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Kettner Edelmetalle
17.03.2026
06:55 Uhr

Europas Gasspeicher vor dem Kollaps: Iran-Krise treibt Befüllungskosten um fast 12 Milliarden Euro in die Höhe

Europas Gasspeicher vor dem Kollaps: Iran-Krise treibt Befüllungskosten um fast 12 Milliarden Euro in die Höhe

Was jahrelang als undenkbar galt, wird nun bittere Realität: Europas Gasspeicher starten mit erschreckend niedrigen Füllständen in den Sommer, während gleichzeitig die geopolitische Lage im Nahen Osten die ohnehin fragile Versorgungskette zusätzlich erschüttert. Die Rechnung für diese fatale Kombination aus politischem Versagen und strategischer Kurzsichtigkeit wird am Ende – wie immer – der europäische Verbraucher bezahlen müssen.

Historisches Tief bei den Speicherständen

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Während die europäischen Gasspeicher im Fünfjahresdurchschnitt zu diesem Zeitpunkt bei rund 45 Prozent Füllung lagen, dümpeln sie aktuell bei mageren 29 Prozent vor sich hin. Ein Defizit von 16 Prozentpunkten – das klingt abstrakt, bedeutet aber konkret: Europa muss in den kommenden Monaten rund 67 Milliarden Kubikmeter Gas einlagern, um halbwegs sicher durch den nächsten Winter zu kommen. Das entspricht etwa 700 LNG-Ladungen, satte 180 mehr als im Vorjahr.

Doch woher soll dieses Gas kommen? Die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran und der Produktionsstopp am weltweit größten LNG-Exportkomplex in Katar haben den globalen Gasmarkt in Aufruhr versetzt. Europa, das sich nach dem selbst verordneten Rückzug von russischem Pipelinegas immer stärker auf Flüssigerdgas vom Weltmarkt gestützt hat, steht nun vor den Konsequenzen dieser einseitigen Abhängigkeit.

Von einer Abhängigkeit in die nächste

Man muss sich diese Entwicklung auf der Zunge zergehen lassen: Noch 2021 lag der Anteil von LNG an der europäischen Gasversorgung bei bescheidenen 19 Prozent. Inzwischen sind es über 43 Prozent. Die europäische Energiepolitik hat also lediglich eine Abhängigkeit – jene von russischem Gas – durch eine andere ersetzt, nämlich die vom volatilen globalen LNG-Markt. Wer geglaubt hatte, mit dem Abschneiden der russischen Lieferungen sei die Energiesicherheit Europas gestärkt worden, wird nun eines Besseren belehrt.

Besonders pikant: Mehrere für Europa bestimmte LNG-Tanker haben ihre Route auf offener See geändert und steuern nun asiatische Häfen an. Flüssigerdgas fließt dorthin, wo der höchste Preis gezahlt wird – und Europa konkurriert direkt mit kaufkräftigen asiatischen Abnehmern. Die Versorgungssicherheit des Kontinents hängt damit nicht mehr nur vom eigenen Bedarf ab, sondern von den Preisgeboten anderer Weltregionen. Ein Zustand, den man getrost als strategisches Versagen bezeichnen darf.

Explodierende Kosten – wer zahlt die Zeche?

Der europäische Referenzgaspreis TTF kletterte zeitweise auf rund 59 Euro je Megawattstunde – der höchste Stand seit der Energiekrise 2022. Und die finanziellen Auswirkungen sind bereits jetzt dramatisch messbar: Die Kosten für die zusätzlich benötigten 180 LNG-Ladungen stiegen innerhalb weniger Tage von 5,8 auf 8,7 Milliarden Euro. Für die gesamte Sommerbefüllung der Speicher erhöhten sich die Kosten um rund 11,7 Milliarden auf insgesamt 34,5 Milliarden Euro.

Sollte die Blockade der Straße von Hormus länger als einen Monat andauern, könnte sich die Lage weiter dramatisch verschärfen. Analysten warnen, dass in diesem Szenario etwa sieben Millionen Tonnen LNG vom Weltmarkt verschwinden könnten. Wegen der Konkurrenz aus Asien würden Europa davon effektiv rund 5,5 Millionen Tonnen fehlen. Die Preise dürften dann deutlich über 60 Euro je Megawattstunde steigen – ein Niveau, bei dem die Einlagerung von Gas zunehmend unattraktiv wird und ein gefährlicher Teufelskreis droht.

Russland als lachender Dritter?

Die Ironie der Geschichte könnte kaum bitterer sein. Ausgerechnet Russland, dessen Gaslieferungen Europa mit großem moralischen Pathos zurückgewiesen hat, könnte von der aktuellen Krise profitieren. Wenn Lieferungen aus Katar längerfristig ausfallen, steigt der Druck auf europäische Versorger, alternative Quellen zu erschließen – und Moskau steht bereit. Die USA, bereits jetzt wichtigster LNG-Lieferant Europas, könnten zwar zusätzliche Mengen bereitstellen, doch auch hier sind die Kapazitäten nicht unbegrenzt.

Was bleibt, ist die ernüchternde Erkenntnis, dass Europas Energiepolitik der vergangenen Jahre von ideologischen Wunschvorstellungen statt von nüchterner strategischer Planung geprägt war. Der gleichzeitige Ausstieg aus Kernenergie und russischem Gas, ohne belastbare Alternativen aufgebaut zu haben, rächt sich nun in einer Weise, die selbst Pessimisten überraschen dürfte. Die deutschen Bürger, die ohnehin unter den höchsten Energiepreisen Europas ächzen, werden die Folgen dieser Politik einmal mehr am eigenen Geldbeutel spüren.

Physische Werte als Anker in stürmischen Zeiten

In Zeiten explodierender Energiekosten und geopolitischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. Während Gaspreise, Aktienmärkte und Währungen von Krisen geschüttelt werden, haben sich Gold und Silber über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft einen stabilen Anker gegen die inflationären Folgen einer verfehlten Energiepolitik.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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