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Kettner Edelmetalle
16.09.2026
14:51 Uhr
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Feuer nach dem Wahlsieg: Bekennerschreiben nennt AfD-Politiker

Feuer nach dem Wahlsieg: Bekennerschreiben nennt AfD-Politiker
Symbolbild: KI-generiert

In der Altmark ist ein über 200 Jahre altes Stück Vereinsgeschichte in Flammen aufgegangen. In der Nacht zum 11. September brannte das Schützenhaus in Klötze (Sachsen-Anhalt) nieder. Zwei Tage später tauchte im Netz ein anonymer Text auf, dessen Verfasser behaupten, das Feuer gelegt zu haben – als Ziel nennen sie einen AfD-Bundestagsabgeordneten.

100 Feuerwehrleute, sechsstelliger Schaden

Eine Polizeistreife entdeckte den Brand gegen 3.55 Uhr. Mehr als 100 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, der Versammlungsraum des Vereins wurde vollständig zerstört. Die Polizei geht nach Medienberichten von einem Schaden im sechsstelligen Bereich aus.

Vernichtet wurde dabei nicht nur Inventar. Berichten aus der Region zufolge fielen dem Feuer auch historische Dokumente aus der mehr als zwei Jahrhunderte alten Geschichte des Schützenvereins zum Opfer. Was Generationen bewahrt haben, war in einer Nacht Asche.

„FROHES NEUES“ in roter Farbe

An dem Gebäude fanden die Ermittler einen mehrere Meter langen Schriftzug in roter Farbe: „FROHES NEUES“. Laut Polizei war das Graffito am Vorabend noch nicht vorhanden. Zeugen berichteten zudem von einem niedergetretenen Zaun auf dem verschlossenen Vereinsgelände.

Am 13. September erschien auf zwei Internetplattformen des linken Spektrums derselbe anonyme Text. Darin heißt es:

„In der Nacht auf den 11. September haben wir im Vereinsheim und Trainingsplatz des Schützenvereins in Klötze einen Brand gelegt.“

Zur Begründung verweisen die Verfasser auf den AfD-Abgeordneten Thomas Korell, der in dem Verein trainiert. Auch „bewaffneten Nazis“ lasse sich „das Handwerk legen“, behaupten sie weiter. Die Polizei bestätigte, das Schreiben sei bekannt und werde in die Ermittlungen einbezogen. Eine Brandstiftung könne derzeit weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Laut einem Bericht der „Bild“ befasst sich inzwischen der Staatsschutz mit dem Fall.

Fünf Tage nach dem politischen Erdbeben

Das Feuer brach fünf Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aus. Die AfD wurde dort mit 43,8 Prozent der Zweitstimmen mit Abstand stärkste Kraft, die CDU stürzte nach offiziellen Zahlen auf 17,2 Prozent ab – ein Minus von rund 20 Punkten. Im Wahlkreis Gardelegen-Klötze erreichte die AfD 42,0 Prozent; das Direktmandat ging mit 41,5 Prozent der Erststimmen an ihren Kandidaten Sebastian Koch.

Korell gehört dem Verein tatsächlich an. Nach Angaben regionaler Medien ist er dort unregelmäßig aktiv, besitzt eine Waffenbesitzkarte und mehrere Langwaffen – alles legal, alles behördlich registriert.

Eine Statistik, die niemand gern zitiert

Wer glaubt, Gewalt von links sei ein Randphänomen, sollte in den amtlichen Zahlen nachlesen. Laut Verfassungsschutzbericht stieg die Zahl linksextremistisch motivierter Straftaten 2025 um 38,9 Prozent auf 8.133 Delikte. Die linksextremistischen Gewalttaten schnellten demselben Bericht zufolge um 60,9 Prozent auf 856 nach oben.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart der Fall Klötze ein Klima, in dem politische Gegnerschaft für manche offenbar zur Lizenz für Zerstörung wird. Kritiker bemängeln seit Jahren, dass Präventionsprogramme und öffentliche Debatten den Linksextremismus kleinreden. Für viele Bürger auf dem Land ist ein Schützenhaus kein politisches Symbol, sondern Heimat, Tradition, Ehrenamt.

Die Ermittlungen laufen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für jeden Beschuldigten die Unschuldsvermutung – auch für die anonymen Verfasser, deren Behauptungen bislang unbewiesen sind.

Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechtsberatung dar.

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