
Drohnenkrieg ohne Ende: Ukraine attackiert Putins "Schattenflotte" – die Eskalationsspirale dreht sich immer schneller

Wer geglaubt hatte, der Krieg in Osteuropa könnte sich einem Ende zuneigen, wird abermals eines Besseren belehrt. Beide Seiten scheinen fest entschlossen, das Rad der Eskalation noch weiter zu drehen. Diesmal traf es die berüchtigte russische "Schattenflotte" – jene Armada betagter Tanker, mit der Moskau die westlichen Sanktionen wie ein Kartenhaus zusammenfallen lässt.
Ein Schwarm aus dem Himmel
Nach Angaben der ukrainischen Drohnenstreitkräfte soll ein regelrechter Schwarm sogenannter Loitering Munitions gleich acht russische Tanker im Asowschen Meer getroffen haben. Die Gesamttragfähigkeit der attackierten Schiffe wird auf rund 7.000 Tonnen beziffert – Reuters berichtet unter Berufung auf ein Statement aus Kiew. Nur einen Tag zuvor hätten ukrainische Spezialkräfte bereits zwei weitere Tanker derselben Flotte ins Visier genommen.
Sämtliche betroffenen Schiffe stünden, so heißt es aus Kiew, unter internationalen Sanktionen. Ein wenig ironisch mutet das an: Da werden Schiffe versenkt, die ohnehin schon auf jeder westlichen Sanktionsliste stehen – und trotzdem munter über die Weltmeere schippern.
Das Ziel: Nachschub kappen, die Krim isolieren
Die Strategie hinter den Angriffen ist unverkennbar. Kiew wolle, so die eigene Darstellung, die maritime Logistik des Kremls empfindlich stören und dadurch Treibstoff- sowie Munitionsengpässe erzeugen – vor allem auf der Krim.
Ein Schlag gegen die Marine-Logistik des Feindes erschwere die Versorgung mit Treibstoff und Munition, die zur Aufrechterhaltung der russischen Truppenaktivitäten notwendig sei – insbesondere auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Krim, hieß es aus den Reihen der ukrainischen Drohnenstreitkräfte.
Die Halbinsel, 2014 von Russland annektiert, dient Moskau bis heute als strategisches Sprungbrett fĂĽr seine Kriegsanstrengungen. Wer sie logistisch abschnĂĽrt, trifft den Kreml an einer empfindlichen Stelle.
Raffinerien im Dauerbeschuss – die Zahlen sprechen Bände
Doch die Tanker sind nur ein Teil des Bildes. Ein aktueller Bericht der Financial Times, gestützt auf Daten von Rochan Consulting, zeichnet das Ausmaß dieser neuen Kriegsführung nach. Allein im Mai sollen ukrainische Drohnen russische Raffinerien ganze 16 Mal getroffen haben – ein Rekordwert.
Seit Jahresbeginn seien Russlands Raffinerien mindestens 194 Mal attackiert worden. Das entspricht einer Verelffachung gegenĂĽber demselben Zeitraum des Vorjahres. Man lasse sich diese Dimension auf der Zunge zergehen.
Russland fange mittlerweile im Schnitt rund 600 ukrainische Drohnen – pro Tag. Diese schiere Zahl verdeutlicht, mit welcher Effizienz Kiew inzwischen billige Fluggeräte in Massenproduktion vom Band laufen lässt. Der moderne Krieg wird nicht mehr allein mit teuren Kampfjets geführt, sondern mit Schwärmen aus dem Baukasten.
Moskau schlägt zurück
Natürlich bleibt der Kreml die Antwort nicht schuldig. Auch Russland habe seine eigenen Drohnenschwarm-Angriffe auf ukrainische Städte, Infrastruktur und militärische Ziele deutlich intensiviert. Ein Teufelskreis, in dem sich beide Seiten immer weiter hineinsteigern.
Ein Fazit, das nachdenklich stimmt
Die zentrale Erkenntnis ist ernüchternd klar: Beide Kriegsparteien tauchen immer tiefer in die massenhafte Drohnenkriegsführung ein – und keine von ihnen zeigt auch nur den geringsten Willen zur Deeskalation. Während in Berlin und Brüssel weiter über Milliarden-Pakete und markige Sprüche debattiert wird, versinkt Osteuropa in einem technologischen Abnutzungskrieg ohne absehbares Ende.
Für den deutschen Bürger stellt sich dabei eine ganz nüchterne Frage: Wie lange soll dieser Konflikt noch mit unseren Steuergeldern und zulasten unserer wirtschaftlichen Stabilität am Leben gehalten werden? Wer glaubt, ein solcher Krieg an Europas Peripherie bliebe ohne Folgen für Energiepreise, Inflation und die Versorgungssicherheit hierzulande, der irrt gewaltig.
In Zeiten geopolitischer Verwerfungen und schwelender Konflikte zeigt sich einmal mehr, warum krisenfeste Sachwerte ihren festen Platz in einem klug gestreuten Vermögen verdienen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie gerade dann Stabilität bieten, wenn Papierversprechen und politische Beteuerungen an Wert verlieren. Als Beimischung zur Vermögenssicherung bleiben sie ein bewährter Anker in stürmischen Zeiten.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.
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