
Chinas Elektro-Offensive: Wie Peking Europas industrielles Rückgrat systematisch zerstört
Was sich derzeit auf Europas Straßen abspielt, ist weit mehr als ein gewöhnlicher Wettbewerb um Marktanteile. Es ist eine industrielle Invasion – und Brüssel schaut tatenlos zu. Chinesische Elektrofahrzeuge überfluten den europäischen Markt mit einer Geschwindigkeit, die selbst hartgesottene Analysten erschaudern lässt. Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: 257 Prozent Wachstum im Jahresvergleich. Wer das noch als normale Marktdynamik abtut, hat den Ernst der Lage nicht begriffen.
Die Zahlen des Niedergangs
Laut einer aktuellen Analyse von Goldman Sachs wurden im Januar 2026 rund 31.000 chinesische Elektrofahrzeuge in Europa zugelassen – gegenüber lediglich 8.700 Einheiten im Vorjahresmonat. In den fünf größten europäischen Märkten – Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien – hätten chinesische Eigenmarken bereits die Fünf-Prozent-Marke beim Marktanteil nahezu erreicht. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 3,64 Prozent. Das Tempo der Expansion ist atemberaubend.
Besonders brisant: Der chinesische Hersteller BYD biete mittlerweile Preisnachlässe von rund 30 Prozent an und plane, sein Absatzvolumen allein in Deutschland in diesem Jahr zu verdoppeln. Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu verstehen, was das für die ohnehin angeschlagene deutsche Automobilindustrie bedeutet.
Europas Fabriken als Sprungbrett für Peking
Doch die chinesische Strategie geht weit über bloße Importe hinaus. Was sich hinter den Kulissen abspielt, ist noch beunruhigender. Der chinesische Hersteller Chery verhandelt offenbar über eine Fertigungspartnerschaft mit Jaguar Land Rover, um deren unterausgelastetes Werk im britischen Halewood zu nutzen – eine Fabrik mit einer Jahreskapazität von 200.000 Fahrzeugen, die zuletzt nur zu etwa 60 Prozent ausgelastet gewesen sei. Gleichzeitig befinde sich Geely in fortgeschrittenen Gesprächen mit Ford über die Nutzung von dessen Produktionsanlagen im spanischen Valencia.
Man lese das nochmals: Chinesische Konzerne kaufen sich nicht einfach in Europa ein – sie übernehmen die brachliegenden Kapazitäten europäischer Hersteller. Sie nutzen die Schwäche des Kontinents als Einfallstor. Und die europäische Politik? Sie debattiert derweil über Gendersternchen und Klimaneutralität.
Eine Frage der nationalen Sicherheit
Palmer Luckey, Gründer des US-Rüstungsunternehmens Anduril Industries, hat in einem vielbeachteten Podcast-Auftritt den sicherheitspolitischen Kern des Problems schonungslos offengelegt. Die Vereinigten Staaten hätten den Zweiten Weltkrieg nicht durch militärisches Genie allein gewonnen, sondern durch ihre industrielle Kapazität. Traktorenfabriken von John Deere und Caterpillar hätten Panzer und Geschütze produziert, Automobilwerke seien auf Flugzeuge und Waffen umgerüstet worden.
„China würde es lieben, die amerikanische Automobilindustrie auszulöschen – teilweise aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch, weil es bedeuten würde, dass wir niemals in der Lage wären, einen Krieg gegen sie zu führen."
Was Luckey über die USA sagt, gilt für Europa in noch verschärfter Form. Denn während Washington zumindest ansatzweise protektionistische Maßnahmen ergreift – Donald Trump hat bekanntlich massive Zölle auf chinesische Importe verhängt –, taumelt Brüssel zwischen halbherzigen Strafzöllen und ideologischer Selbstfesselung hin und her.
Selbstverschuldete Deindustrialisierung
Die bittere Ironie liegt auf der Hand: Europa hat sich seine industrielle Verwundbarkeit selbst eingebrockt. Jahrelang hat man mit überzogenen Klimaauflagen, explodierenden Energiekosten und einer regelrechten Regulierungswut die eigene Wettbewerbsfähigkeit systematisch untergraben. Die deutsche Energiewende – einst als Leuchtturmprojekt gefeiert – hat die Strompreise in astronomische Höhen getrieben und energieintensive Industrien in die Flucht geschlagen. Und nun wundert man sich, dass chinesische Hersteller mit ihren subventionierten Produkten und Megafabriken, die größer als San Francisco sein sollen, den europäischen Markt aufrollen?
Immerhin scheint in Brüssel langsam ein Umdenken einzusetzen. Vergangene Woche hätten Industrieführer die EU-Kommission aufgefordert, das CO₂-Bepreisungssystem zurückzufahren, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Ob diese Einsicht nicht zu spät kommt, bleibt abzuwarten. Der Krieg in der Ukraine mahnt jedenfalls eindringlich, dass industrielle Souveränität kein abstraktes Konzept ist, sondern eine Überlebensfrage.
Deutschland am Scheideweg
Für Deutschland, dessen Wohlstand seit Jahrzehnten auf der Automobilindustrie fußt, ist die Lage besonders prekär. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, den industriellen Ausverkauf zu stoppen – und das, während gleichzeitig ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen treibt. Geld, das für Infrastruktur gedacht ist, aber letztlich von kommenden Generationen durch Steuern und Abgaben finanziert werden muss.
Die Frage, die sich jeder deutsche Bürger stellen sollte, ist simpel: Wollen wir zusehen, wie das industrielle Herz Europas Schlag für Schlag zum Stillstand kommt? Oder begreifen wir endlich, dass wirtschaftliche Stärke, energiepolitische Vernunft und strategische Weitsicht keine Luxusgüter sind, sondern die Grundlage unserer Freiheit und unseres Wohlstands? Die chinesischen Elektroautos auf unseren Straßen sind nicht nur Fahrzeuge. Sie sind Vorboten einer neuen Weltordnung – und Europa droht in dieser Ordnung zum bloßen Absatzmarkt degradiert zu werden.
In Zeiten solch fundamentaler wirtschaftlicher Umwälzungen und geopolitischer Unsicherheiten erweist sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg ihre Kaufkraft bewahrt – unabhängig davon, welche Industrien gerade aufsteigen oder untergehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.
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