
Feuer am Golf: Wie der Nahost-Pulverfass die Ölmärkte in Atem hält – und was das für Ihr Vermögen bedeutet

Es ist wieder soweit. Während in Deutschland die Große Koalition unter Friedrich Merz mit Milliardenschulden das eigene Land in eine ungewisse Zukunft steuert, brennt es an einem der neuralgischsten Punkte der Weltwirtschaft: die Straße von Hormus. Und diesmal, so scheint es, geht es ans Eingemachte.
Vier- bis fünffache Schlagkraft: Washington schlägt zurück
Nach amerikanischen Angaben soll die jüngste Angriffswelle der USA gegen den Iran vier- bis fünfmal größer ausgefallen sein als die Attacken zehn Tage zuvor. Ein US-Regierungsvertreter erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal Axios, die Operation werde sich über Stunden hinziehen. Von "Bestrafung, nicht Verhältnismäßigkeit" sei die Rede gewesen – und davon, dass die Angelegenheit "so schnell nicht vorüber" sein werde.
Auslöser dieser Eskalation waren mehrere Angriffe der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) auf zivile Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Getroffen wurden nach vorliegenden Informationen ein katarischer LNG-Tanker, ein saudischer Öltanker sowie ein weiteres, nicht identifiziertes Schiff. Das US-Zentralkommando CENTCOM sprach von einer "unbegründeten, gefährlichen und eindeutigen Verletzung der Waffenruhe".
Iran feuert auf US-Kriegsschiffe
Die Antwort Teherans ließ nicht lange auf sich warten. Iranische Staatsmedien berichteten, die eigenen Streitkräfte hätten mehrere Anti-Schiffs-Raketen und Drohnen auf US-Marineschiffe im Golf von Oman abgefeuert. Gleichzeitig meldete der staatliche Rundfunk, "die meisten Angriffe" der Amerikaner im Süden des Landes hätten "zivile Gebiete" getroffen – eine Behauptung, die sich unabhängig nicht bestätigen ließ und die man mit der gebotenen Skepsis behandeln sollte, wenn sie aus dem Munde eines Regimes stammt, das die Wahrheit traditionell eher als Verhandlungsmasse betrachtet.
"Es ist völlig klar, dass die Vereinigten Staaten die Verhandlungen mit dem Iran zum Scheitern bringen werden" – so ließ sich ein Berater der iranischen Führung im Staatsfernsehen zitieren.
Das teuerste Rohstoff-Nadelöhr der Welt
Wer die Straße von Hormus kontrolliert, kontrolliert einen erheblichen Teil des globalen Energieflusses. Kein Wunder also, dass das Joint Maritime Information Center die Bedrohungsstufe für diese Meerenge auf "Severe" – also die höchste Warnstufe – angehoben hat. Analysten berichten von mindestens drei, womöglich sogar fünf getroffenen Schiffen innerhalb von 24 Stunden. Zahlreiche Frachter hätten ihre Transponder abgeschaltet und seien "dunkel" unterwegs.
Besonders pikant: Während der Iran fremde Tanker unter Beschuss nimmt, belädt er munter seine eigenen Schiffe am Ölterminal Kharg Island. Ein Manöver, das die ganze Doppelmoral dieses Konflikts offenlegt.
Washington dreht dem Iran den Ölhahn zu
Als wäre die militärische Lage nicht angespannt genug, widerrief das US-Finanzministerium überraschend die erst am 21. Juni erteilte Lizenz, die dem Iran den Ölverkauf auf dem freien Markt gestattet hatte. Damit fällt der wichtigste wirtschaftliche Anreiz des brüchigen Interimsabkommens weg. Der Brent-Ölpreis reagierte prompt und kletterte um rund fünf Prozent auf knapp 76 US-Dollar pro Barrel.
Ein Beobachter brachte die vertrackte Gemengelage treffend auf den Punkt: Der Iran wolle Geld, die USA den freien Energiefluss – und keine Seite bekomme derzeit, was sie wolle. Ein Pulverfass mit angezündeter Lunte.
Was die Turbulenzen für den Anleger bedeuten
Die europäischen Gaspreise schossen zeitweise um bis zu sechs Prozent nach oben – der stärkste Anstieg seit einem Monat. Frankreich senkte prompt seine Wachstumsprognose für 2026. Und Deutschland? Steht mit seiner energiepolitischen Selbstkasteiung, dem panischen Ausstieg aus verlässlichen Energiequellen und der grün gefärbten Ideologie der Vorjahre besonders verwundbar da. Ein Land, das sich abhängig gemacht hat, zittert nun bei jeder Rakete am Golf.
Interessant ist die Bewegung beim Gold: Der Preis gab im Zuge der Meldungen kurzfristig nach und fiel unter 4.120 US-Dollar je Unze, weil die Angriffe Inflationssorgen neu entfachten. Ein solcher kurzfristiger Rücksetzer sollte niemanden täuschen. Gerade in Zeiten, in denen geopolitische Krisen im Wochentakt eskalieren, in denen Regierungen mit dreistelligen Milliardensummen jonglieren und Papierwährungen durch die Notenpressen verwässert werden, beweist das Edelmetall seine Rolle als Fels in der Brandung. Wer die Geschichte kennt, weiß: In jeder echten Krise war physisches Gold der zuverlässigste Wertspeicher.
Die Straße von Hormus mag Tausende Kilometer entfernt sein. Doch ihre Erschütterungen erreichen den Sparstrumpf des deutschen Bürgers schneller, als es der Politik lieb ist. Ein breit gestreutes Vermögen, dem physische Edelmetalle als solides Fundament beigemischt sind, ist in solchen Zeiten kein Luxus, sondern schlichte Vernunft.
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Die in diesem Beitrag dargestellten Informationen und Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Sie stellen keinerlei Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Investitionsentscheidungen selbst. Die Entwicklung von Rohstoff-, Öl- und Edelmetallpreisen unterliegt Schwankungen, historische Wertentwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft.

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