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Eralps Angst-Vermerk: Jetzt wird Ibrahim Ibrahim zum Rassismus-Opfer!

Eralps Angst-Vermerk: Jetzt wird Ibrahim Ibrahim zum Rassismus-Opfer!
Symbolbild: KI-generiert

Die Linke ist bei der Berliner Wahl stärkste Kraft geworden, und ihre Spitzenkandidatin Elif Eralp will Regierende Bürgermeisterin werden. Jetzt hat sie ein Problem. In einem internen Vermerk, über den der „Spiegel“ berichtet hat, soll sie offen ihre Angst vor dem pro-palästinensischen Aktivisten Ibrahim Ibrahim beschrieben haben. Und was macht das linke Lager daraus? Es erklärt den 70-Jährigen zum Opfer einer rassistischen Kampagne.

Ein Vermerk, der nie öffentlich werden sollte

Laut „Spiegel“ wollte Eralp Teile eines Interviews nicht freigeben, in denen Ibrahim namentlich vorkommt. Ihre internen Anmerkungen seien versehentlich bei der Redaktion gelandet. Darin habe sie geschrieben, sie könne sich und ihre Familie nicht für das Magazin in Gefahr bringen. Öffentlich erklärte sie danach, sie lasse sich von niemandem einschüchtern.

Medienberichten zufolge liegen dem Berliner LKA bislang keine Hinweise auf eine konkrete Bedrohung vor. Trotzdem bleibt eine unbequeme Frage. Wie will eine Politikerin für die Sicherheit von fast vier Millionen Berlinern sorgen, wenn sie sich vor dem Umfeld der eigenen Partei fürchtet? So ähnlich formulierte es auch CDU-Fraktionschef Stefan Evers.

Wer ist Ibrahim Ibrahim?

Ibrahim tritt als Vertreter des „Vereinten Palästinensischen Nationalkomitees“ (VPNK) auf, das regelmäßig Kundgebungen anmeldet. Nach Einschätzung von Sicherheitsbehörden ist das VPNK ein Zusammenschluss von Anhängern der Hamas und der PFLP. Die PFLP ist eine linksterroristische Gruppe, deren Geschichte bis zu den Flugzeugentführungen der 1970er-Jahre zurückreicht.

Dazu kommen seine eigenen Worte. Berichten zufolge nannte Ibrahim im Oktober 2025 auf einer Demonstration den getöteten Hamas-Chef Yahya Sinwar einen „standhaften Führer“ und „Märtyrerhelden“. Sinwar gilt als Drahtzieher des Massakers vom 7. Oktober 2023. Trotzdem soll Ibrahim bei der Linken Neukölln aufgetreten sein, und im Juni 2025 sprach er laut den Berichten sogar auf einer Kundgebung von Amnesty International.

Die Verteidigung: viel Gesagtes, noch mehr Ungesagtes

Über seine Anwälte weist Ibrahim alle Vorwürfe „entschieden“ zurück. Er setze sich friedlich und im Rahmen der Gesetze für die Beendigung der israelischen Besatzung ein, heißt es. Er wünsche sich einen Staat Palästina, in dem Juden, Christen und Muslime gleichberechtigt lebten. Antisemitismus lehne er ab.

Ein Bekenntnis zum Existenzrecht Israels fehlt in der Stellungnahme allerdings. Kritiker halten die Forderung nach einem einzigen Staat für ein bekanntes Muster: Sie klingt versöhnlich und würde doch das Ende des jüdischen Staates bedeuten. Auffällig ist auch, dass die Erklärung palästinensische Opfer beklagt und israelische nicht erwähnt.

Die große Umdeutung

Nach Angaben der B.Z. sagte Ibrahim seine wöchentliche Samstagskundgebung für den 31. Oktober „aus Sorge und Bedenken“ ab. Seitdem macht in linken Netzwerken der Begriff „antipalästinensischer Rassismus“ die Runde.

  • Der Neuköllner Linken-Politiker Basem Said schreibt, er habe Angst vor „rechten Feindbildern“ – nicht vor radikalen Kräften.
  • Die Aktivistin Hannah Bruns, gegen die laut Berichten ein Parteiausschlussverfahren läuft, beschreibt Ibrahim als harmlosen älteren Mann.
  • Die Gruppe Handala, die der sächsische Verfassungsschutz dem palästinensischen Extremismus zuordnet, spricht von einer „rassistischen Kampagne“.
  • Trotzkistische Gruppen wittern Berichterstattung im „Interesse des deutschen Kapitals“ und fordern teils Eralps Rücktritt.

Die taz kommentierte das Ganze auf Instagram mit dem Satz, Angst sei „etwas ganz Normales“, sie könne „sogar Spaß machen“. Lustig ist daran wenig, wenn sich eine mögliche Regierungschefin der Hauptstadt vor Terror-Sympathisanten im eigenen Umfeld fürchtet.

Was das für Berlin bedeutet

Eralp verhandelt gerade mit SPD und Grünen über ein rot-grün-rotes Bündnis. Die CDU hat für den 3. November Gespräche mit SPD und Grünen angekündigt und bietet sich als Alternative an. Aus Sicht unserer Redaktion ist der Fall ein Warnsignal. Wer Kritik an Terror-Verherrlichung pauschal als Rassismus abtut, verharmlost eine Gefahr, die viele Bürger in Berlin längst auf der Straße sehen. Ob SPD und Grüne trotzdem den Weg in diese Koalition gehen, bleibt abzuwarten.

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