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Kettner Edelmetalle
31.03.2026
11:51 Uhr

Geisterdrohnen aus Down Under: Bundeswehr rüstet mit australischen Kampfrobotern auf

Während Deutschland jahrelang über Bewaffnung von Drohnen debattierte, als ginge es um eine philosophische Grundsatzfrage, schaffen andere Nationen längst Fakten. Nun soll die Bundeswehr bis 2029 mit hunderten autonomen Kampfdrohnen aus australischer Fertigung ausgestattet werden – ein Schritt, der ebenso überfällig wie bezeichnend ist für den Zustand der deutschen Verteidigungsfähigkeit.

Die „Ghost Bat" – ein Gespenst für Deutschlands Gegner?

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall und Boeing Australia haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um die sogenannte „MQ-28 Ghost Bat" für die deutsche Luftwaffe verfügbar zu machen. Das unbemannte Kampfflugzeug wurde ursprünglich von Boeing Australia in Zusammenarbeit mit der australischen Luftwaffe entwickelt und befindet sich dort nach erfolgreichen Tests bereits in der Integration. Dass Deutschland nun auf ein australisches Produkt zurückgreifen muss, spricht Bände über den Zustand der eigenen Rüstungsindustrie und die jahrzehntelange Vernachlässigung der Landesverteidigung.

Im Gegensatz zu den billigen Kamikaze-Drohnen iranischer Bauart, die im Ukraine-Krieg traurige Berühmtheit erlangten, handelt es sich bei der Ghost Bat um ein hochentwickeltes System. Die Drohne sei dafür konzipiert, Seite an Seite mit bemannten Kampfjets zu operieren und nach ihrem Einsatz zur Basis zurückzukehren – kein Einwegprodukt also, sondern ein wiederverwendbares Waffensystem mit modularem Aufbau.

Rheinmetall als Systemmanager – dreistelliger Millionenumsatz winkt

Rheinmetall wird im Rahmen der Partnerschaft die Rolle des Systemmanagers übernehmen. Das bedeutet konkret: Der Konzern soll die Integration in bestehende und künftige Führungs- und Waffensysteme der Bundeswehr verantworten, nationale Anforderungen umsetzen sowie die operative, wartungstechnische und logistische Unterstützung sicherstellen. Rheinmetall-Chef Armin Papperger sprach von einem „Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich" und betonte, die Partnerschaft gewährleiste ein hohes Maß an nationaler Wertschöpfung und Versorgungssicherheit.

Klingt vielversprechend. Doch wer die Geschichte deutscher Rüstungsprojekte kennt – man denke nur an das Desaster um den Schützenpanzer Puma oder die chronisch defekten Hubschrauber der Bundeswehr –, der dürfte bei solchen Ankündigungen eine gesunde Portion Skepsis mitbringen. Bereits jetzt gibt es Berichte über massive Lieferverzüge bei anderen Drohnenprojekten von Rheinmetall.

Pistorius macht sich persönlich ein Bild

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius habe sich bei seinem jüngsten Australien-Besuch persönlich von den Fähigkeiten der Ghost Bat überzeugt. Das Einsatzspektrum der Drohne umfasse Aufklärung, elektronische Kampfführung und die Integration von Waffensystemen. Sie könne damit, so Rheinmetall, „für die entscheidende Kampfkraft in stark umkämpften Lufträumen sorgen".

Zu spät, zu langsam – aber immerhin ein Anfang

Man mag es als Fortschritt werten, dass Deutschland endlich erkennt, wohin die militärische Zukunft steuert. Unbemannte Systeme sind längst keine Science-Fiction mehr, sondern bittere Realität auf den Schlachtfeldern dieser Welt. Der Ukraine-Krieg hat dies in aller Brutalität demonstriert. Dass die Bundeswehr nun hunderte solcher Systeme beschaffen will, ist richtig – doch die Frage bleibt, ob der Zeitplan bis 2029 realistisch ist. In einer Welt, in der sich geopolitische Bedrohungslagen im Wochentakt verschärfen, wirken drei Jahre wie eine Ewigkeit.

Die jahrzehntelange Friedensdividende, die Deutschland so genüsslich eingestrichen hat, rächt sich nun bitter. Während andere Nationen ihre Streitkräfte modernisierten, wurde hierzulande gespart, debattiert und zerredet. Dass ausgerechnet ein Land am anderen Ende der Welt die Technologie liefern muss, die unsere Luftwaffe dringend benötigt, sollte jedem Verantwortlichen in Berlin zu denken geben. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt nicht dasselbe Schicksal erleidet wie so viele ambitionierte Rüstungsvorhaben zuvor – verschleppt, verteuert und am Ende nur halb funktionsfähig.

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