
Grönland-Krise: Dänische Regierungschefin warnt vor dem Ende der NATO

Die transatlantische Sicherheitsarchitektur steht vor einer beispiellosen Zerreißprobe. Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen hat in einem bemerkenswert deutlichen Interview mit dem dänischen Sender TV2 eine unmissverständliche Warnung an die Vereinigten Staaten gerichtet: Ein militärischer Angriff auf Grönland würde das Ende der NATO bedeuten und die gesamte Sicherheitsordnung seit dem Zweiten Weltkrieg zum Einsturz bringen.
Trumps unverhohlene Begehrlichkeiten
Der Hintergrund dieser diplomatischen Eskalation ist das wiederholte und zunehmend aggressive Interesse von US-Präsident Donald Trump an der größten Insel der Welt. Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump sein Interesse an dem rohstoffreichen Eiland bekundet – damals wurde sein Vorstoß international noch als skurrile Marotte eines unkonventionellen Präsidenten abgetan. Doch die Zeiten haben sich geändert.
Auf dem Rückflug mit der Air Force One bekräftigte Trump seine Ambitionen mit erschreckender Konkretheit: „Wir brauchen Grönland aus sicherheitspolitischen Gründen", erklärte er laut US-Medien. Noch beunruhigender war seine zeitliche Ankündigung: „In etwa zwei Monaten kümmern wir uns um Grönland. In zwanzig Tagen reden wir darüber." Solche Aussagen lassen wenig Raum für Interpretation.
Die geopolitische Dimension
Grönland, diese weitgehend autonome Insel unter dänischer Souveränität, ist nicht nur wegen seiner strategischen Lage zwischen Nordamerika und Europa von Bedeutung. Die gewaltigen Rohstoffvorkommen – seltene Erden, Öl, Gas und Mineralien – machen das Territorium zu einem begehrten Objekt in einer Welt, die zunehmend um Ressourcen konkurriert. Dass ausgerechnet ein NATO-Mitglied nun von seinem vermeintlichen Schutzmacht bedroht wird, offenbart die ganze Absurdität der gegenwärtigen Weltlage.
„Man muss Donald Trump ernst nehmen, wenn er sagt, dass er Grönland will"
Diese Worte Frederiksens sollten in europäischen Hauptstädten als Weckruf verstanden werden. Nach dem US-Militärschlag gegen Venezuela und der Verhaftung von Nicolás Maduro mehren sich die Befürchtungen, dass Washington zu einer Politik der einseitigen Machtprojektion zurückkehrt, die keine Rücksicht auf Verbündete nimmt.
Das Versagen der europäischen Sicherheitspolitik
Was diese Krise schonungslos offenlegt, ist das jahrzehntelange Versäumnis europäischer Staaten, eine eigenständige Sicherheitsarchitektur aufzubauen. Stattdessen hat man sich bequem unter den amerikanischen Nuklearschirm gelegt und dabei vergessen, dass Abhängigkeit niemals Partnerschaft auf Augenhöhe bedeutet. Die skandinavischen Länder, allen voran Schweden und Finnland, haben ihre traditionelle Neutralität in bemerkenswertem Tempo aufgegeben – und stehen nun vor dem Scherbenhaufen dieser Entscheidung.
Die Reaktionen aus Berlin wirken dabei geradezu tragikomisch. „Wir stehen hinter Dänemark!" – ja, und dann? Was genau gedenkt die Bundesregierung zu unternehmen, wenn Trump seine Drohungen wahr macht? Die Wahrheit ist: Europa hat sich in eine Position manövriert, aus der es kaum noch handlungsfähig agieren kann.
Ein Bündnis am Scheideweg
Die NATO, einst gegründet als Bollwerk gegen sowjetische Expansion, hat ihre ursprüngliche Daseinsberechtigung längst verloren. Seit der Auflösung des Warschauer Paktes 1991 sucht das Bündnis nach einer neuen Identität – und findet sie offenbar in der Rolle eines Instruments amerikanischer Machtprojektion. Dass nun ausgerechnet der Führungsstaat dieses Bündnisses einen Mitgliedsstaat bedroht, entlarvt die ganze Heuchelei der sogenannten „Wertegemeinschaft".
Für Deutschland und Europa stellt sich die drängende Frage: Wie lange will man noch einem Bündnis angehören, dessen Führungsmacht die Grundprinzipien des Völkerrechts mit Füßen tritt? Die Antwort darauf wird zeigen, ob Europa noch zu eigenständigem Handeln fähig ist – oder ob es endgültig zum Vasallen degradiert wurde.
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