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Kettner Edelmetalle
12.03.2026
05:39 Uhr

Energiepreise explodieren: Brüssel greift nach dem Notfallhebel – und Deutschland zahlt die Zeche

Die Straße von Hormus ist gesperrt, die Gaspreise schießen durch die Decke, und in Brüssel wird hektisch nach dem rettenden Strohhalm gesucht. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor dem Europäischen Parlament in Straßburg ein ganzes Arsenal an Maßnahmen ins Spiel gebracht – von Subventionen über Gaspreisdeckel bis hin zu neuen Förderinstrumenten für Stromerzeuger. Zehn Tage Irankrieg hätten den europäischen Steuerzahler bereits zusätzliche drei Milliarden Euro an fossilen Brennstoffimporten gekostet, so die Kommissionspräsidentin. Man fragt sich unwillkürlich: Wer hätte das kommen sehen können?

Die bittere Ernte einer verfehlten Energiepolitik

Nun, die Antwort ist so simpel wie schmerzhaft: Jeder, der noch einen Funken Realitätssinn besitzt. Seit dem selbst verschuldeten Bruch mit Russland als Energielieferant hat sich Europa in eine fatale Abhängigkeit von LNG-Importen manövriert – Flüssiggas, das über genau jene Seewege transportiert wird, die nun zum geopolitischen Pulverfass geworden sind. Durch die Straße von Hormus fließen gewöhnlich rund ein Fünftel der weltweiten LNG-Lieferungen und ein Viertel der globalen Erdöltransporte. Dass diese Achillesferse irgendwann zum Problem werden würde, war keine Frage des Ob, sondern des Wann.

Die Gaspreise an den europäischen Spotmärkten sind seit der iranischen Blockade um mehr als 50 Prozent in die Höhe geschnellt. Der Ölpreis hat zeitweise die magische Marke von 100 US-Dollar je Barrel durchbrochen. Besonders perfide: In den Abendstunden, wenn die vielgepriesenen Solaranlagen naturgemäß keinen Strom liefern, verdoppeln sich die Spotmarktpreise nicht selten gegenüber dem Niveau vor dem Konflikt. Das sogenannte Merit-Order-Prinzip sorgt dafür, dass das teuerste noch benötigte Kraftwerk – in der Regel ein Gaskraftwerk – den Preis für alle bestimmt. Ein Systemdesign, das in Friedenszeiten funktionieren mag, sich in Krisenzeiten jedoch als verheerend erweist.

Von der Leyens Werkzeugkasten: Alter Wein in neuen Schläuchen?

Die Kommissionspräsidentin zerlegte in ihrer Rede die Energierechnung der Verbraucher in ihre Bestandteile: 56 Prozent entfielen auf den Marktpreis des Energieträgers, 18 Prozent auf Netzentgelte, 15 Prozent auf Steuern und Abgaben sowie 11 Prozent auf den CO₂-Preis. Eine „umfassende Lösung" solle alle diese Komponenten adressieren. Klingt ambitioniert. Doch was steckt dahinter?

Als Instrumente brachte von der Leyen sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs) und Differenzverträge (Contracts for Difference) ins Spiel. PPAs sind langfristige Abnahmeverträge, die Investitionen planbarer machen sollen. Differenzverträge wiederum sind Fördermodelle, die Verbraucher vor extremen Preisausschlägen schützen sollen. Wer sich an das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz erinnert fühlt, liegt nicht falsch – und genau da liegt das Problem. Denn die Abnahmegarantien des EEG haben bekanntlich dazu geführt, dass an sonnenreichen Tagen immer häufiger negative Marktpreise auftreten und der Steuerzahler für Strom bezahlt, den niemand braucht. Ein Modell, das man nun auf europäischer Ebene replizieren möchte? Man darf skeptisch sein.

Gaspreisdeckel und Subventionen – Ökonomen warnen

Auch direkte Markteingriffe wie Subventionen oder ein Gaspreisdeckel seien kein Tabu, erklärte von der Leyen. Einige Mitgliedstaaten wie Ungarn und Kroatien haben bereits Preisdeckel für Benzin und Diesel eingeführt – pragmatische Maßnahmen, die den Bürgern unmittelbar helfen. Ökonomen wie Clemens Fuest vom ifo Institut warnen allerdings davor, dass in solchen Fällen die gesamte Volkswirtschaft die Folgekosten der höheren Weltmarktpreise tragen müsse. Eine berechtigte Sorge, die jedoch die Frage aufwirft: Wer trägt die Kosten denn jetzt? Richtig – der Bürger, nur eben ungefiltert und mit voller Wucht.

Deutschland: Ölreserven frei, Kartellrecht scharf

Auf nationaler Ebene hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eigene Maßnahmen angekündigt. Die Internationale Energieagentur forderte ihre Mitgliedstaaten auf, Ölreserven im Umfang von 400 Millionen Barrel freizugeben – die größte koordinierte Freigabe in der Geschichte. Deutschland soll davon 19,5 Millionen Barrel beisteuern. Ein Schritt, der die Märkte beruhigen soll, aber letztlich nur Zeit kauft.

Interessanter ist da schon der zweite Vorstoß der Ministerin: Nach österreichischem Vorbild sollen Tankstellen künftig nur noch einmal täglich die Preise erhöhen dürfen, während Preissenkungen jederzeit zulässig bleiben sollen. Man wolle das „scharfe Schwert des Kartellrechts" auch auf den Kraftstoffsektor ausdehnen, so Reiche. Gegen die Mineralölkonzerne waren Vorwürfe laut geworden, die Endpreise für die Verbraucher unverhältnismäßig stark erhöht zu haben. Eine Maßnahme, die längst überfällig ist – und die zeigt, wie schamlos die Konzerne die Krise zur Gewinnmaximierung nutzen.

Der strategische Fehler, den niemand eingestehen will

Pikant ist in diesem Zusammenhang ein Detail am Rande: Von der Leyen soll sich in einem Gespräch mit dem slowakischen Premierminister Robert Fico dessen Forderung angeschlossen haben, die Versorgung durch die Druschba-Pipeline wiederherzustellen. Die Slowakei und Ungarn werfen der Ukraine vor, die Reparatur der Pipeline aus politischen Gründen zu verzögern. Kiew verweist auf Sicherheitsrisiken durch russische Angriffe. Die Kommissionspräsidentin selbst formulierte diplomatisch, man habe über „erschwingliche Energiepreise bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer sicheren Versorgung" gesprochen. Die Energieunabhängigkeit Europas stehe auf dem Spiel.

Energieunabhängigkeit – ein Wort, das in diesen Tagen wie blanker Hohn klingt. Deutschland hat seine Atomkraftwerke abgeschaltet, die Kohle wird verteufelt, und die erneuerbaren Energien liefern ausgerechnet dann nicht, wenn man sie am dringendsten braucht. Während die EU nun wieder verstärkt auf Kernkraft setzt, hält die Bundesrepublik eisern am Atomausstieg fest. Ein Sonderweg, der Deutschland zum energiepolitischen Geisterfahrer Europas macht.

Wer schützt den deutschen Bürger?

Die Frage, die sich jeder Bürger stellen muss, ist simpel: Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in Jahren ideologiegetriebener Energiepolitik, in der Wunschdenken über physikalische und ökonomische Realitäten gestellt wurde. Statt auf einen diversifizierten Energiemix zu setzen, der Versorgungssicherheit garantiert, hat man sich von einem Lieferanten gelöst, nur um sich in die Abhängigkeit anderer, nicht minder instabiler Quellen zu begeben.

Vom 19. bis 20. März wollen sich die Staats- und Regierungschefs der EU treffen, um über die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu beraten. Man darf gespannt sein, ob dabei mehr herauskommt als die üblichen Sonntagsreden. Denn eines ist klar: Die Energiekrise ist kein Naturereignis – sie ist das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen. Und die Rechnung dafür bezahlt, wie immer, der Bürger.

In Zeiten wie diesen, in denen Papierwährungen durch Inflation und geopolitische Krisen unter Druck geraten und die Energiekosten die Kaufkraft der Bürger auffressen, erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt absichern möchte, sollte die Beimischung von Edelmetallen als elementaren Baustein einer breit gestreuten Anlagestrategie in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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