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17.04.2026
07:25 Uhr

Fußball-WM 2026: Iran darf spielen – Russland bleibt ausgesperrt

Fußball-WM 2026: Iran darf spielen – Russland bleibt ausgesperrt

Die Doppelmoral des Weltfußballs feiert fröhliche Urständ. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat am Rande einer Wirtschaftskonferenz des US-Senders CNBC unmissverständlich klargestellt, dass der Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA teilnehmen werde. Man hoffe, so Infantino, dass sich die geopolitische Lage bis dahin beruhigt habe – das würde „definitiv helfen". Eine bemerkenswert nüchterne Einschätzung angesichts der Tatsache, dass Israel und Iran sich erst kürzlich in einer dramatischen militärischen Eskalation gegenüberstanden.

Sportliche Qualifikation schlägt politische Bedenken – aber nur selektiv

Der Iran habe sich sportlich qualifiziert, betonte der FIFA-Chef. Die Spieler wollten spielen, sie repräsentierten ihr Volk. In der Gruppenphase soll die iranische Nationalmannschaft in der Gruppe G antreten, mit zwei Partien in Los Angeles und einem Spiel in Seattle. Als Mannschaftsquartier sei Tucson im Bundesstaat Arizona vorgesehen. So weit, so sachlich.

Doch wer genauer hinschaut, dem drängt sich eine unbequeme Frage auf: Warum gilt für den Iran, dessen Regime seit Jahrzehnten über Stellvertretergruppen wie die Hisbollah und die Hamas Terror exportiert, eine andere Messlatte als für Russland? Moskaus Nationalmannschaft wurde nach dem Einmarsch in die Ukraine 2022 von sämtlichen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen – und bleibt es bis heute. Der Iran hingegen, der offen die Vernichtung Israels propagiert und erst vor wenigen Wochen Raketen auf israelisches Territorium abfeuerte, darf nicht nur teilnehmen, sondern seine Gruppenspiele ausgerechnet auf amerikanischem Boden austragen.

Infantinos Mantra: „Sport steht außerhalb der Politik"

Der FIFA-Präsident wiederholte gebetsmühlenartig seine Standardformel: Sport solle außerhalb der Politik stehen. Ein hehres Ideal, gewiss. Doch die Realität sieht anders aus. Die FIFA selbst hat mit dem Ausschluss Russlands bewiesen, dass sie sehr wohl bereit ist, politische Entscheidungen zu treffen – wenn der Druck groß genug ist und die richtige Seite drängt. Dass Infantino nun beim Iran plötzlich zum unpolitischen Sportfunktionär mutiert, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Teheran hatte zwischenzeitlich sogar einen Boykott der WM erwogen und gefordert, seine Gruppenspiele nicht in den Vereinigten Staaten austragen zu müssen. Die FIFA lehnte dieses Ansinnen ab. Offenbar reichte die Empörung des Mullah-Regimes dann doch nicht aus, um auf die größte Bühne des Weltfußballs zu verzichten. Pragmatismus schlägt Ideologie – zumindest wenn es um Fernsehgelder und globale Aufmerksamkeit geht.

Die Gretchenfrage der internationalen Sportpolitik

Was diese Episode einmal mehr offenlegt, ist die fundamentale Scheinheiligkeit internationaler Sportverbände. Es werden Maßstäbe angelegt, die je nach geopolitischer Wetterlage und medialem Druck beliebig verschoben werden. Russland wird sanktioniert, der Iran nicht. Die USA, die selbst in zahlreiche völkerrechtlich fragwürdige Militäroperationen verwickelt waren und sind, dürfen als Gastgeber auftreten. Wer hier noch von Gleichbehandlung spricht, hat entweder den Verstand verloren oder verdient prächtig an der Veranstaltung.

Für den aufmerksamen Beobachter bleibt die bittere Erkenntnis: Der Weltfußball ist längst kein unpolitischer Raum mehr – er war es vermutlich nie. Er ist ein Spielfeld der Mächtigen, auf dem Regeln nur so lange gelten, wie sie den Interessen der Entscheidungsträger dienen. Infantinos Beschwörung, Sport und Politik zu trennen, klingt vor diesem Hintergrund wie das Pfeifen im Walde. Oder, um es mit den Worten eines Kommentators zu sagen: Fairness ist ein zweites Paar Schuhe.

Wenn Kultur und Sport verpolitisiert werden, dann fehlen die Völker verbindenden Elemente, die dem Frieden in dieser Welt förderlich sind.

Dieser Gedanke, so schlicht er klingen mag, trifft den Kern des Problems. Denn solange internationale Sportverbände mit zweierlei Maß messen, solange sie den einen bestrafen und den anderen gewähren lassen, wird der Sport nicht verbinden, sondern spalten. Die WM 2026 könnte zum Schauplatz einer geopolitischen Farce werden, bei der das Runde ins Eckige soll – während drumherum die Welt in Flammen steht.

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