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Kettner Edelmetalle
26.02.2026
06:36 Uhr

Frankreichs Atomstrom-Bonanza: EDF schwimmt in Milliarden – während Deutschland im Dunkeln steht

Während Deutschland sich mit ideologischer Verbissenheit von der Kernenergie verabschiedet hat und nun bei jeder Dunkelflaute nervös gen Westen blickt, fährt der französische Energiegigant EDF einen Milliardengewinn nach dem anderen ein. Die Zahlen für 2025 sprechen eine Sprache, die deutlicher kaum sein könnte: 13,1 Milliarden Euro operatives Ergebnis und ein Nettogewinn von 8,6 Milliarden Euro. Man könnte fast meinen, die Franzosen hätten verstanden, was eine verlässliche Energieversorgung für eine Volkswirtschaft bedeutet.

Die Renaissance der Kernkraft – in Zahlen gegossen

Die 57 französischen Reaktoren produzierten im vergangenen Jahr rund 373 Terawattstunden Strom – ein Anstieg von etwa drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit nähert sich die Produktion wieder dem Niveau von 2019, als noch 380 Terawattstunden erzeugt wurden. Die Jahre der Corona-Pandemie und die zwischenzeitlichen Korrosionsprobleme scheinen endgültig überwunden. Was für ein Kontrast zum deutschen Weg, wo man funktionierende Kraftwerke abschaltete und nun auf das launische Zusammenspiel von Wind und Sonne hofft.

Besonders bemerkenswert ist der neue Exportrekord: Netto 92 Terawattstunden flossen 2025 ins europäische Ausland. Rund 70 Prozent davon dürften aus Kernkraftwerken stammen. Der wirtschaftliche Wert dieser Ausfuhren bewegt sich im mittleren einstelligen Milliardenbereich. Frankreich festigt damit seine Position als Stromlieferant Europas – eine Rolle, die Deutschland einst selbst beanspruchte.

Deutschlands stille Abhängigkeit

Die Zahlen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme legen eine unbequeme Wahrheit offen, die man in Berlin lieber verschweigen würde. Zuletzt importierte Deutschland 13,7 Terawattstunden aus Frankreich, während lediglich 2,5 Terawattstunden in die Gegenrichtung flossen. Das Verhältnis hat sich seit dem deutschen Atomausstieg im April 2023 dauerhaft umgekehrt. Deutschland, einst Netto-Exporteur, ist zum Bittsteller geworden.

Wer hätte das gedacht? Ein Land, das seine eigenen Kernkraftwerke abschaltet, muss anschließend den Atomstrom des Nachbarn kaufen – und zwar zu dessen Konditionen. Die Ironie könnte kaum größer sein. Vor allem in Dunkelflauten, wenn weder Wind weht noch die Sonne scheint, steigt die Nachfrage nach französischem Strom sprunghaft an. Die deutschen Verbraucher zahlen die Zeche für eine Energiepolitik, die Ideologie über Pragmatismus gestellt hat.

Sechs Cent pro Kilowattstunde – ein Preis, von dem Deutschland träumen kann

Die französische Energieregulierungsbehörde CRE beziffert die mittelfristigen Produktionskosten des Atomstroms auf rund sechs Cent pro Kilowattstunde. Niedrige Brennstoffkosten und der Wegfall von CO₂-Abgaben im europäischen Emissionshandel machen die Kernenergie im Wettbewerb nahezu unschlagbar. Während deutsche Industrieunternehmen unter explodierenden Energiekosten ächzen und reihenweise Standorte schließen, lockt Frankreich mit genau diesem Preisvorteil internationale Investoren an.

Pascal Cagni, Vertreter der französischen Wirtschaftsförderung, brachte es auf den Punkt: Frankreich verfüge über einen Wettbewerbsvorteil, den nur wenige große Volkswirtschaften der Welt für sich beanspruchen könnten – reichlich und weitgehend CO₂-freier Strom. Rund 95 Prozent der französischen Stromerzeugung seien kohlenstoffarm, wobei neben der Kernenergie auch erneuerbare Quellen etwa 25 Prozent beisteuerten.

KI-Boom und Rechenzentren: Frankreich als Magnet für Milliarden-Investitionen

Der Hunger der Künstlichen Intelligenz nach Rechenleistung – und damit nach stabiler Energieversorgung – spielt Frankreich zusätzlich in die Karten. Große Rechenzentren benötigen eine Stromversorgung, die rund um die Uhr verlässlich funktioniert. Genau das können Kernkraftwerke liefern, Windräder und Solarpaneele hingegen nicht. Die Vereinigten Arabischen Emirate planen Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro in einen KI-Campus mit Rechenzentrum auf französischem Boden. Ein Signal, das an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.

Während Frankreich sich als bevorzugter Standort für die digitale Zukunft Europas positioniert, verliert Deutschland im internationalen Wettbewerb um Großinvestitionen zunehmend den Anschluss. Wer würde ein milliardenschweres Rechenzentrum in einem Land errichten, dessen Energieversorgung vom Wetter abhängt und dessen Strompreise zu den höchsten der Welt gehören?

Schatten auf der Bilanz – aber die Richtung stimmt

Freilich ist nicht alles Gold, was bei EDF glänzt. Eine Abschreibung von 2,5 Milliarden Euro belastete die Bilanz, verursacht durch das chronisch verzögerte und immer teurere britische Bauprojekt Hinkley Point C. Auch die geplanten sechs neuen Reaktoren in Frankreich mit geschätzten Baukosten von 72,8 Milliarden Euro werfen langfristige Finanzfragen auf. Doch im Gegensatz zur deutschen Energiepolitik investiert Frankreich wenigstens in eine Zukunft, die auf physikalischen Realitäten basiert – nicht auf ideologischen Wunschvorstellungen.

Mit dem Auslaufen des Sondermechanismus ARENH Ende 2025, der EDF zur Abgabe von 100 Terawattstunden zu festen Sonderkonditionen verpflichtete, eröffnen sich dem Konzern nun zusätzliche Erlösmöglichkeiten. Großkunden verhandeln individuelle Langfristverträge zu höheren Preisen. Die energiepolitische Linie Frankreichs bleibt unmissverständlich auf Kernenergie ausgerichtet.

Ein Lehrstück für Deutschland

Die EDF-Bilanz 2025 ist mehr als eine Unternehmensmeldung. Sie ist ein Lehrstück darüber, was geschieht, wenn ein Land seine Energiepolitik an der Realität ausrichtet statt an grünen Träumereien. Frankreich produziert günstigen, verlässlichen und weitgehend CO₂-freien Strom, zieht damit Milliarden-Investitionen an und exportiert seinen Überschuss gewinnbringend – unter anderem an Deutschland, das seinen eigenen Atomstrom mutwillig abgeschafft hat.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz täte gut daran, dieses Beispiel nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern daraus Konsequenzen zu ziehen. Denn eines zeigt die französische Erfolgsgeschichte mit aller Klarheit: Günstige und verlässliche Energie ist kein Luxus, sondern die Grundlage jeder wettbewerbsfähigen Volkswirtschaft. Wer das ignoriert, wird den Preis in Form von Deindustrialisierung, Arbeitsplatzverlusten und steigenden Lebenshaltungskosten zahlen. Die Rechnung dafür liegt bereits auf dem Tisch – und sie wird von Tag zu Tag höher.

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