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24.10.2026
21:32 Uhr
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Frankreich brennt erneut: „Akt II“ bringt Tränengas und Plünderungen

Frankreich brennt erneut: „Akt II“ bringt Tränengas und Plünderungen
Symbolbild: KI-generiert

Eine Woche nach den Krawallen folgt der zweite Akt. Am Samstag zogen in Frankreich wieder Hunderttausende durch die Straßen, und in Paris, Marseille, Nantes, Lyon und Toulouse kam es erneut zu heftigen Zusammenstößen mit der Polizei. Unser Nachbarland erlebt einen Herbst der Wut, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Paris: Wasserwerfer an der Porte de Vincennes

Aufgerufen zum „Acte II“ hatten unter anderem die Gelbwesten und die Gewerkschaften. Allein in der Hauptstadt zählte die Polizei rund 110.000 Demonstranten. Der Zug startete an der Porte d'Italie und endete an der Porte de Vincennes. Dort kippte die Stimmung.

Laut Polizei wurden die Beamten mit Gegenständen beworfen. Sie antworteten mit Tränengas und einem Wasserwerfer. In Paris gab es 65 Festnahmen. Landesweit sollen es Medienberichten zufolge fast 1.000 Festnahmen gewesen sein.

Marseille: Barrikaden, Feuer, Angriffe auf Juweliere

In der Hafenstadt sind die Spuren des vergangenen Wochenendes noch nicht beseitigt. Damals sollen mehr als 300 Geschäfte geplündert worden sein, Randalierer stürmten sogar das Rathaus. Örtliche Wirtschaftsvertreter sprachen in internationalen Medien von über 500 beschädigten Betrieben.

Auch an diesem Samstag blieb es nicht ruhig. Laut Polizei errichteten Gruppen Barrikaden aus Metallplatten, zündeten Mülltonnen an und warfen Steine und Flaschen auf die Einsatzkräfte. Die Krawalle hielten bis nach Sonnenuntergang an. Zwei Juweliergeschäfte wurden angegriffen. Wenn Plünderer zuerst zu Gold und Schmuck greifen, sagt das einiges darüber aus, was in unsicheren Zeiten als echter Wert gilt.

Abgerissene Finger in Toulouse

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, erlitt ein Demonstrant in Toulouse eine schwere Verletzung an der Hand. Ein Ersthelfer sprach von mehreren abgerissenen Fingern. In Nantes wurde geplündert, dort gab es sechs Festnahmen, und die Polizei setzte Wasserwerfer und gepanzerte Fahrzeuge ein. In Lyon wurden Beamte mit Feuerwerkskörpern angegriffen.

Vom Schulprotest zur Staatskrise

Begonnen hatte alles im September mit Schülerprotesten gegen schlechte Bedingungen an den Schulen. Bald ging es um mehr, nämlich um die explodierenden Lebenshaltungskosten. Am 17. Oktober zählte das Innenministerium landesweit 550.000 Teilnehmer, die Gewerkschaft CGT sprach von 800.000. Die Bilanz laut Regierung: rund 1.200 Festnahmen und 150 verletzte Polizisten. In Limoges brannte das denkmalgeschützte Rathaus weitgehend aus.

Premierminister Sébastien Lecornu sprach damals von Gewalt „extremer Intensität“. Innenminister Laurent Nuñez machte gewaltbereite linksradikale Gruppen verantwortlich, denen sich Plünderer angeschlossen hätten. Vor dem zweiten Protestsamstag wurde Berichten zufolge sogar das Militär zur Unterstützung der Polizei eingeplant. Ein Staat, der Soldaten gegen Krawalle aufbieten muss, hat ein Problem, das weit über einen schlechten Samstag hinausgeht.

Orléans: Gegendemo zum RN-Parteitag

In Orléans hielt der Rassemblement National einen Parteitag ab. Dagegen hatten rund 50 überwiegend linke Organisationen zum Protest aufgerufen. Laut Präfektur kamen etwa 11.000 Menschen, gesichert von rund 3.000 Polizisten und Gendarmen. Nach bisherigem Stand verlief diese Demonstration weitgehend friedlich.

Bis zur Präsidentschaftswahl sind es nur noch rund sechs Monate. Präsident Emmanuel Macron ist in seinen letzten Amtsmonaten, und die Lager schieben sich gegenseitig die Schuld zu.

Was das für Deutschland bedeutet

Frankreich ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone. Das Land ist hoch verschuldet, politisch zerstritten und nun auch auf der Straße kaum noch zu befrieden. Das ist nicht nur ein Problem in Paris. Es betrifft die Stabilität des Euro und damit auch das Ersparte deutscher Familien.

Aus Sicht unserer Redaktion zeigen die Bilder, wie schnell sozialer Frieden zerbrechen kann, wenn die Teuerung die Mittelschicht aufzehrt. Wer vorsorgen will, sollte über physisches Gold und Silber nachdenken. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen haben sie sich in Krisenzeiten über Jahrhunderte bewährt.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Jeder Leser muss selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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