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Kettner Edelmetalle
14.04.2026
09:59 Uhr

Der Traum vom Eigenheim ist tot – und die Politik trägt Mitschuld

Es war einmal ein Land, in dem fleißige junge Familien sich durch harte Arbeit ein bescheidenes Häuschen leisten konnten. Dieses Land gibt es nicht mehr. Was einst als selbstverständlicher Meilenstein im Leben einer deutschen Familie galt – die eigenen vier Wände –, ist für die überwältigende Mehrheit junger Haushalte zu einer unerreichbaren Fata Morgana geworden. Die nackten Zahlen sind erschütternd.

Nur noch jeder 17. Mieterhaushalt kann sich Eigentum leisten

Eine aktuelle Analyse des sogenannten LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometers offenbart das ganze Ausmaß der Misere: Gerade einmal 5,7 Prozent der Mieterhaushalte im Erwerbsalter zwischen 30 und 44 Jahren verfügen Ende 2025 über genügend Eigenkapital, um eine Immobilie zum regional üblichen Preis zu finanzieren. Das entspricht bundesweit rund 408.000 Haushalten. Vor 15 Jahren lag dieser Anteil noch bei knapp 10 Prozent – fast doppelt so hoch. Der Befund ist so klar wie ernüchternd: Nur etwa jeder siebzehnte junge Mieterhaushalt kann den Sprung ins Wohneigentum aus eigener Kraft schaffen.

Dabei ist der Wunsch nach dem Eigenheim ungebrochen. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage halten 58 Prozent der Bundesbürger Wohneigentum für die beste Möglichkeit, neben der gesetzlichen Rente fürs Alter vorzusorgen. Unter den 18- bis 44-Jährigen sehnen sich sogar über 80 Prozent nach einer eigenen Immobilie. Doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft ein Abgrund, der mit jedem Jahr tiefer wird.

Die doppelte Mauer: Einkommen und Eigenkapital

Wer ein Haus kaufen will, muss zwei Hürden überwinden. Da ist zunächst die Einkommenshürde – die Frage, ob sich ein Haushalt die monatlichen Kreditraten leisten kann. Als tragbar gilt eine Belastung von maximal 35 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens. Und dann gibt es die weitaus brutalere Eigenkapitalhürde: Käufer müssen die gesamten Kaufnebenkosten aus eigener Tasche stemmen und zusätzlich mindestens 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringen. Die Sparkasse empfiehlt sogar 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten.

Gerade diese zweite Hürde hat sich als der eigentliche Killer des Eigenheimtraums erwiesen. Denn während die Einkommen in Deutschland bestenfalls moderat gestiegen sind, haben die Immobilienpreise zwischen 2010 und 2022 einen Anstieg von rund 94 Prozent hingelegt. In der Spitze, im Jahr 2021, verteuerten sich Wohnimmobilien um 11,5 Prozent innerhalb eines einzigen Jahres – der stärkste Anstieg seit Beginn der statistischen Erfassung.

17 bis 20 Jahre sparen – für das bloße Startkapital

Was das konkret bedeutet, lässt sich an einer Beispielrechnung verdeutlichen, die einem die Haare zu Berge stehen lässt. Eine junge Familie in Brandenburg, in der beide Partner ein durchschnittliches Einkommen von 2.935 Euro brutto beziehen, kommt zusammen auf etwa 4.600 Euro netto im Monat. Bei einer Sparquote von 8,5 Prozent – dem brandenburgischen Durchschnitt – legt diese Familie monatlich rund 391 Euro zurück. Für ein durchschnittliches Bestandshaus zum Preis von 380.000 Euro benötigt sie inklusive Erwerbsnebenkosten mindestens 76.000 Euro Eigenkapital, bei der empfohlenen Quote sogar 95.000 Euro.

Das Ergebnis dieser simplen Rechnung ist niederschmetternd: 17 bis 20 Jahre müsste diese Familie eisern sparen – vorausgesetzt, das gesamte Ersparte fließt ausschließlich in den Immobilienerwerb und die Preise steigen nicht weiter. Wer mit 30 anfängt zu sparen, ist also frühestens mit 47 so weit. Und das unter idealisierten Bedingungen, die in der Realität kaum jemand durchhält.

Die Zinswende als Sargnagel

Lange Zeit kaschierte die Niedrigzinsphase das Problem zumindest teilweise. Zwischen 2007 und 2021 hätte rechnerisch mehr als die Hälfte der jüngeren Mieterhaushalte die monatliche Finanzierung einer Immobilie stemmen können. In der Spitze, um 2015, waren es sogar 61 Prozent. Doch als die Bauzinsen 2022 sprunghaft anstiegen, brach diese Fassade in sich zusammen. Die Finanzierungskosten explodierten, während die Immobilienpreise zunächst nur zögerlich nachgaben. Heute liegt der Anteil der Haushalte, die sich eine Finanzierung leisten könnten, bei mageren 39 Prozent.

Zwar korrigierten die Preise 2023 um durchschnittlich 8,4 Prozent und 2024 nochmals um 1,5 Prozent nach unten. Doch für 2025 weist die Statistik bereits wieder einen Anstieg von etwa 3 Prozent aus. Die kurze Verschnaufpause scheint vorbei zu sein, bevor sie überhaupt Wirkung entfalten konnte.

Großstädte: Eigentum nur noch für Privilegierte

Besonders dramatisch stellt sich die Lage in den Metropolen dar. In den sieben größten deutschen Städten schaffen es gerade einmal 4,1 Prozent der jungen Mieterhaushalte, ausreichend Eigenkapital aufzubringen. In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind es sogar nur 2 bis 4 Prozent. Etwas besser – wenn man das überhaupt so nennen kann – sieht es in Bremen, dem Saarland, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz aus, wo zwischen 7 und 9 Prozent die Eigenkapitalschwelle erreichen.

Deutschland gehört mit einer Wohneigentumsquote von rund 44 Prozent ohnehin zu den Schlusslichtern in Europa, wo der Durchschnitt bei 68 Prozent liegt. Statt diesen Rückstand aufzuholen, vergrößert er sich stetig.

Politisches Versagen auf ganzer Linie

Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen, dass hier jahrzehntelange politische Fehlsteuerung am Werk ist. Statt den Erwerb von Wohneigentum für junge Familien zu erleichtern, hat die Politik die Grunderwerbsteuer in vielen Bundesländern auf bis zu 6,5 Prozent hochgeschraubt. Statt Bürokratie beim Bauen abzubauen, wurden immer neue Energieauflagen und Regulierungen geschaffen, die das Bauen verteuern. Und statt die Rahmenbedingungen für Familien zu verbessern, die sich etwas aufbauen wollen, wurde das Geld in ideologische Projekte gesteckt, die niemandem ein Dach über dem Kopf geben.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz plant zwar ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur. Doch ob davon auch nur ein Cent bei jungen Familien ankommt, die sich ein bescheidenes Eigenheim wünschen, darf bezweifelt werden. Im Gegenteil: Die damit verbundene Schuldenexplosion wird die Inflation weiter anheizen und das Sparen noch sinnloser machen, als es ohnehin schon ist.

Wohneigentum als Grundpfeiler einer stabilen Gesellschaft

Wer Wohneigentum besitzt, ist verwurzelter, engagierter in seiner Gemeinde und finanziell unabhängiger im Alter. Eine Gesellschaft, die es ihren jungen Familien systematisch unmöglich macht, Eigentum zu erwerben, sägt an den Grundfesten ihrer eigenen Stabilität. Dass ausgerechnet in Deutschland – einem Land, das sich so viel auf seinen Wohlstand einbildet – der Traum vom Eigenheim für die breite Masse zur Illusion geworden ist, sollte jeden nachdenklich stimmen.

In Zeiten, in denen das Vertrauen in Papierwerte und politische Versprechen schwindet, gewinnt die Frage der Vermögenssicherung eine ganz neue Dimension. Wer nicht 20 Jahre auf ein Eigenheim sparen kann oder will, sollte zumindest darüber nachdenken, sein Erspartes vor der schleichenden Entwertung zu schützen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung in einem breit gestreuten Anlageportfolio darstellen – gerade in Zeiten, in denen die Politik das Geld ihrer Bürger mit vollen Händen ausgibt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung – sei es in Immobilien, Edelmetalle oder andere Anlageklassen – sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Basis dieses Artikels resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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