironie, die kaum zu überbieten ist.
Ein System, das sich selbst ad absurdum führt
Das Bürgergeld, einst als Fortschritt gegenüber Hartz IV angepriesen, entpuppt sich zunehmend als kostspieliges Experiment mit fragwürdigem Nutzen. Die Verwaltungskosten steigen, während die Vermittlungsquoten stagnieren. Die Arbeitslosigkeit kostet den Staat so viel wie zuletzt vor zehn Jahren, und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar eine Bürgergeld-Reform angekündigt, doch ob diese den gordischen Knoten der Bürokratie durchschlagen kann, bleibt abzuwarten. Die SPD-Linke hat bereits Widerstand angekündigt und die Reformpläne als „Bullshit" und „potenziell verfassungswidrig" bezeichnet. Es zeichnet sich ab, dass 2026 zum Schicksalsjahr für den deutschen Sozialstaat werden könnte.
Eines steht fest: Ein System, das fast acht Milliarden Euro für seine eigene Verwaltung verschlingt, während gleichzeitig das Geld für die eigentliche Aufgabe – Menschen in Arbeit zu bringen – fehlt, hat seinen ursprünglichen Zweck längst aus den Augen verloren. Der deutsche Steuerzahler finanziert einen Moloch, der sich selbst zum Hauptnutznießer seiner Existenz gemacht hat.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











