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Kettner Edelmetalle
06.03.2026
13:17 Uhr

Energiepreise außer Kontrolle: Wie der Iran-Krieg Deutschlands Strommarkt ins Chaos stürzt

Was viele Experten seit Monaten befürchtet haben, ist nun bittere Realität geworden. Der Krieg im Iran entfaltet seine verheerende Wirkung auf die europäischen Energiemärkte – und Deutschland steht einmal mehr im Epizentrum der Verwerfungen. Innerhalb weniger Stunden schossen die Großhandelspreise für Strom an den europäischen Börsen um mehrere hundert Euro pro Megawattstunde in die Höhe. Ein Land, das sich sehenden Auges in die Energieabhängigkeit manövriert hat, bekommt nun die Rechnung präsentiert.

Preisexplosion in Rekordgeschwindigkeit

Die Zahlen sprechen eine erschreckend deutliche Sprache. Am vergangenen Mittwoch kletterte der Preis pro Megawattstunde laut Montel Analytics von bescheidenen 26 Euro um 14 Uhr auf nahezu 430 Euro – wohlgemerkt innerhalb von nur dreieinhalb Stunden. In den Niederlanden sah es kaum besser aus: Dort schnellte der Preis im selben Zeitraum von 24 auf fast 450 Euro empor. Deutschland lag mit einem Day-Ahead-Preis von 147,70 Euro am 4. März deutlich über dem Wochenschnitt von knapp 85 Euro.

Zwar seien die Spitzenwerte des Sommers 2022, als die Megawattstunde zeitweise über 600 Euro kostete, noch nicht erreicht. Doch dieser Vergleich tröstet kaum. Denn damals wie heute offenbart sich ein strukturelles Problem, das die deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre mit chirurgischer Präzision bloßlegt: Wer seine eigene Energieversorgung mutwillig demontiert, wird zum Spielball geopolitischer Krisen.

Die Straße von Hormus als Achillesferse Europas

Im Zentrum der aktuellen Turbulenzen steht die Straße von Hormus – jene schmale Meerenge, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gastransporte fließt. Iranische Drohungen haben dazu geführt, dass Reeder ihre Fahrten durch die Passage ausgesetzt hätten. Versicherer würden das Risiko schlicht nicht mehr tragen wollen. Dass Katar als einer der weltweit größten Flüssiggasproduzenten seine Produktion nach Angriffen vorübergehend eingestellt habe, verschärfte den Preisschock zusätzlich.

Die USA haben zwar angekündigt, die Durchfahrt für Ölschiffe militärisch abzusichern. Ob und wann diese Zusage in die Tat umgesetzt werden könne, bleibe allerdings fraglich. Für die europäischen Märkte bedeutet diese Unsicherheit vor allem eines: anhaltende Nervosität und extreme Volatilität.

Analysten zeichnen düstere Szenarien

Das Analysehaus ICIS hat gegenüber der „Wirtschaftswoche" verschiedene Szenarien durchgerechnet, die wenig Anlass zur Beruhigung geben. Bei einer vierwöchigen Blockade der Straße von Hormus könnten die Gaspreise an der TTF-Börse auf 60 Euro pro Monat steigen. Sollte die Blockade drei Monate andauern, wären sogar 85 Euro denkbar. Die Sommerpreise könnten demnach rund 20 Prozent über dem Vorkriegsniveau liegen. Die Strompreise würden den Gaspreisen erfahrungsgemäß mit einer gewissen Verzögerung folgen – Anfang 2026 lagen sie im Schnitt bereits bei etwa 105 Euro pro Megawattstunde.

Das Erneuerbare-Energien-Paradoxon verschärft die Lage

Besonders pikant ist die Rolle, die der massive Ausbau der erneuerbaren Energien bei der täglichen Preisbildung spielt. Tagsüber, wenn die Sonne scheint, flutet Solarstrom den Markt und drückt die Preise – nicht selten sogar ins Negative. Im vergangenen Sommer wurden an zehn europäischen Strombörsen insgesamt 2.821 Stunden mit negativen Strompreisen verzeichnet. Ein neuer Rekordwert, der auf den ersten Blick wie ein Erfolg klingt, in Wahrheit aber ein systemisches Versagen offenbart.

Denn sobald die Sonne untergeht, müssen Gas- und Kohlekraftwerke einspringen, um die Nachfrage zu decken. Und genau hier wird es teuer. Sehr teuer. Die Speicherkapazitäten wachsen deutlich langsamer als die installierte Solarleistung, die in der EU Ende 2025 bei rund 406 Gigawatt lag. Das Ergebnis ist ein Strommarkt, der zwischen extremen Tiefs und schwindelerregenden Hochs pendelt – ein Zustand, der für die Industrie Gift und für die Planungssicherheit der Wirtschaft eine Katastrophe ist.

Grüner Minister fordert Stromsteuersenkung – und wirbt gleichzeitig für E-Autos

Inmitten dieser Krise meldet sich ausgerechnet der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer zu Wort – ein Grünen-Politiker, der die Gunst der Stunde nutzen möchte, um seine ideologische Agenda voranzutreiben. Er fordere eine Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß für alle Bürger. Soweit, so nachvollziehbar. Doch seine Begründung entlarvt die wahre Motivation: Die Senkung solle „zusätzliche Anreize" schaffen, damit Menschen „weg von Öl und Gas hin zu Elektroautos oder Heizungen" wechselten, die mit erneuerbarem Strom betrieben würden.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Mitten in einer Energiekrise, die durch geopolitische Verwerfungen und eine verfehlte Energiepolitik ausgelöst wurde, nutzt ein Grünen-Politiker die Situation, um für Elektroautos und Wärmepumpen zu werben. Die CDU hat den Grünen nicht ohne Grund vorgeworfen, ihren „moralischen Kompass verloren" zu haben. Treffender lässt sich die Realitätsferne kaum beschreiben.

Schwarz-Rot zögert bei der Entlastung der Bürger

Die schwarz-rote Bundesregierung unter Friedrich Merz hat eine Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß zwar in Aussicht gestellt, diesen Schritt bislang jedoch nur für die Industrie umgesetzt. Die normalen Bürger, die ohnehin unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzen, gehen einmal mehr leer aus. Krischer regte darüber hinaus an, die nationale Ölreserve zu mobilisieren – diese sei schließlich für Krisenzeiten vorgesehen. Es könne „eine preisdämpfende Wirkung haben, wenn klar wird, dass die Versorgung erst mal gesichert ist".

Dieser Vorschlag ist zumindest diskussionswürdig. Doch er kaschiert nicht das fundamentale Problem: Deutschland hat sich durch den überhasteten Atomausstieg, die ideologisch getriebene Energiewende und die Abhängigkeit von importiertem Gas in eine Lage manövriert, in der jede geopolitische Krise unmittelbar auf die Energiepreise durchschlägt. Ein Land, das einst über eine der stabilsten und günstigsten Stromversorgungen Europas verfügte, ist zum Sorgenkind des Kontinents geworden.

Gold und Edelmetalle als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten

Die aktuelle Energiekrise verdeutlicht einmal mehr, wie fragil das wirtschaftliche Fundament geworden ist, auf dem Deutschland steht. Steigende Energiepreise treiben die Inflation, schmälern die Kaufkraft und bedrohen ganze Industriezweige. In solchen Zeiten extremer Unsicherheit erweist sich physisches Gold einmal mehr als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein verlässlicher Wertspeicher, der von geopolitischen Verwerfungen und energiepolitischem Versagen unberührt bleibt. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jeder Leser ist angehalten, vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Für Anlageentscheidungen, die auf Basis dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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