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Kettner Edelmetalle
20.08.2026
05:46 Uhr
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Gas-Schock im Anmarsch: Netzagentur warnt Mieter vor teurem Winter

Gas-Schock im Anmarsch: Netzagentur warnt Mieter vor teurem Winter
Symbolbild: KI-generiert

Deutschlands Gasspeicher sind nur knapp zur HĂ€lfte gefĂŒllt – und die Preise ziehen an. Der PrĂ€sident der Bundesnetzagentur, Klaus MĂŒller, stellt Verbraucher und Mieter nun offen auf höhere Rechnungen ein. Auslöser sei vor allem die Sperrung der Straße von Hormus infolge des Iran-Krieges.

„Das ist nicht zu vermeiden“

GegenĂŒber dem Nachrichtenportal t-online sprach MĂŒller von großer Unsicherheit an den MĂ€rkten. Seine Botschaft an die Haushalte fĂ€llt unmissverstĂ€ndlich aus:

„Wir sehen sehr viel Unsicherheit durch die Sperrung der Straße von Hormus. Das wiederum heißt: Gasverbraucher, Mieter sollten sich auf höhere Rechnungen einstellen.“

Immerhin: Ein Anzeichen fĂŒr eine dauerhafte Entspannung am Gasmarkt sehe er derzeit nicht, so MĂŒller. Die Preise lĂ€gen aber bei Weitem nicht auf dem Niveau von 2022, als nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die Energiekosten explodierten. Nach Medienberichten haben sich die Gaspreise seit Beginn des Iran-Krieges allerdings verdoppelt.

Speicher halb leer – Winter vor der TĂŒr

Die Zahlen sind ernĂŒchternd. Laut der europĂ€ischen Speicherplattform Agsi waren die deutschen Gasspeicher am Montag zu 49,9 Prozent gefĂŒllt, EU-weit lag der FĂŒllstand bei rund 61 Prozent. Zum Vergleich: In frĂŒheren Jahren waren die Speicher um diese Zeit deutlich besser bestĂŒckt.

Die Initiative Energien Speichern (Ines), ein Zusammenschluss deutscher Gas- und Wasserstoffspeicherbetreiber, hatte Anfang Juli bei damals 41 Prozent erklĂ€rt, technisch sei eine BefĂŒllung bis zum 1. November auf 76 Prozent machbar. Das Problem sei nicht die Physik, sondern der Preis: Die aktuellen Marktbedingungen setzten „kaum Anreize zur Einspeicherung von Gas“ und gefĂ€hrdeten die Versorgungssicherheit im Winter.

Ines-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Sebastian Heinermann verwies laut Medienberichten darauf, dass die Infrastruktur grundsĂ€tzlich ausreiche – entscheidend seien jedoch tatsĂ€chliche Buchungen. Andernfalls steige das Risiko fĂŒr den kommenden Winter erheblich.

Schwarzer Peter fĂŒr die HĂ€ndler

MĂŒller nimmt die GashĂ€ndler in die Pflicht und lehnt Hilferufe nach dem Steuerzahler ab. Es sei ausreichend Gas verfĂŒgbar, sagte er; er könne sich nicht vorstellen, dass ein HĂ€ndler seinen Kunden im Winter EngpĂ€sse mit fehlender Vorsorge erklĂ€ren wolle. VorwĂŒrfe der Speicherbetreiber, Abgaben, Netzentgelte und BĂŒrokratie machten das Einspeichern unrentabel, weist er zurĂŒck – Bundestag und Bundesregierung hĂ€tten mit der Abschaffung der Gasspeicherumlage die Branche um Milliarden entlastet.

Als Puffer nennt der Behördenchef die LNG-Terminals: Sie könnten im Winter etwa zehn bis 15 Prozent des deutschen Gasverbrauchs abdecken. Gas gebe es auf den WeltmĂ€rkten genug – nur eben teurer.

Die Rechnung zahlt am Ende der BĂŒrger

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart die Lage ein grundsĂ€tzliches Problem: Ein Industrieland, das gleichzeitig aus Kernkraft und Kohle ausgestiegen ist und russische Pipelines verloren hat, hĂ€ngt heute an Tankern und an einer Meerenge am anderen Ende der Welt. Jede geopolitische ErschĂŒtterung schlĂ€gt damit direkt auf die Nebenkostenabrechnung durch.

FĂŒr Millionen Mieter heißt das schlicht: Der nĂ€chste Winter könnte spĂŒrbar teurer werden. Wer sein Vermögen gegen solche Energiepreis- und InflationsschĂŒbe absichern will, zieht neben klassischen RĂŒcklagen traditionell auch physische Edelmetalle als Beimischung in Betracht – Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als Krisenanker.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser muss seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich treffen und selbst prĂŒfen.

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