
Handelskrieg ohne Ende: USA und China ringen in Paris um eine brüchige Annäherung
Während Europa mit seinen eigenen wirtschaftlichen Baustellen kämpft, treffen sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt ausgerechnet in Paris, um ihren erbitterten Handelskonflikt zu entschärfen. Die sechste Gesprächsrunde seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit hat am Sitz der OECD begonnen – und die Erwartungen könnten kaum weiter auseinanderklaffen.
Hochrangige Delegationen, niedrige Erwartungen
Die chinesische Seite schickt mit Vizepremier He Lifeng einen der engsten Wirtschaftsberater von Staatschef Xi Jinping an den Verhandlungstisch. Washington kontert mit Finanzminister Scott Bessent und Handelsbeauftragtem Jamieson Greer. Allein die Besetzung der Delegationen zeigt: Beide Seiten nehmen die Gespräche ernst. Doch ernst nehmen und tatsächlich Ergebnisse liefern – das sind bekanntlich zwei grundverschiedene Dinge.
Die Konsultationen gelten offiziell als Vorbereitung für einen geplanten Besuch Trumps in Peking, der für Ende März angesetzt sei. Ein solches Gipfeltreffen zwischen Trump und Xi wäre zweifellos ein diplomatisches Großereignis – ob es allerdings mehr als symbolische Gesten hervorbringen würde, darf bezweifelt werden.
Washingtons Doppelstrategie: Verhandeln und drohen
Besonders pikant ist das Timing der Gespräche. Denn just in derselben Woche, in der man sich in Paris an einen Tisch setzt, hat Washington neue Untersuchungen zu angeblichen Überkapazitäten in Schlüsselindustrien angekündigt. Diese Maßnahmen richten sich nicht nur gegen China, sondern auch gegen die Europäische Union – ein Umstand, der in Brüssel für erhebliche Nervosität sorgen dürfte. Die bereits verhängten 20 Prozent Zölle auf EU-Importe und die 34 Prozent auf chinesische Waren sprechen eine unmissverständliche Sprache: Trump meint es ernst mit seiner protektionistischen Agenda.
Peking wies die Vorwürfe der Überkapazitäten erwartungsgemäß zurück und behielt sich Gegenmaßnahmen vor. Gleichzeitig – und das ist typisch für die chinesische Diplomatie – sendete man versöhnliche Signale. Die Parteizeitung „Volkszeitung" formulierte den frommen Wunsch, die neue Gesprächsrunde solle „ein guter Start für eine positive wirtschaftliche Interaktion" sein. Man darf das getrost als das lesen, was es ist: eine rhetorische Nebelkerze.
Ein fragiler Waffenstillstand auf tönernen Füßen
Immerhin: Ganz ohne Fortschritte sind die bisherigen Verhandlungen nicht geblieben. Nach einem direkten Treffen von Trump und Xi im vergangenen Herbst in Südkorea hatten beide Seiten einen Teil ihrer gegenseitigen Strafmaßnahmen zurückgenommen. Eine Art Waffenstillstand, der jedoch so stabil wirkt wie ein Kartenhaus im Herbststurm. Denn die eigentlichen Konfliktpunkte – Industriepolitik, staatliche Subventionen, Technologiekontrollen und Marktzugänge – bleiben ungelöst.
China hatte auf Trumps Zolloffensive mit eigenen Strafzöllen und Exportbeschränkungen für kritische Rohstoffe und Mineralien reagiert. Eine Eskalationsspirale, die letztlich beiden Volkswirtschaften schadet – und deren Kollateralschäden vor allem kleinere Handelspartner wie Deutschland zu spüren bekommen.
Geopolitische Verwerfungen als Verhandlungsmasse
Ob bei den Pariser Gesprächen auch der aktuelle Nahostkonflikt zur Sprache kommt, war zunächst unklar. Angesichts der dramatischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran ist dies jedoch mehr als wahrscheinlich. China bezieht einen erheblichen Teil seines Öls aus dem Nahen Osten und hat damit ein vitales Interesse an Stabilität in der Region. Für Washington wiederum bietet sich hier ein zusätzlicher Hebel, um Peking unter Druck zu setzen.
Was bedeutet das für Deutschland und Europa?
Für die deutsche Wirtschaft sind die Handelsgespräche zwischen Washington und Peking von enormer Bedeutung – auch wenn Berlin nicht mit am Tisch sitzt. Jede Verschärfung des sino-amerikanischen Konflikts trifft die exportabhängige deutsche Industrie empfindlich. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Herausforderung, Deutschlands wirtschaftliche Interessen in einem zunehmend fragmentierten Welthandel zu verteidigen. Ob das mit einem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen gelingt, das primär auf Schulden basiert, darf man mit Fug und Recht bezweifeln.
In Zeiten derart massiver geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine solide Vermögenssicherung ist. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn Handelskriege toben, Währungen unter Druck geraten und politische Entscheidungsträger mit immer neuen Schuldenprogrammen die Kaufkraft der Bürger schleichend entwerten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste übernehmen wir keinerlei Haftung.

Enteignungswelle 2026
Kostenloses Live-Webinar: Dominik Kettner und 6 hochkarätige Gäste enthüllen, wie digitaler Euro, verpflichtende digitale ID und das geplante EU-Vermögensregister Ihr Erspartes bedrohen – und welche konkreten Schritte Sie jetzt unternehmen müssen, um Ihr Vermögen zu schützen.
Die Experten

Ernst
Wolff
Bestseller-Autor

Peter
Hahne
Ex-ZDF, Bestseller-Autor

Tom-Oliver
Regenauer
Autor & Systemanalyst

Philip
Hopf
Finanzanalyst

Thilo
Sarrazin
Bundesbank-Vorstand a.D.

Thurn
und Taxis
Fürstin & Finanzexpertin
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











