
Chinas Unternehmen trotzen dem US-Machtkampf in Lateinamerika

Die geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking erreichen einen neuen Höhepunkt – und diesmal ist Lateinamerika der Schauplatz. Nach der spektakulären Entführung des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Kräfte zeigen sich chinesische Geschäftsleute in der Region erstaunlich gelassen. Während die Welt den Atem anhält, scheinen die Unternehmer aus dem Reich der Mitte ihre Koffer keineswegs zu packen.
Beratungsfirmen wittern das große Geschäft
Die Ereignisse in Venezuela haben eine regelrechte Goldgräberstimmung unter Risikomanagement-Beratern ausgelöst. Chinesische Führungskräfte berichten von einer wahren Flut an Werbematerialien, die ihnen Strategien zur Risikominimierung im Ausland anpreisen. Ein Geschäftsführer eines Konsumgüterherstellers aus der ostchinesischen Provinz Zhejiang bestätigte diese Entwicklung, wollte jedoch aufgrund der Brisanz des Themas anonym bleiben.
Die Expansion ins Ausland stehe seit Jahren auf der Agenda seines Unternehmens, erklärte er. Die jüngsten Ereignisse hätten zwar das Bewusstsein für geopolitische Risiken geschärft, doch an der grundsätzlichen Strategie ändere sich nichts. Was viele Beobachter überraschen dürfte: Der Drang nach außen scheint unaufhaltsam.
Schrumpfende Märkte treiben die Expansion voran
Die Gründe für diese Beharrlichkeit liegen auf der Hand. Die Gewinnmargen im heimischen Markt schwinden zusehends, während die Produktionskapazitäten weiter wachsen. Chinesische Unternehmen sehen sich gezwungen, neue, lukrativere Absatzmärkte zu erschließen. Lateinamerika mit seinen enormen Rohstoffvorkommen und seiner wachsenden Mittelschicht erscheint vielen als verheißungsvolles Terrain.
Die Region ist kein monolithischer Block – jedes Land erfordert eine maßgeschneiderte Strategie.
Diese Erkenntnis teilen zahlreiche chinesische Unternehmer vor Ort. Der Geschäftsmann He Zuo, der sich derzeit in Chile aufhält und jahrelang in Venezuela tätig war, beobachtet die Lage genau. Viele seiner Familienangehörigen befinden sich noch immer im Land. Er betont, dass die lokalen Gemeinschaften die Turbulenzen zwar aufmerksam verfolgen, die kurzfristigen Störungen jedoch begrenzt geblieben seien – schließlich habe es bislang keinen substanziellen Machtwechsel oder gar einen Regimekollaps gegeben.
Die neue Weltordnung nimmt Gestalt an
Was wir hier beobachten, ist nichts Geringeres als ein tektonischer Verschiebungsprozess in der globalen Wirtschaftsordnung. Die Vereinigten Staaten unter Präsident Trump setzen auf maximalen Druck und scheuen auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurück. Doch Peking lässt sich offenkundig nicht einschüchtern. Die chinesische Wirtschaftsmacht drängt unbeirrt in Regionen vor, die Washington traditionell als seinen Hinterhof betrachtet.
Für Europa und insbesondere Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Während sich die beiden Großmächte einen erbitterten Kampf um Einflusssphären liefern, droht der alte Kontinent zwischen die Fronten zu geraten. Die Frage, wie sich deutsche Unternehmen in diesem neuen geopolitischen Umfeld positionieren sollen, wird immer drängender.
In Zeiten solcher Unsicherheiten erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Sie bieten Schutz vor den Unwägbarkeiten einer zunehmend fragmentierten Weltwirtschaft und sollten in keinem ausgewogenen Anlageportfolio fehlen.
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