
Gold durchbricht 5.000-Dollar-Marke: Der schleichende Tod des Papiergeldes

Was sich in den vergangenen Wochen an den Edelmetallmärkten abspielt, gleicht einem Erdbeben im globalen Finanzsystem. Der Goldpreis hat erstmals in der Geschichte die magische Marke von 5.000 US-Dollar pro Feinunze überschritten – und ein Ende der Rallye ist nicht in Sicht. Silber notiert derweil bei über 107 Dollar je Unze. Ein Kilogramm des gelben Metalls kostet mittlerweile unfassbare 163.000 Dollar oder 138.000 Euro. Wer hätte das vor wenigen Jahren für möglich gehalten?
Die Flucht aus dem Papiergeld nimmt dramatische Ausmaße an
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis um rund 17 Prozent gestiegen, Silber legte sogar um über 40 Prozent zu. Bereits das Jahr 2025 war ein außergewöhnlich starkes Jahr für Edelmetalle – Gold verzeichnete einen Wertzuwachs von etwa 65 Prozent und damit die beste Preisentwicklung seit 1979. Erst vor einer Woche wurde die Marke von 4.000 Euro beim Gold erreicht, inzwischen notiert das Edelmetall bei fast 4.300 Euro. Beim Silber wurden 80 Euro überschritten, heute sind es bereits über 90 Euro.
Was treibt diese parabolischen Anstiege? Die Antwort ist so simpel wie erschreckend: Das Vertrauen in den US-Dollar – und damit in das gesamte Fiat-Geldsystem – erodiert in atemberaubendem Tempo. Großinvestoren ziehen massiv Kapital aus dem Dollarraum ab und schichten in den Euro, in Schwellenländerwährungen und vor allem in Rohstoffe wie Gold und Silber um.
Die Federal Reserve als Totengräber der eigenen Währung
Die expansive Geldpolitik der amerikanischen Notenbank belastet den Dollar zusätzlich schwer. In den vergangenen Monaten senkte die Fed mehrfach die Zinsen – im September, Oktober und Dezember jeweils um 25 Basispunkte. Die Attraktivität des US-Anleihemarktes leidet darunter erheblich. Noch gravierender wirkt sich das Ende des sogenannten Quantitative Tightening aus, das die Notenbank im Dezember offiziell beendete.
Während dieser geldpolitischen Straffungsphase ließ die Fed auslaufende Anleihen ohne Ersatz aus dem Markt laufen und entzog damit Liquidität. Dieser stabilisierende Effekt für den Dollar ist nun Geschichte. Statt weiter zu schrumpfen, wächst die Geldmenge durch Reinvestitionen wieder leicht an. Die verfügbare Menge an Gold hingegen bleibt aus physikalischen Gründen nahezu konstant – ein fundamentaler Unterschied, der sich nun in den Preisen niederschlägt.
Amerikas Schuldenberg wächst ins Unermessliche
Die finanzielle Lage der Vereinigten Staaten untergräbt das Vertrauen in die Weltleitwährung zusätzlich. Die US-Staatsverschuldung hat inzwischen die Marke von 35 Billionen Dollar überschritten – eine Zahl, die sich kaum noch fassen lässt. Nach Einschätzung vieler Analysten ist in den kommenden Jahren keine Entspannung zu erwarten; vielmehr dürfte sich die Lage weiter verschärfen.
Steigende Zinskosten infolge neuer Ausgabenprogramme wie der „Big Beautiful Bill" werden den Schuldenstand weiter in die Höhe treiben. Große Ratingagenturen wie Fitch Ratings und Moody's haben wiederholt auf die wachsenden Risiken für die Kreditwürdigkeit der USA hingewiesen. Die erratische Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump mit seinen massiven Zollerhöhungen setzt den Dollar zusätzlich unter Druck.
Geopolitische Verwerfungen befeuern die Edelmetall-Rallye
Der Vertrauensverlust speist sich auch aus einer Vielzahl geopolitischer Krisen. Die Verhaftung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro, die Eskalation im Iran sowie die jüngsten Spannungen rund um Grönland haben die Unsicherheit an den Märkten verstärkt. Vor dem Hintergrund der Sanktionen im Ukraine-Krieg verlieren autoritäre Staaten zunehmend den Glauben daran, jederzeit auf ihr Dollarvermögen zugreifen zu können.
Die öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen Donald Trump und dem Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, verstärken zudem Zweifel an der Unabhängigkeit des amerikanischen Zentralbanksystems. Wenn selbst die Unabhängigkeit der mächtigsten Notenbank der Welt in Frage steht, wohin soll das Kapital dann fließen?
Zentralbanken kaufen Gold wie nie zuvor
Die Antwort geben die Zentralbanken selbst: Sie investieren massiv in Gold, um vom Dollar als Leitwährung unabhängiger zu werden. Ihre volumenstarken Akquisitionen haben zum kräftigen Preisanstieg beigetragen. Allein im Jahr 2025 kauften Notenbanken netto schätzungsweise mehr als 600 Tonnen Gold. Die Großbank UBS rechnet für 2026 damit, dass Zentralbanken insgesamt rund 900 Tonnen Gold erwerben werden.
Ähnlich wie Großinvestoren und Privatanleger setzen auch Zentralbanken aufgrund der Krisenfestigkeit und Wertstabilität verstärkt auf den begrenzt vorkommenden Rohstoff. Wenn die Hüter des Papiergeldes selbst in Gold flüchten, sollte das jedem Bürger zu denken geben.
Analysten erwarten weitere massive Preissteigerungen
Wegen all dieser preistreibenden Faktoren haben zuletzt mehrere Institute und Banken ihre Prognosen für die Entwicklung des Goldpreises nach oben angepasst. Die US-Investmentbank Goldman Sachs geht inzwischen davon aus, dass der Preis je Feinunze bis zum Jahresende auf 5.400 US-Dollar steigen wird – mehr als 10 Prozent über der bisherigen Prognose.
Langfristig zeigen sich einige Analysten sogar noch deutlich optimistischer. Der renommierte Ökonom Charlie Morris rechnet bis 2030 mit Goldpreisen von 7.000 US-Dollar je Feinunze. Analysten von Yardeni Research sehen sogar Potenzial für einen Anstieg auf 10.000 US-Dollar pro Feinunze bis zum Ende des Jahrzehnts.
Die Geschichte lehrt uns: Jedes Fiat-Geldsystem ist früher oder später gescheitert. Gold hingegen hat über Jahrtausende seinen Wert bewahrt.
Was bedeutet das für den deutschen Anleger?
Die aktuelle Entwicklung sollte jeden Bürger wachrütteln. Während die Politik in Berlin und Brüssel weiterhin Schulden auf Schulden türmt – man denke nur an das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen der neuen Bundesregierung – verliert das Papiergeld kontinuierlich an Kaufkraft. Die Inflation frisst die Ersparnisse der fleißigen Bürger auf, während die politische Klasse ungehemmt weiter Geld druckt.
Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten in diesem Umfeld einen bewährten Schutz vor der schleichenden Enteignung durch Inflation. Sie sind nicht beliebig vermehrbar, tragen kein Gegenparteirisiko und haben sich über Jahrtausende als Wertspeicher bewährt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Anlageportfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider.
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