
Ethereum rüstet sich gegen Quantencomputer – doch reicht das wirklich?
Während die Welt der Kryptowährungen von einer Schlagzeile zur nächsten taumelt, hat die Ethereum Foundation nun ihre strategischen Prioritäten für das Jahr 2026 verkündet. Ganz oben auf der Agenda: der Schutz vor Quantencomputern. Was zunächst wie Science-Fiction klingt, könnte schon bald bittere Realität werden – und die gesamte Krypto-Branche vor existenzielle Fragen stellen.
Quantenresistenz als Überlebensfrage
Die Ethereum Foundation hat in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung mehrere ambitionierte Ziele formuliert. Neben schnelleren Transaktionen, intelligenteren Wallets und besserer Cross-Chain-Interoperabilität steht vor allem die sogenannte „Post-Quantum Readiness" im Mittelpunkt. Bereits im Januar hatte der Ethereum-Forscher Justin Drake auf der Plattform X verkündet, dass die Stiftung ein eigenes Post-Quantum-Team gegründet habe. Drake sprach von einem „Wendepunkt in der langfristigen Quantenstrategie" der Foundation.
Die Bedrohung ist keineswegs abstrakt. Quantencomputer könnten – sobald sie eine ausreichende Rechenleistung erreichen – die kryptographischen Grundlagen heutiger Blockchain-Systeme aushebeln. Wer dann nicht vorbereitet ist, steht vor einem digitalen Scherbenhaufen. Dass Ethereum dieses Risiko nun proaktiv angeht, mag löblich erscheinen. Doch die entscheidende Frage bleibt: Kommt diese Vorbereitung rechtzeitig?
Gas-Limit, Upgrades und das ewige Versprechen der Skalierung
Neben der Quantensicherheit treibt die Foundation auch die technische Skalierung voran. Das sogenannte Gas-Limit – also die maximale Rechenleistung, die ein Block verarbeiten kann – soll „in Richtung und über 100 Millionen hinaus" angehoben werden. Der Ethereum-Experte Anthony Sassano hatte bereits im November erklärt, dass ein Gas-Limit von 180 Millionen im Jahr 2026 lediglich das Basisszenario darstelle, nicht etwa den Idealfall.
Für 2026 sei zudem das Netzwerk-Upgrade „Glamsterdam" in der ersten Jahreshälfte geplant. Die Foundation bezeichnete das Jahr 2025 als eines der „produktivsten Jahre" überhaupt und verwies auf zwei große Netzwerk-Upgrades – Pectra und Fusaka – sowie die Verdopplung des Gas-Limits von 30 auf 60 Millionen, die erste Erhöhung seit 2021.
Buterins KI-Vision: Fortschritt oder Größenwahn?
Nur wenige Tage vor der Ankündigung hatte Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin seine neueste Vision für die Verschmelzung von Ethereum und künstlicher Intelligenz vorgestellt. Buterin sehe die beiden Technologien als komplementäre Kräfte, die Märkte, finanzielle Sicherheit und menschliche Handlungsfähigkeit verbessern könnten. Sein erklärtes Ziel sei es, dass KI den Menschen stärke, anstatt ihn zu ersetzen – wobei er einräumte, dass die kurzfristigen Anwendungen deutlich „gewöhnlicher" ausfallen dürften.
Man darf sich durchaus fragen, ob solche Visionen nicht eher dem Marketing dienen als der technologischen Substanz. Die Krypto-Branche hat in den vergangenen Jahren immer wieder große Versprechen gemacht – und nicht selten Anleger enttäuscht zurückgelassen.
Die unbequeme Wahrheit über digitale Vermögenswerte
So beeindruckend die technischen Fortschritte bei Ethereum auch sein mögen: Kryptowährungen bleiben hochspekulative Anlagen, deren Wert letztlich auf Vertrauen in Code und Netzwerkeffekte basiert. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheit, steigender Inflation und einer zunehmend fragilen Weltwirtschaft zeigt sich immer wieder, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Wertspeicher eine unverzichtbare Rolle in einem ausgewogenen Portfolio spielen. Während digitale Assets von heute auf morgen durch technologische Umbrüche – wie eben Quantencomputer – bedroht werden können, hat Gold seine Kaufkraft über Jahrtausende bewahrt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung – ob in Kryptowährungen, Edelmetalle oder andere Anlageklassen – sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.
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