
Chinas Roboter-Revolution: Morgan Stanley verdoppelt Absatzprognose für humanoide Maschinen
Die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley hat ihre Prognose für den chinesischen Markt humanoider Roboter drastisch nach oben korrigiert. Statt der ursprünglich erwarteten 14.000 Einheiten rechnen die Analysten nun mit einem Absatz von 28.000 menschenähnlichen Maschinen allein in diesem Jahr – ein Wachstum von satten 133 Prozent. Diese Zahlen sollten jeden aufhorchen lassen, der die geopolitischen Verschiebungen unserer Zeit verstehen will.
Produktionskosten im freien Fall
Was diese Entwicklung besonders brisant macht, ist der rasante Verfall der Produktionskosten. Die Materialkosten für die Herstellung von Robotern in China – dem Land, das mittlerweile den Großteil der globalen Lieferkette kontrolliert – sollen in diesem Jahr um 16 Prozent sinken. Die Unternehmensberatung Bain & Co geht sogar noch weiter und prognostiziert einen weltweiten Preisverfall bei Roboterkomponenten von rund 70 Prozent bis zum Jahr 2035.
Diese Kostensenkungen werden sich unweigerlich auf die Endverbraucherpreise auswirken. Morgan Stanley erwartet, dass humanoide Roboter in Schwellen- und Entwicklungsländern, einschließlich China, von derzeit etwa 50.000 US-Dollar auf rund 21.000 US-Dollar bis 2050 fallen werden. In wohlhabenden Nationen wie den USA soll der Durchschnittspreis im selben Zeitraum von 200.000 auf 75.000 US-Dollar sinken.
Deutschland droht den Anschluss zu verlieren
Während China mit atemberaubender Geschwindigkeit in die Zukunft der Automatisierung investiert, stellt sich die bange Frage: Wo bleibt eigentlich Deutschland? Die einstige Industrienation, die einst für Ingenieurskunst und technologische Innovation stand, scheint in bürokratischen Hürden und ideologischen Debatten zu versinken, während der Ferne Osten Fakten schafft.
Die Prognosen der Investmentbank zeichnen ein Bild einer Welt, in der bis 2036 etwa 25,4 Millionen humanoide Roboter im Einsatz sein werden. Das entspräche zwei Prozent des gesamten Robotermarktes, der auch Roboterarme und Radroboter umfasst. Eine Entwicklung, die ganze Industrien umwälzen und Millionen von Arbeitsplätzen neu definieren wird.
Strategische Abhängigkeiten nehmen zu
Die Tatsache, dass China den Großteil der Lieferkette für diese Zukunftstechnologie kontrolliert, sollte westlichen Politikern schlaflose Nächte bereiten. Wer die Produktionsmittel der Zukunft beherrscht, wird auch die wirtschaftliche und politische Agenda bestimmen. Die Lehren aus der Energieabhängigkeit von Russland scheinen in Berlin jedoch noch nicht angekommen zu sein.
Für Anleger, die in diesen turbulenten Zeiten nach Stabilität suchen, bleibt die Frage der Vermögenssicherung zentral. Während technologische Umwälzungen ganze Branchen erschüttern können, haben sich physische Edelmetalle über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Eine Beimischung von Gold und Silber zum Portfolio kann in Zeiten großer Unsicherheit als Anker der Stabilität dienen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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