
Farage plant Massenabschiebungen: Bis zu 600.000 Migranten sollen Großbritannien verlassen
Der britische Politiker Nigel Farage sorgt mit einem radikalen Migrationsplan für Aufsehen. Seine Partei Reform UK kündigt an, im Falle eines Wahlsiegs innerhalb der nächsten fünf Jahre bis zu 600.000 Menschen abzuschieben. Ein Vorhaben, das die britische Migrationspolitik revolutionieren würde – und das zeigt, wie ernst es manchen Politikern mit der Bekämpfung illegaler Einwanderung ist.
Nulltoleranz am Ärmelkanal
Das Herzstück von Farages Plan ist so einfach wie konsequent: Jeder, der illegal per Boot über den Ärmelkanal nach Großbritannien einreist, soll automatisch inhaftiert und abgeschoben werden. Keine Ausnahmen, keine langwierigen Asylverfahren. „Absolut jeden, der auf diesem Weg kommt", betont Farage, wolle man festsetzen und des Landes verweisen. Die Logik dahinter? Wenn die Aussicht auf Erfolg bei null liegt, würden die gefährlichen Überfahrten „innerhalb von Tagen aufhören".
Ein Ansatz, der in seiner Klarheit besticht. Während in Deutschland noch über Obergrenzen diskutiert wird und die Ampel-Nachfolgeregierung unter Friedrich Merz weiter auf europäische Lösungen setzt, die nie kommen werden, zeigt Farage, wie entschlossenes Handeln aussehen könnte.
Internierungslager statt Willkommenskultur
Reform UK plant, ehemalige Militärstützpunkte der Royal Air Force in Internierungslager umzuwandeln. Zusätzlich sollen in abgelegenen Gebieten neue Rückführungszentren entstehen. Innerhalb von anderthalb Jahren könnten dort bis zu 24.000 Menschen untergebracht werden – nicht in komfortablen Unterkünften mit Vollpension, sondern in Einrichtungen, die nur einem Zweck dienen: der schnellen Abschiebung.
„Es geht darum, klare Signale zu senden. Wer illegal kommt, hat hier keine Zukunft", würde Farage wohl sagen.
Auch über alternative Standorte denkt die Partei nach: Lager in Albanien, Ruanda oder sogar auf der britischen Atlantikinsel Ascension Island stehen zur Diskussion. Hauptsache weit weg von britischem Boden, hauptsache abschreckend genug.
Zwei Milliarden Pfund für die Kooperation – oder Sanktionen
Besonders brisant ist Farages Plan für den Umgang mit Herkunftsländern, die sich bisher weigern, ihre Staatsbürger zurückzunehmen. Länder wie Afghanistan oder Eritrea sollen mit zwei Milliarden Pfund „Rücknahmehilfen" zur Kooperation bewegt werden. Wer nicht mitmacht, dem drohen Sanktionen. Eine Politik des Zuckerbrot und Peitsche, die zeigt: Reform UK meint es ernst.
Während deutsche Politiker noch höflich in Kabul oder Asmara anklopfen und um Verständnis werben, würde Farage mit dem Scheckbuch wedeln – und notfalls mit dem Knüppel drohen. Ein Ansatz, der zwar diplomatische Verwerfungen riskiert, aber möglicherweise effektiver wäre als jahrelanges erfolgloses Verhandeln.
Internationale Abkommen? Nicht mit uns!
Der radikalste Teil des Plans betrifft das Völkerrecht. Die geplante „Illegal Migration (Mass Deportation) Bill" würde nicht nur eine gesetzliche Abschiebepflicht festschreiben, sondern auch internationale Vereinbarungen aushebeln. Reform UK kündigt den Austritt aus der Europäischen Menschenrechtskonvention an und will das britische Menschenrechtsgesetz durch eine nationale „Bill of Rights" ersetzen – die nur für legale Einwohner gelten soll.
Ein Schritt, der in Brüssel und Straßburg für Entsetzen sorgen dürfte. Doch Farage scheint das egal zu sein. Nationale Souveränität geht vor internationale Verpflichtungen, lautet die Botschaft. Ein Ansatz, der in Zeiten steigender Migrationszahlen und zunehmender Überforderung der Sozialsysteme bei vielen Wählern auf offene Ohren stoßen dürfte.
Ein Modell für Europa?
Ob Farages Plan tatsächlich umsetzbar ist, bleibt abzuwarten. Kritiker werden von Unmenschlichkeit sprechen, von Verstößen gegen die Menschenwürde. Befürworter hingegen sehen darin endlich eine konsequente Antwort auf die Migrationskrise, die Europa seit Jahren in Atem hält.
Eines ist sicher: Während in Deutschland weiter über Grenzkontrollen diskutiert wird und die neue Große Koalition unter Merz bereits erste Kompromisse mit der SPD eingeht, zeigt Farage, wie eine wirklich konservative Migrationspolitik aussehen könnte. Eine Politik, die nicht auf Integration um jeden Preis setzt, sondern auf klare Regeln und deren konsequente Durchsetzung.
Die Frage ist nur: Haben andere europäische Länder den Mut, ähnliche Wege zu gehen? Oder verharren sie weiter in einer Politik des Durchwinkens und Duldens, die längst an ihre Grenzen gestoßen ist? Die steigenden Kriminalitätszahlen in Deutschland, die täglichen Messerattacken und die Überlastung der Sozialsysteme sprechen eine deutliche Sprache. Es ist höchste Zeit für einen Kurswechsel – und Farage zeigt, wie dieser aussehen könnte.
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