
EU-Gipfel im Chaos: Europa ohne Plan, ohne Haltung, ohne Führung

Was als ambitionierter Wirtschaftsgipfel geplant war, droht zur peinlichen Selbstentblößung einer Staatengemeinschaft zu werden, die sich in der schwersten geopolitischen Krise seit Jahrzehnten als handlungsunfähig erweist. Der EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel sollte eigentlich industriefreundliche Impulse setzen – Bürokratieabbau, Binnenmarkt, Start-ups. Stattdessen dominieren Kriege die Agenda, und die europäischen Staats- und Regierungschefs stehen da wie Zuschauer auf der Weltbühne: ratlos, zerstritten und ohne jeden erkennbaren Plan.
Gipfelchef Costa laviert – und sagt nichts
Bezeichnend für den Zustand der europäischen Führung ist bereits das Einladungsschreiben von Ratspräsident António Costa. Der portugiesische Sozialist bringt es fertig, in seiner Einladung weder Donald Trump noch Benjamin Netanjahu beim Namen zu nennen. Stattdessen spricht er nebulös von einer „militärischen Eskalation im Nahen Osten", deren negative Folgen sich auch in Europa bemerkbar machten. Was die EU konkret dagegen zu tun gedenke? Schweigen. Kein Wort. Keine Strategie. Nichts.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Die mächtigste Wirtschaftsgemeinschaft der Welt, mit über 440 Millionen Bürgern, schafft es nicht einmal, eine gemeinsame Position zum Angriff der USA und Israels auf den Iran zu formulieren. Während Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez den Angriff klar verurteilt hat, billigte Bundeskanzler Friedrich Merz ihn. Frankreichs Emmanuel Macron wiederum laviert irgendwo dazwischen – eine Position, die man in Paris offenbar für diplomatische Raffinesse hält, die aber in Wahrheit nur Orientierungslosigkeit offenbart.
„Dies ist nicht unser Krieg" – aber unsere Konsequenzen
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte kühl: „Dies ist nicht unser Krieg." Ein Satz, der in seiner Schlichtheit fast schon bewundernswert wäre, würde er nicht die bittere Realität verschleiern. Denn natürlich treffen die Folgen dieses Krieges Europa mit voller Wucht. Die Energiepreise steigen, die Versorgungssicherheit wackelt, und die ohnehin angeschlagene europäische Wirtschaft ächzt unter den geopolitischen Verwerfungen.
Dabei ist die faktische Beteiligung längst Realität. Frankreich hat Schiffe in die Region entsandt. Deutschland wiederum hat zugesagt, die USA in der NATO zu entlasten – mit verstärkter Präsenz an der Nord- und Ostflanke. Man beteiligt sich also durchaus, nur eben ohne Strategie und ohne gemeinsame Linie. Es ist das alte europäische Spiel: Jeder macht seins, und am Ende wundert man sich, warum niemand Europa ernst nimmt.
Trumps Zorn und Europas Duckmäusertum
US-Präsident Trump hat von den europäischen NATO-Verbündeten Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus gefordert. Dass diese ausbleibt, nannte er „schockierend". „Ich denke, die NATO macht einen sehr dummen Fehler", polterte Trump. Und die EU? Sie duckt sich weg. Sie weiß schlicht nicht, wie sie mit diesem Druck umgehen soll. Jahrzehntelang hat man sich unter dem amerikanischen Sicherheitsschirm bequem eingerichtet, die eigene Verteidigung vernachlässigt und stattdessen lieber über Gendersprache und Klimaneutralität debattiert. Nun, da Washington Gegenleistungen einfordert, steht Europa mit leeren Händen da.
Energiepreise explodieren – und Berlin blockiert
Besonders brisant wird die Debatte über die wirtschaftlichen Kriegsfolgen. Einige EU-Länder haben bereits Spritpreisdeckel eingeführt. In Deutschland dürfen Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen – eine Maßnahme, die bestenfalls als kosmetisch bezeichnet werden kann. Weitergehende Eingriffe lehnt Bundeskanzler Merz ab. Einen Gaspreisdeckel sehe man „sehr skeptisch", heißt es aus Berliner Regierungskreisen. Alle Hilfen müssten „gezielt und befristet" sein.
Man kennt diese Rhetorik. Genauso argumentierte Deutschland bereits während der Energiekrise nach Beginn des Ukraine-Krieges 2022 – und zog damit enormen Unmut auf sich. Dass sich die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD hier nicht weiter vorwagt, dürfte auch damit zusammenhängen, dass das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur die Staatskassen ohnehin bis an die Belastungsgrenze strapaziert. Die Zeche zahlt wie immer der deutsche Steuerzahler – und der Bürger an der Zapfsäule.
Zusätzlichen Sprengstoff birgt der Streit um den Emissionshandel. Italien und Polen fordern seine Aussetzung angesichts der explodierenden Energiekosten. Merz will ihn erhalten. Ein Kompromiss scheint in weiter Ferne – und die europäische Industrie leidet derweil still vor sich hin.
Ukraine-Hilfe: Orbán hält den Geldhahn zu
Als wäre die Nahostkrise nicht genug, schwelt auch der Ukraine-Konflikt weiter. Ein geplanter 90-Milliarden-Euro-Hilfskredit für Kiew wird nach wie vor von Ungarn und der Slowakei blockiert. Ungarns Viktor Orbán formuliert seine Position mit gewohnter Direktheit: „Kein Öl, kein Geld." Er verknüpft die Freigabe der Mittel mit der Reparatur der Druschba-Pipeline, die der ukrainische Präsident Selenskyj wochenlang verweigert hatte.
Zwar haben Costa und Kommissionschefin Ursula von der Leyen überraschend Hilfe im Pipeline-Streit zugesagt – inklusive eines Expertenteams und der Übernahme der Reparaturkosten. Selenskyj nahm das Angebot an, will die Arbeiten aber offenbar erst nach den ungarischen Wahlen Mitte April abschließen lassen. Ein durchsichtiges Manöver, das in Brüssel niemanden täuscht. Mit einem Durchbruch beim Gipfel rechnet dort niemand mehr.
Überfordert an allen Fronten
Das Bild, das sich ergibt, ist ernüchternd. Die EU ist von zwei gleichzeitigen Kriegen schlicht überfordert. Die industriefreundliche Agenda, die eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte, verkommt zur Randnotiz. Steigende Energiepreise sind Gift für die Wirtschaft und für Verbraucher, die vergeblich auf Schutz aus Brüssel warten. Statt entschlossen zu handeln, verliert sich Europa in internen Grabenkämpfen und diplomatischen Floskeln.
Für den deutschen Bürger bedeutet all dies vor allem eines: weiter steigende Preise, weiter wachsende Unsicherheit und eine politische Führung – sowohl in Berlin als auch in Brüssel –, die den Herausforderungen der Zeit nicht gewachsen scheint. In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Verwerfungen die Märkte erschüttern und Währungen unter Druck geraten, erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio klug diversifiziert, sollte diese zeitlose Anlageklasse nicht außer Acht lassen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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