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Kettner Edelmetalle
01.05.2026
17:46 Uhr

Heizungsgesetz 2.0: Schwarz-Rot legt Vermietern die Klima-Rechnung aufs Auge

Heizungsgesetz 2.0: Schwarz-Rot legt Vermietern die Klima-Rechnung aufs Auge

Es ist das alte Lied in neuer Tonart: Die Bundesregierung verkauft uns einen vermeintlichen Befreiungsschlag und liefert in Wahrheit eine Mogelpackung mit ansteigendem Preisschild. Das einst von Robert Habeck zementierte Heizungsgesetz sollte feierlich beerdigt werden – so jedenfalls die markigen Ankündigungen von CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Unions-Fraktionschef Jens Spahn im Februar. Was nun unter dem sperrigen Etikett „Gebäudemodernisierungsgesetz“ daherkommt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen jedoch als planwirtschaftliches Patchwork mit sozialdemokratischer Handschrift.

Die „Bio-Treppe“ – ein Aufstieg in immer höhere Kosten

Statt der starren 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien dürfen weiterhin Öl- und Gasheizungen verkauft werden. Klingt erst einmal nach Vernunft. Doch der Teufel steckt, wie so oft, im Kleingedruckten. Denn dem Brennstoff muss Jahr für Jahr ein wachsender Anteil sogenannter biogener Kraftstoffe beigemischt werden – Brennstoffe, die auf dem Markt schlicht nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Ein klassisches Politikversprechen also: Man fordert, was es nicht gibt.

Ab 2029 müssen 10 Prozent CO2-neutraler Brennstoff zugesetzt werden. Für eine vierköpfige Familie mit Gasheizung bedeutet das nach Berechnungen der Koalition rund 200 Euro Mehrkosten pro Jahr, mit Ölheizung sogar 276 Euro. Bis 2040 soll diese Quote in drei Stufen weiter klettern – wie hoch genau, das verschweigt man uns wohlweislich. Schwarz-Rot tauft diesen Marsch in die Kostenexplosion verniedlichend „Bio-Treppe“. Eine Treppe, die ausschließlich nach oben führt – im Geldbeutel der Bürger jedoch nach unten.

SPD-Trick: Die Hälfte zahlt der Vermieter

Doch damit nicht genug. Die Sozialdemokraten haben sich eine Regelung in das Gesetz hineinverhandelt, die sie wohlklingend „Mieterschutz“ nennen. SPD-Bauministerin Verena Hubertz verkündete, Vermieter müssten künftig die Hälfte der Netzentgelte, des CO2-Preises und der Kosten für biogene Kraftstoffe tragen. Übersetzt heißt das: Der Staat erfindet neue Kosten durch CO2-Bepreisung, durch den horrend teuren Netzausbau im Zuge der Energiewende und durch die Bio-Beimischung – und schiebt die Rechnung anschließend zur Hälfte den Vermietern unter.

Das ist keine Sozialpolitik, das ist Umverteilung mit der Brechstange. Wer schon einmal eine Wohnung vermietet hat, weiß: Jede zusätzliche Bürde, jede neue Vorschrift, jeder weitere Kostenposten landet am Ende doch wieder beim Mieter – sei es durch höhere Mieten, sei es durch ausbleibende Sanierungen oder durch schlicht fehlende Neubauten.

Wohnungsnot mit Ansage

Damit konterkariert die Große Koalition ihr eigenes erklärtes Ziel, endlich wieder massenhaft neue Wohnungen zu bauen. Bereits jetzt liegt das Bauziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr in weiter Ferne – die Ampel hat es krachend verfehlt, und auch unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil ist keine Trendwende in Sicht. Hohe Bauvorschriften, Fachkräftemangel, gestiegene Zinsen und eine erdrückende Steuerlast haben das Bauen längst zum Hochrisikogeschäft gemacht. Die energetische Sanierungsquote bei Bestandsgebäuden lag 2025 bei mickrigen 0,67 Prozent – ein Bruchteil dessen, was politisch erträumt wird.

Wer nun als Investor noch zusätzlich die Hälfte der staatlich verursachten Heizkosten-Aufschläge in seine Kalkulation einpreisen muss, der wird sich gut überlegen, ob er überhaupt noch baut, saniert oder vermietet. Das Ergebnis liegt auf der Hand: Weniger Wohnungen, höhere Mieten, mehr Wohnungsnot. Ein klassisches Eigentor der Politik, bei dem ein Markteingriff den nächsten Markteingriff zwangsläufig verschärft.

Reiche jubelt, der Bürger zahlt

CDU-Ministerin Reiche zeigte sich dennoch hochzufrieden mit dem Deal. Mit der Einigung beim Mieterschutz sei das letzte Puzzlestück gesetzt, der Weg frei für das Gebäudemodernisierungsgesetz. Man fragt sich allerdings ernsthaft, wer in dieser Koalition eigentlich noch konservative oder gar marktwirtschaftliche Positionen vertritt. Die Union, einst Hüterin von Eigentum und Vertragsfreiheit, lässt sich von der SPD eine Regelung diktieren, die exakt dem entspricht, was rote und grüne Ideologen seit Jahren predigen: Wer baut und vermietet, ist verdächtig und gehört geschröpft.

Das Versprechen aus dem Wahlkampf, mit Friedrich Merz kehre wirtschaftliche Vernunft ins Kanzleramt zurück, verblasst Woche für Woche. Stattdessen erleben wir die Fortsetzung grüner Klimapolitik mit anderen Etiketten – „Technologieoffenheit“ als rhetorische Verpackung für eine Heizungsregulierung, die unterm Strich genauso teuer und genauso bürokratisch ist wie das Habeck'sche Original.

Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten

Wenn der Staat den Eigentumsschutz aushöhlt, Vermieter zur Kasse bittet und durch immer neue Klimaauflagen die Kosten nach oben treibt, dann lohnt der Blick auf solide, krisenerprobte Sachwerte mehr denn je. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben seit Jahrtausenden bewiesen, dass sie politische Eingriffe, Inflation und Währungsturbulenzen überdauern – ganz ohne CO2-Preis, „Bio-Treppe“ oder ministerielle Sondervorschriften. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie das, was Immobilien zunehmend verlieren: kalkulatorische Verlässlichkeit jenseits politischer Willkür.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt ausdrücklich keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die enthaltenen Einschätzungen geben die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Für individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsfragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Fachberater. Jede Anlageentscheidung liegt in der eigenen Verantwortung des Lesers.

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