
Gold vor der Wende: Warum die Korrektur ihr Verfallsdatum erreicht hat

Wer in den vergangenen Wochen nervös auf die Kursbewegungen des gelben Metalls geblickt hat, darf allmählich wieder durchatmen. Die charttechnischen Signale sprechen eine deutliche Sprache: Der seit Mai anhaltende Abwärtstrend beim Goldpreis scheint an Kraft zu verlieren – und mehrere Indikatoren deuten sogar auf eine bevorstehende Trendwende hin. Für all jene, die auf physisches Gold als Fels in der Brandung setzen, sind das mehr als nur ermutigende Nachrichten.
Die 4.000-Dollar-Marke hält – und das ist kein Zufall
Immer wieder wurde die psychologisch bedeutsame Schwelle von 4.000 US-Dollar getestet, und immer wieder erwies sie sich als tragfähiges Fundament. Diese Standhaftigkeit ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines ungebrochenen Vertrauens der Anleger in den ältesten Wertspeicher der Menschheit. Während Papierwährungen durch ausufernde Staatsverschuldung und expansive Geldpolitik ihre Kaufkraft verlieren, bleibt Gold, was es seit Jahrtausenden ist: unbestechlich.
Der Ausbruch über die Abwärtstrendlinie
Ein technisch bedeutsamer Fortschritt gelang mit dem Durchbruch über die seit Mai bestehende Abwärtstrendlinie. Bereits Ende Juni endete die Serie immer tieferer Tiefpunkte – ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Verkäufer ihr Pulver weitgehend verschossen haben. An ihre Stelle tritt nun eine leicht ansteigende Trendlinie, die auf eine allmähliche Aufhellung des Gesamtbildes hindeutet. Als nächste Hürde gilt der Bereich um 4.200 US-Dollar, das jüngste Zwischenhoch. Ein nachhaltiger Sprung darüber würde das positive Szenario weiter untermauern.
Die technischen Indikatoren sprechen Klartext
Auch die gleitenden Durchschnitte untermauern die These vom nachlassenden Abwärtsdruck. Die 200-Tage-Linie verläuft seit rund zwei Monaten nahezu horizontal – ein neutrales Marktumfeld also. Die 100-Tage-Linie, seit Mitte Mai deutlich gefallen, hat ihre Talfahrt beendet und bewegt sich seit wenigen Tagen seitwärts.
Besonders bemerkenswert: Der MACD lieferte bereits zu Monatsbeginn ein Kaufsignal, als die Signallinie nach oben kreuzte. Eine kurze Schwächephase konnte daran nichts ändern. Auch der Stochastik-Indikator sprang vor wenigen Tagen auf Kauf. Selbst der Directional Movement Index, dessen Verkaufssignal aus dem April formal noch besteht, zeigt eine deutliche Annäherung der positiven an die negative Linie. Das Verkaufsinteresse, so ließe sich zusammenfassen, sei erkennbar erlahmt.
Insgesamt spricht das technische Gesamtbild derzeit eher für eine nachlassende Korrektur als für die Fortsetzung des vorherigen Abwärtstrends.
Eine einzige Warnung bleibt
Einzig der Overbought/Oversold-Indikator mahnt zur Wachsamkeit. Zwar gilt der Markt definitionsgemäß erst ab einem Wert von 2,0 als überkauft, doch beim Gold reichten zuletzt bereits Werte oberhalb von 1,0, um Korrekturen einzuleiten. Aktuell bestehe hierfür jedoch kein akuter Hinweis, da der Indikator die Marke nicht erreicht und sich zuletzt sogar leicht zurückgezogen habe.
Warum Gold in unsicheren Zeiten unverzichtbar bleibt
Man muss kein ausgewiesener Charttechniker sein, um zu erkennen, in welch turbulentem Fahrwasser sich die Weltwirtschaft bewegt. Handelskriege, geopolitische Brandherde vom Nahen Osten bis zur Ukraine und eine deutsche Politik, die mit einem 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket kommende Generationen belastet – all das sind Argumente, die eher für als gegen das Edelmetall sprechen. Wer Vermögen bewahren will, tut gut daran, physisches Gold und Silber als soliden Anker in ein breit gestreutes Portfolio aufzunehmen. Nicht als Spekulationsobjekt, sondern als das, was Edelmetalle seit jeher sind: eine Versicherung gegen das Versagen der Papierwelt.
Haftungsausschluss: Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Sie geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Der Handel mit Wertpapieren und anderen Anlageprodukten birgt Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die volle Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Im Zweifel sollte ein unabhängiger Finanz-, Steuer- oder Rechtsberater konsultiert werden.
- Themen:
- #Gold

Deutschland Deutschland Das große Live-Webinar am 29. Juli – wie Sie Ihr Vermögen schützen, ohne auszuwandern
Live mit Marc Friedrich, Peter Hahne, Philip Hopf, Gerald Grosz, Kay Gottschalk & Tim Kellner – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

MarcFriedrich

PeterHahne

PhilipHopf

GeraldGrosz

KayGottschalk

TimKellner
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik


















