
Ex-Geheimdienstchef schlägt Alarm: Putins Schatten über Europa wird länger

Der ehemalige Chef des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, Richard Moore, hat in bemerkenswerter Offenheit vor einer dramatischen Verschärfung der globalen Sicherheitslage gewarnt. Seine Einschätzungen, die ein düsteres Panorama der geopolitischen Realität zeichnen, sollten insbesondere in Berlin aufhorchen lassen – wo man sich allzu lange in der Illusion wiegte, Diplomatie allein könne die Welt zusammenhalten.
Putin als größte Bedrohung der europäischen Ordnung
Moore bezeichne den russischen Präsidenten Wladimir Putin als gefährlicher denn je – gefährlicher als jeden anderen Akteur auf der weltpolitischen Bühne. Eine Einschätzung, die man in den Berliner Regierungsvierteln lange Zeit nicht hören wollte. Jahrelang setzte die deutsche Politik auf billige russische Energie, auf Nord Stream und auf die naive Hoffnung, wirtschaftliche Verflechtung würde Moskau schon zähmen. Das Ergebnis dieser strategischen Blindheit erleben wir seit Februar 2022 in der Ukraine – und die Rechnung dafür zahlt der deutsche Steuerzahler.
Der Ukrainekrieg tobt unvermindert weiter, und Moores Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die westliche Allianz alles andere als geschlossen wirkt. Während Donald Trump in Washington seine „America First"-Agenda mit beispiellosen Zollerhöhungen untermauert und die transatlantische Partnerschaft auf eine harte Probe stellt, muss Europa endlich lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Doch kann es das überhaupt?
Iran-Konflikt entlastet Russland strategisch
Besonders brisant ist Moores Analyse des Zusammenspiels zwischen dem Iran-Konflikt und Russlands strategischer Position. Die dramatische Eskalation im Nahen Osten – Israels Großangriffe auf iranische Atomanlagen und Teherans Vergeltungsschläge – binde nicht nur militärische Ressourcen und diplomatische Aufmerksamkeit des Westens, sondern entlaste Russland ganz unmittelbar. Jede Krise, die Washington und seine Verbündeten andernorts beschäftigt, sei ein Geschenk für den Kreml. Putin verstehe es meisterhaft, solche Gelegenheiten zu nutzen.
Für Europa bedeutet dies eine doppelte Bedrohung: Im Osten ein aggressives Russland, das keinerlei Anzeichen macht, seinen Expansionskurs aufzugeben. Im Süden ein Pulverfass, das jederzeit die Energiemärkte in Brand setzen und neue Flüchtlingsströme auslösen könnte. Und mittendrin ein Deutschland, das sich gerade erst mühsam eine neue Regierung zusammengezimmert hat.
Die NATO unter Druck – und Deutschland in der Pflicht
Moore leite aus der aktuellen Weltlage direkte Konsequenzen für Deutschland ab. Das Verteidigungsbündnis NATO stehe unter wachsendem Druck, und die europäischen Mitgliedstaaten müssten endlich ihre Verteidigungsausgaben massiv erhöhen. Schöne Worte und Sonntagsreden reichen nicht mehr. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur aufgelegt – doch ob davon genug in die Verteidigung fließt, bleibt fraglich.
Man fragt sich unweigerlich: Wie konnte es so weit kommen? Jahrzehntelang hat Deutschland seine Bundeswehr kaputtgespart, hat lieber in ideologische Projekte investiert als in die Sicherheit seiner Bürger. Die Friedensdividende nach dem Kalten Krieg wurde verprasst, als gäbe es kein Morgen. Nun ist das Morgen da – und es sieht finster aus.
Ein Weckruf, der nicht verhallen darf
Die Warnungen eines Mannes, der jahrelang an der Spitze eines der mächtigsten Geheimdienste der Welt stand, sollten nicht als bloße Panikmache abgetan werden. Moore weiß, wovon er spricht. Seine Worte sind ein Weckruf an eine europäische Öffentlichkeit, die sich viel zu lange in einer trügerischen Sicherheit gewiegt hat. Die Frage ist nur: Wird dieser Weckruf gehört – oder verschwindet er im üblichen Rauschen der Nachrichtenflut?
In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Verwerfungen die Weltwirtschaft erschüttern und Währungen unter Druck geraten, erweist sich einmal mehr die zeitlose Weisheit, einen Teil des eigenen Vermögens in physischen Edelmetallen zu sichern. Gold und Silber haben jede Krise der Menschheitsgeschichte überdauert – und werden auch diese überdauern.

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