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Kettner Edelmetalle
24.03.2026
13:40 Uhr

Diesel am Rande des Allzeithochs: Iran-Krieg treibt Deutschland in die Energiefalle

Diesel am Rande des Allzeithochs: Iran-Krieg treibt Deutschland in die Energiefalle

Was sich seit Monaten abzeichnete, wird nun zur bitteren Realität für Millionen deutsche Autofahrer: Der Dieselpreis steht unmittelbar vor einem neuen Rekordwert. Gerade einmal 1,5 Cent trennen den aktuellen Durchschnittspreis von jenem historischen Höchststand, der im März 2022 – mitten in der Energiekrise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine – erreicht wurde. Doch diesmal ist es nicht Moskau, das die Preisspirale antreibt, sondern der eskalierende Konflikt im Iran.

2,306 Euro pro Liter – und ein Ende ist nicht in Sicht

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Laut Daten des ADAC lag der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Diesel am vergangenen Sonntag bei 2,306 Euro – ein erneuter Anstieg um 0,5 Cent gegenüber dem Vortag. Auch Super E10 verteuerte sich auf 2,085 Euro, wenngleich hier noch rund 12 Cent zum Allzeithoch fehlen. Seit dem Beginn der gemeinsamen Militäroperation der USA und Israels gegen den Iran liegen beide Kraftstoffsorten stabil über der psychologisch wichtigen Marke von zwei Euro.

Der Grund für diese dramatische Entwicklung liegt in der Geopolitik – genauer gesagt in der Straße von Hormus. Diese strategisch bedeutsame Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist die Lebensader des globalen Ölhandels. Rund 20 Prozent des weltweit verschifften Rohöls passieren diese enge Wasserstraße. Seit die iranische Revolutionsgarde die Durchfahrt als Vergeltungsmaßnahme gesperrt hat, schießen die globalen Marktpreise in die Höhe – und die Mineralölkonzerne reichen die Kosten bereitwillig an die Verbraucher weiter.

Eine Energiekrise, die alles Bisherige in den Schatten stellt

Wer glaubt, die aktuelle Situation sei mit früheren Ölkrisen vergleichbar, der irrt gewaltig. Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur IEA, fand dafür drastische Worte. Während der Ölkrisen der 1970er Jahre seien global etwa fünf Millionen Barrel Erdöl pro Tag vom Markt verschwunden. Heute seien es bereits elf Millionen Barrel täglich – mehr als zwei große Ölschocks zusammengenommen. Birol drängte auf sofortige internationale Anstrengungen, um die Lage zu entschärfen. Andernfalls drohten schwerwiegende Konsequenzen für die gesamte Weltwirtschaft, von denen kein einziges Land verschont bliebe.

Für Deutschland, das sich unter der vorherigen Ampelregierung mit dem überstürzten Atomausstieg und einer ideologiegetriebenen Energiewende selbst in eine fatale Abhängigkeit manövriert hat, wiegt diese Krise besonders schwer. Wer konventionelle Energieträger verteufelt und gleichzeitig keine verlässlichen Alternativen aufbaut, der steht in Zeiten geopolitischer Verwerfungen nackt da. Die Quittung dafür zahlen nun die Bürger an der Zapfsäule.

Bundesregierung zwischen Aktionismus und Ohnmacht

Die neue Große Koalition unter Kanzler Friedrich Merz reagiert – wie so oft in der deutschen Politik – mit einem Maßnahmenpaket, das mehr nach Symbolpolitik riecht als nach echter Entlastung. CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche plant ein Gesetz, das Preisanhebungen an Tankstellen künftig nur noch einmal täglich erlauben soll. Dazu kommt ein sogenanntes „Spritpreispaket", mit dem das Kartellrecht gestärkt werden soll. Ob diese Maßnahmen tatsächlich spürbare Erleichterung bringen, darf bezweifelt werden.

Deutlicher wurde SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der die Preispolitik der Mineralölkonzerne als „wahnsinnige Abzocke" bezeichnete. Die Unternehmen würden die Kriegssituation schamlos ausnutzen, um ihre Profite zu maximieren. Klingbeil forderte eine Spritpreisbremse nach luxemburgischem Vorbild. Doch zwischen markigen Worten und konkretem Handeln klafft in der deutschen Politik traditionell eine gewaltige Lücke.

Trumps Versprechen – ein Strohfeuer

Einen kurzen Hoffnungsschimmer gab es, als US-Präsident Donald Trump ankündigte, die Angriffe auf iranische Energieanlagen für fünf Tage einzuschränken. Die globalen Ölpreise reagierten prompt und fielen. Doch die Erleichterung währte nur Stunden. Kurz darauf kletterte der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl wieder über die Marke von 100 US-Dollar. Ein klassisches Strohfeuer – nicht mehr und nicht weniger.

Und selbst wenn sich die globalen Ölpreise tatsächlich nachhaltig entspannen sollten, dürften deutsche Autofahrer davon erst mit erheblicher Verzögerung profitieren. Denn wie vergangene Krisen eindrucksvoll bewiesen haben, gilt an deutschen Tankstellen ein ehernes Gesetz: Preise steigen wie Raketen – und fallen wie Federn. Die Asymmetrie zwischen steigenden und fallenden Spritpreisen ist ein altbekanntes Phänomen, das die Mineralölkonzerne stets zu ihrem Vorteil zu nutzen wissen.

Deutschland braucht eine echte Energiestrategie

Die aktuelle Krise offenbart einmal mehr die strukturelle Verwundbarkeit der deutschen Energieversorgung. Ein Land, das seine Kernkraftwerke abschaltet, sich von russischem Gas abhängig macht und dann auch noch in eine globale Ölkrise schlittert, hat offensichtlich seine strategischen Hausaufgaben nicht gemacht. Statt ideologischer Experimente bräuchte Deutschland eine nüchterne, pragmatische Energiepolitik, die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit in den Mittelpunkt stellt – und nicht das Wohlgefühl grüner Parteitage.

Für die Bürger bleibt vorerst nur die bittere Erkenntnis: Mobilität wird zum Luxusgut. Pendler, Handwerker, Spediteure und Familien auf dem Land, die auf das Auto angewiesen sind, trifft es am härtesten. Sie sind die Leidtragenden einer Politik, die jahrelang die falschen Prioritäten gesetzt hat. Und während in Berlin über Preisbremsen und Kartellrecht debattiert wird, tickt die Uhr an den Zapfsäulen unerbittlich weiter – Richtung Allzeithoch.

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