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13.01.2026
15:37 Uhr

Große Koalition im freien Fall: AfD baut Vorsprung zum Jahresauftakt weiter aus

Große Koalition im freien Fall: AfD baut Vorsprung zum Jahresauftakt weiter aus

Das neue Jahr beginnt für die Regierungsparteien so, wie das alte endete – mit einem politischen Desaster. Die jüngste Forsa-Umfrage für RTL und ntv offenbart ein verheerendes Bild für die Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz. Während die etablierten Parteien in der Wählergunst regelrecht versinken, behauptet die AfD souverän ihre Spitzenposition.

AfD dominiert die politische Landschaft

Mit stabilen 26 Prozent führt die Alternative für Deutschland das Feld unangefochten an. Die CDU/CSU folgt mit deutlichem Abstand bei 24 Prozent – ein Ergebnis, das für eine Regierungspartei unter normalen Umständen bereits als katastrophal gelten würde. Doch es kommt noch schlimmer für die Koalitionäre.

Die SPD verharrt auf einem historischen Tiefstand von lediglich 13 Prozent. Damit liegt die einstige Volkspartei gleichauf mit den Grünen – ein Zustand, der vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Die Sozialdemokraten, einst stolze Arbeiterpartei mit Wahlergebnissen jenseits der 40-Prozent-Marke, sind zu einer Randerscheinung im politischen Spektrum verkommen.

Merz auf dem Weg zum Allzeittief

Besonders brisant gestaltet sich die Lage für den Bundeskanzler persönlich. Nur noch 23 Prozent der Befragten zeigen sich mit der Arbeit von Friedrich Merz zufrieden – ein Minus von zwei Prozentpunkten. Drei Viertel der Deutschen sind hingegen unzufrieden mit seiner Amtsführung. Der Kanzler schwebt damit nur einen einzigen Prozentpunkt über seinem absoluten Tiefstand vom November 2025.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Das Vertrauen der Bürger in diese Regierung ist nahezu vollständig erodiert.

Wirtschaftsversprechen ohne Glaubwürdigkeit

Merz hatte zum Jahresbeginn vollmundig angekündigt, sich 2026 verstärkt um die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands kümmern zu wollen. Die Reaktion der Bevölkerung fällt ernüchternd aus: Eine satte Mehrheit von 57 Prozent glaubt schlichtweg nicht daran, dass der Kanzler dieses Versprechen einlösen wird. Nur 40 Prozent schenken seinen Ankündigungen noch Vertrauen.

Diese Skepsis erscheint angesichts der bisherigen Regierungsbilanz durchaus berechtigt. Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen, das die neue Bundesregierung auf den Weg gebracht hat, wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten – und das, obwohl Merz im Wahlkampf noch versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen.

Die übrigen Parteien im Überblick

Die Linke hält sich mit 11 Prozent erstaunlich stabil, während das Bündnis Sahra Wagenknecht und die FDP mit jeweils 3 Prozent um ihre politische Existenz kämpfen. Die sonstigen Parteien vereinen zusammen 7 Prozent auf sich.

Für die Erhebung wurden zwischen dem 5. und 12. Januar 2026 insgesamt 3.004 Personen befragt. Die Ergebnisse dürften in den Parteizentralen der Regierungskoalition für erhebliche Unruhe sorgen – sofern dort überhaupt noch jemand die Realität zur Kenntnis nimmt.

Die Botschaft der Wähler könnte kaum deutlicher sein: Deutschland braucht einen politischen Kurswechsel, der die Interessen der Bürger wieder in den Mittelpunkt stellt.

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