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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
07:01 Uhr

Das 500-Milliarden-Luftschloss: Warum Deutschlands Sondervermögen zum fiskalischen Bumerang werden könnte

Es klingt so verlockend, so einfach, so wunderbar: Man nehme 500 Milliarden Euro, verteile sie großzügig über das Land, und schon blühen die Landschaften. Doch wer glaubt, dass sich eine über Jahre gewachsene Strukturkrise der deutschen Wirtschaft mit einem schuldenfinanzierten Geldregen wegspülen lässt, der glaubt vermutlich auch, dass man einen Hausbrand mit Benzin löschen kann.

Die Illusion des schnellen Aufschwungs

Zugegeben: Das sogenannte Sondervermögen – ein Euphemismus, der in Wahrheit nichts anderes als neue Schulden in historischem Ausmaß beschreibt – wird kurzfristig Wirkung zeigen. Für das Jahr 2026 prognostizieren Experten einen leichten Anschub des Bruttoinlandsprodukts. Einzelne Branchen, insbesondere im Rüstungssektor, verzeichnen bereits volle Auftragsbücher. Mitarbeiter in betroffenen Betrieben können sich über gesicherte Arbeitsplätze freuen. Soweit die gute Nachricht.

Doch hier liegt das fundamentale Problem: Jeder Politiker, und sei er noch so inkompetent, kann mit hunderten Milliarden Euro die Wirtschaftsleistung kurzfristig aufpumpen. Das ist kein Kunststück. Das ist keine wirtschaftspolitische Meisterleistung. Das ist schlicht und ergreifend das Prinzip der Kreditkarte – konsumiere heute, zahle morgen. Oder übermorgen. Oder lass es die nächste Generation bezahlen.

Der gefährliche Selbstbetrug der Regierung Merz

Die Bundesregierung unter Friedrich Merz geht selbst davon aus, dass das prognostizierte Wachstum im Wesentlichen dem Sondervermögen zu verdanken sein wird – und eben nicht einer eigenständigen Stärke der deutschen Wirtschaft. Rund zwei Drittelprozentpunkte des BIP-Zuwachses 2026 sollen direkt auf das Sondervermögen zurückgehen. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die Regierung gibt offen zu, dass ohne diese massive Schuldenaufnahme praktisch kein Wachstum stattfände.

Bundeswirtschaftsministerin Reiche verkündete Ende Januar stolz, der Bund werde allein in diesem Jahr 129 Milliarden Euro an Investitionen bereitstellen – 20 Milliarden mehr als im Vorjahr. Das Geld solle in Straßen, Schienen, digitale Netze, Energieinfrastruktur und die Bundeswehr fließen. Klingt großartig. Doch zahlreiche Wirtschaftsforscher haben inzwischen eine unbequeme Wahrheit ans Licht gebracht: Gut die Hälfte der Gelder wird zweckentfremdet – zum Stopfen klaffender Haushaltslöcher und zur Finanzierung von Aufgaben, die eigentlich aus dem regulären Bundeshaushalt hätten bezahlt werden müssen. Der tatsächliche Investitionseffekt dürfte damit kräftig verwässert werden.

Wo bleibt das Versprechen der Haushaltsdisziplin?

Man erinnere sich: Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen hat sich in Luft aufgelöst, noch bevor die Tinte unter dem Koalitionsvertrag trocken war. Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen, das die Inflation weiter anheizen und Generationen von Steuerzahlern mit Zinszahlungen belasten wird, ist das genaue Gegenteil von dem, was den Wählern versprochen wurde. Aber wen kümmert das schon in Berlin?

Die psychologische Falle

Vielleicht noch gefährlicher als die fiskalischen Risiken ist der psychologische Effekt. Man brauche keine Psychologie studiert zu haben, um zu verstehen, was passieren wird: Sobald die ersten positiven Wachstumszahlen über die Ticker laufen – und seien sie noch so bescheiden –, wird sich die Regierung zurücklehnen. Die dringend notwendigen Strukturreformen, von denen in der CDU seit Jahren so gerne geredet wird, werden auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.

Schon bei einem lächerlichen BIP-Wachstum von einem Prozent dürfte sich Kanzler Merz als der große Wirtschaftskanzler feiern lassen, der die Konjunkturwende herbeigeführt habe. Dass dieses Wachstum fast ausschließlich auf Schulden, Statistik- und Kalendereffekten basiert, wird man geflissentlich unter den Teppich kehren. Und selbst wenn vereinzelte CDU-Stimmen noch nach Strukturreformen rufen sollten – der Koalitionspartner SPD unter Lars Klingbeil dürfte jede ernsthafte Reform im Keim ersticken.

Der Gewöhnungseffekt: Schulden als Allheilmittel

Was folgt, ist absehbar: der Gewöhnungseffekt. Hat man einmal gelernt, dass sich Probleme scheinbar mit Sondervermögen lösen lassen, liegt das nächste nicht weit. Man wird neue Gründe finden, neue Krisen beschwören, neue Sondervermögen auflegen. Nur noch dieses eine Mal, ganz sicher! Dabei werden zwei fundamentale Probleme übersehen: Erstens steigt die Zinslast für den wachsenden Schuldenberg unaufhörlich, sodass im Kernhaushalt immer weniger Geld für normale Ausgaben jenseits des Zinsdienstes übrig bleibt. Zweitens wird die globale Konkurrenz nur allzu gerne jene Industrieproduktion übernehmen, die in Deutschland mangels Strukturreformen weiter abgebaut wird.

DIHK schlägt Alarm

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer bestätigt diese düstere Einschätzung mit erschreckender Deutlichkeit. Die Maßnahmen der Bundesregierung würden in der Breite nicht bei den Betrieben ankommen, warnt der DIHK. DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov bringt es auf den Punkt: Während die wachsende Weltwirtschaft und erhöhte Staatsausgaben einzelnen Bereichen leichten Auftrieb gäben, komme davon in der Breite zu wenig an. In Zeiten, in denen sich die Weltwirtschaft fundamental neu ordne, sei das besorgniserregend.

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Seit 2019 sei die Weltwirtschaft um 19 Prozent gewachsen, die US-Wirtschaft um 15 Prozent, selbst Italien habe immerhin 6 Prozent zugelegt. Deutschland? Magere 0,2 Prozent. Man trete auf der Stelle, während die Wettbewerber davonzögen. Für 2026 rechnet der DIHK mit einem schwachen Wachstum von einem Prozent, das zu einem großen Teil auf Statistik- und Kalendereffekten beruhe.

Die strukturelle Krise brodelt weiter

Die unbequeme Wahrheit lautet: Das Sondervermögen ist keine Lösung, sondern eine Betäubung. Es überdeckt die Symptome einer tiefgreifenden Strukturkrise, die seit Jahren in der deutschen Industrie wütet. Überbordende Bürokratie, explodierende Energiekosten, eine marode Infrastruktur, ein Bildungssystem im Niedergang, eine Steuerlast, die Unternehmen in die Flucht treibt – all diese Probleme werden durch schuldenfinanzierte Konjunkturspritzen nicht gelöst. Sie werden verschärft.

Denn während sich die Politik im Glanze vermeintlicher Wachstumszahlen sonnt, wandern Industriebetriebe weiter ab, investieren im Ausland, verlagern Produktion. Die strukturelle Krise brodelt unter dem Schuldenberg weiter, unsichtbar für jene, die nicht hinsehen wollen. Und wenn das Sondervermögen aufgebraucht ist, wenn die Konjunkturspritzen ihre Wirkung verlieren, dann wird Deutschland mit einem noch größeren Schuldenberg dastehen – und mit denselben ungelösten Problemen wie zuvor. Nur schlimmer.

In solchen Zeiten der fiskalischen Unsicherheit und schleichenden Geldentwertung erweist sich einmal mehr, was Generationen vor uns bereits wussten: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bleiben ein bewährter Anker der Vermögenssicherung. Während Papiergeld durch Schuldenorgien entwertet wird, behalten Edelmetalle ihren inneren Wert – eine Erkenntnis, die in Zeiten explodierender Staatsverschuldung aktueller denn je ist.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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