
EU-Klimazoll CBAM: Brüssels neuestes Bürokratie-Monster würgt Europas Industrie ab

Was als ambitionierter Klimaschutz verkauft wird, entpuppt sich als wirtschaftspolitischer Albtraum: Seit dem 1. Januar 2026 greift der EU-Klimazoll CBAM mit voller Härte. Unternehmen, die Stahl, Zement, Aluminium, Dünger, Strom oder Wasserstoff importieren, müssen fortan für jede einzelne Lieferung akribisch nachweisen, wie viel CO₂ bei der Herstellung entstanden ist. Ein bürokratischer Irrsinn, der selbst eingefleischte EU-Befürworter ins Grübeln bringt.
Von der Leyens Green Deal fordert seinen Tribut
Der Carbon Border Adjustment Mechanism – so der sperrige offizielle Name – ist das Herzstück von Ursula von der Leyens EU-Green-Deal. Die Idee klingt zunächst einleuchtend: Europäische Unternehmen sollen vor sogenanntem "Klimadumping" geschützt werden, also vor Billigkonkurrenz aus Ländern, die sich einen feuchten Kehricht um Klimaregeln scheren. Doch wie so oft bei Brüsseler Großprojekten klafft zwischen Theorie und Praxis ein gewaltiger Abgrund.
Die bisherige Meldephase ist Geschichte. Was nun kommt, ist ein verbindliches System mit Dokumentationspflichten, Prüfverfahren und Haftungsrisiken, das selbst gestandene Industriemanager an den Rand der Verzweiflung treibt. Zwar werden die CBAM-Zertifikate voraussichtlich erst ab 2027 verkauft – rückwirkend für 2026 wohlgemerkt – doch die Auswirkungen sind bereits jetzt spürbar. Der CO₂-Kostenfaktor muss in Lieferverträge und Preiskalkulationen eingepreist werden. Die Rechnung zahlt am Ende der Verbraucher.
Top-Ökonom Felbermayr warnt vor dem Kollaps
Gabriel Felbermayr, Chef des renommierten Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO, findet deutliche Worte. Das Ziel sei zwar richtig, die Umsetzung jedoch "brandgefährlich". Die exakte Ermittlung der CO₂-Emissionen in globalen Lieferketten sei schlichtweg kaum praktikabel. Was das für Unternehmen bedeutet? Endlose Nachweise, komplexe Berechnungen, erhebliche bürokratische Kosten. Wer Vorprodukte wie Stahl oder Zement importiert, gerät unter massiven Druck.
Die Folge: Kosten steigen, Investitionen wackeln, Abwanderung droht.
Besonders pikant: Während Importe teurer werden, geraten EU-Exporteure ins Hintertreffen. Sie zahlen CO₂-Kosten – ihre Konkurrenten am Weltmarkt nicht. Ein klassisches Eigentor der europäischen Wirtschaftspolitik, das man in Brüssel offenbar billigend in Kauf nimmt.
Industrie in höchster Alarmbereitschaft
Aus der Wirtschaft hagelt es scharfe Kritik. Rainer Kirchdörfer von der Stiftung Familienunternehmen spricht von einem "unausgereiften System". Viele Verarbeiter seien in höchster Sorge – und das ausgerechnet mitten in einer wirtschaftlich ohnehin schwachen Phase. Die deutsche und österreichische Industrie kämpft bereits mit hohen Energiekosten, Fachkräftemangel und einer schwächelnden Konjunktur. CBAM setzt dem Ganzen nun die Krone auf.
Selbst in Brüssel wächst mittlerweile der Zweifel. Das System wird intern als "zu klobig" und überbürokratisiert beschrieben. Der EU-weite Wirtschaftsdachverband BusinessEurope warnt eindringlich: Entscheidend sei vor allem eine WTO-taugliche Lösung für die Exportfrage. Sonst drohe CBAM zum Standortnachteil zu werden, statt Europas Industrie zu schützen.
Kosmetische Korrekturen ändern nichts am Grundproblem
Die EU reagiert mit halbherzigen Anpassungen. Eine 50-Tonnen-Grenze soll kleine Importeure entlasten. Rund 182.000 Unternehmen würden damit aus dem System fallen – die Hauptlast bleibt bei den Großen. Doch das Grundproblem bleibt ungelöst: Ein bürokratisches Monster, das mehr Schaden anrichtet als es nutzt.
Internationaler Widerstand formiert sich
Große Handelspartner wie China, Indien oder Brasilien betrachten den Klimazoll als verstecktes Handelshemmnis. Der Vorwurf wiegt schwer: Europa zwinge seine Klimapolitik dem Rest der Welt auf. WTO-Streitigkeiten sind vorprogrammiert. In einer Zeit, in der die USA unter Präsident Trump ohnehin massive Zollerhöhungen gegen europäische Produkte verhängt haben, öffnet die EU damit eine weitere Front im globalen Handelskrieg.
Man muss kein Prophet sein, um die Konsequenzen vorherzusagen: Preissteigerungen, die die ohnehin hohe Inflation weiter anheizen. Eine schleichende Deindustrialisierung Europas. Arbeitsplatzverluste in energieintensiven Branchen. Und am Ende eine Wirtschaft, die im globalen Wettbewerb den Anschluss verliert – während man sich in Brüssel auf die Schulter klopft, das Klima gerettet zu haben.
CBAM sollte Europas Industrie schützen. Ohne radikale Vereinfachung und eine saubere Exportlösung droht das genaue Gegenteil: mehr Bürokratie, weniger Wettbewerbsfähigkeit, Abwanderung von Produktion. Ein weiteres Kapitel im Buch der europäischen Selbstsabotage.
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