
Der Niedergang eines Weltkonzerns: Wie Volkswagen Deutschlands industrielle Krone verspielt
Es war einmal ein Land, das für seine Ingenieurskunst weltberühmt war. Das Auto, made in Germany, galt als Inbegriff von Zuverlässigkeit, Fortschritt und Wohlstand. Doch dieses Kapitel deutscher Wirtschaftsgeschichte scheint sich seinem bitteren Ende zuzuneigen. Wie jetzt aus einem internen Interview im hauseigenen Intranet hervorgeht, das dem Nachrichtenmagazin Spiegel vorliegt, räumt VW-Chef Oliver Blume ein, was viele längst befürchtet hatten: Die Zukunft von gleich vier deutschen Werken steht auf der Kippe.
Vier Werke, keine Zukunft
Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm – klangvolle Namen, die für Jahrzehnte industrieller Wertschöpfung stehen. Für diese Standorte könne man laut Blume derzeit „noch keine wettbewerbsgerechte Belegung bestätigen“. Man muss diesen Manager-Sprech erst einmal übersetzen: Es geht schlicht darum, dass die Autoproduktion an diesen Orten möglicherweise komplett eingestellt werden soll. Damit bestätigt der Konzernlenker, was seit Wochen durch die Medien geistert.
Als alternative Nutzung brachte Blume ausgerechnet die Rüstungsindustrie ins Spiel. Im Werk Osnabrück könnte sich das israelische Rüstungsunternehmen Rafael niederlassen. Doch die Gespräche stockten – nicht zuletzt, weil Katar, das als Großaktionär zwei Aufsichtsratssitze bei VW besetzt, das Vorhaben kritisch beäugt. Ein Sinnbild für die verkorkste Lage: Wo einst Golf und Passat vom Band liefen, soll nun über Kriegsgerät verhandelt werden – und selbst das scheitert an geopolitischen Interessenkonflikten.
Der große Kahlschlag: Bis zu 120.000 Stellen vor dem Aus
Doch damit nicht genug. Blume stimmt seine Belegschaft auf einen beispiellosen Aderlass ein. Zu den ohnehin geplanten 50.000 wegfallenden Stellen bis 2030 sollen weitere 50.000 hinzukommen. Ein internes Dokument mit dem beschönigenden Titel „Zielbild 2030“ nennt sogar Zahlen von bis zu 70.000 zusätzlichen Streichungen. Rechnet man alles zusammen, könnte Volkswagen weltweit bis zu 120.000 Arbeitsplätze abbauen. Eine Zahl, die einem den Atem stocken lässt.
„Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt.“
Solche Sätze klingen aus dem Munde eines Vorstandschefs, der über die Existenz Zehntausender Familien entscheidet, geradezu zynisch. Als Begründung für den Kahlschlag heißt es, die Kosten für Infrastruktur, Verwaltung und Kerngeschäft lägen 20 Prozent über denen vergleichbarer Unternehmen. Ein fixiertes Ziel sei das noch nicht – man prüfe „nötige und mögliche“ Einsparungen. Als ob das den betroffenen Arbeitern irgendeinen Trost spenden würde.
Wer trägt die Verantwortung?
Man muss sich fragen: Wie konnte es so weit kommen? Ein Konzern, der über Generationen der Stolz der deutschen Industrie war, wankt. Die Antwort liegt nicht allein im Management, das man kritisieren darf und muss. Sie liegt vor allem in einer verfehlten Politik, die den Standort Deutschland systematisch demontiert hat. Explodierende Energiepreise, eine ideologisch getriebene Verkehrswende, die den Verbrenner per Dekret abschaffen wollte, erdrückende Bürokratie und eine Steuerlast, die ihresgleichen sucht – das sind die Zutaten dieses Niedergangs.
Wer die deutsche Automobilindustrie erst mit grünen Verbotsfantasien in die Elektromobilität zwingt und dann zusieht, wie chinesische Konkurrenten den Markt fluten, der darf sich über das Ergebnis nicht wundern. Die politische Wende hin zum Elektroauto, an der VW seine gesamte Konzernstrategie ausgerichtet hat, entpuppt sich zunehmend als teures Missverständnis auf dem Rücken der Beschäftigten.
Ein Weckruf für die Vermögenssicherung
Der Fall Volkswagen zeigt schonungslos, wie fragil selbst vermeintlich unerschütterliche Säulen unserer Wirtschaft geworden sind. Aktien scheinbar solider Industriekonzerne können in kürzester Zeit an Wert verlieren, wenn ganze Geschäftsmodelle politisch demontiert werden. Wer sein Vermögen langfristig absichern will, sollte sich nicht blind auf einzelne Branchen oder Unternehmen verlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Fehlentscheidungen und Konzernpleiten ihren Wert bewahren – als krisenfeste Beimischung in einem gesunden, breit gestreuten Portfolio.
Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist selbst verpflichtet, ausreichend zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.
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