
Hisbollah torpediert historische Friedensgespräche – und droht Israel offen
Während die Welt auf einen Funken Hoffnung im Nahen Osten blickt, gießt die Hisbollah einmal mehr Öl ins Feuer. Am Vorabend der ersten hochrangigen Direktgespräche zwischen Israel und dem Libanon seit über drei Jahrzehnten hat sich die schiitische Miliz mit maximaler Aggressivität positioniert – und dabei jede diplomatische Maske fallen lassen.
Kassem: „Diese Verhandlungen sind zwecklos"
Hisbollah-Generalsekretär Naim Kassem wandte sich in einer Fernsehansprache an die libanesische Regierung und forderte sie unmissverständlich auf, das für Dienstag in Washington geplante Treffen zu boykottieren. Beirut mache sich zum „Werkzeug Israels", so der Vorwurf des Milizenchefs. Stattdessen verlangte er eine „historische und heldenhafte Haltung" – womit er offenkundig die Verweigerung jeglicher Verständigung meint. Seine Organisation habe sich nach monatelangen israelischen Angriffen „neu aufgebaut" und werde sich „niemals ergeben". Besonders brisant: Kassem drohte offen damit, bei Gelegenheit israelische Soldaten gefangen zu nehmen.
Man muss sich diese Dreistigkeit auf der Zunge zergehen lassen. Eine bewaffnete Miliz, die einen souveränen Staat im Staat betreibt, maßt sich an, der gewählten Regierung in Beirut vorzuschreiben, mit wem sie reden darf und mit wem nicht. Das ist keine Widerstandsbewegung – das ist die Geiselnahme einer ganzen Nation.
Hisbollah-Funktionär: Ergebnisse „völlig unerheblich"
Der hochrangige Hisbollah-Funktionär Wafiq Safa unterstrich die kompromisslose Haltung in einem seltenen Interview. Die Ergebnisse der Verhandlungen seien für seine Organisation „völlig unerheblich". Man fühle sich an nichts gebunden, was in Washington vereinbart werde. Den erneuten Raketenbeschuss Nordisraels im März rechtfertigte Safa als „präventive Maßnahme" – die Hisbollah habe geglaubt, Israel bereite eine zweite Offensive vor. Eine bemerkenswerte Logik: Man schießt Raketen auf Zivilisten und nennt es Prävention.
Zur heiklen Frage der Entwaffnung äußerte sich Safa erstaunlich vage. Die Hisbollah sei nach einem Waffenstillstand und israelischem Abzug bereit, mit der libanesischen Regierung über ihre Waffen zu verhandeln. Wohlgemerkt: mit der libanesischen Regierung, nicht mit Israel oder den USA. Die Waffenfrage sei eine „rein libanesische Angelegenheit". Wer die Machtverhältnisse im Libanon kennt, weiß, was das bedeutet: gar nichts.
Washington wird zur Bühne für ein historisches Treffen
Ungeachtet der Hisbollah-Drohungen empfängt US-Außenminister Marco Rubio am Dienstag den israelischen Botschafter Yechiel Leiter und die libanesische Botschafterin Nada Hamadeh zu direkten Gesprächen. Es handelt sich um das hochrangigste Treffen zwischen beiden Ländern seit 1993 – ein diplomatisches Novum, das unter der Ägide der Trump-Administration zustande kam.
Im Mittelpunkt stehen ein möglicher Waffenstillstand im laufenden Krieg zwischen Israel und der Hisbollah, die langfristige Entwaffnung der Miliz sowie ein umfassendes Friedensabkommen. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hatte direkte Gespräche zunächst abgelehnt, stimmte jedoch unter dem Druck von Präsident Trump vergangene Woche zu. Netanyahu fordere die vollständige Zerschlagung des Hisbollah-Waffenarsenals und ein dauerhaftes Friedensabkommen.
Ein Sprecher des US-Außenministeriums stellte klar: „Israel führt Krieg gegen die Hisbollah, nicht gegen Libanon." Eine Unterscheidung, die man in europäischen Hauptstädten offenbar nur ungern zur Kenntnis nimmt.
Beirut in der Zwickmühle
Die libanesische Regierung befindet sich in einer nahezu ausweglosen Lage. Beirut hat zwar den bewaffneten Arm der Hisbollah offiziell für illegal erklärt, kann die Entwaffnung aber schlicht nicht durchsetzen. Der libanesische Staat ist seit Jahren ein Schatten seiner selbst – wirtschaftlich am Boden, politisch paralysiert, militärisch der Hisbollah hoffnungslos unterlegen. Michael Young vom Carnegie Center in Beirut brachte es auf den Punkt: Die Regierung habe „keine Karten in der Hand".
Der aktuelle Krieg begann am 2. März, als die Hisbollah nach US-israelischen Angriffen auf den Iran Raketen auf Nordisrael feuerte. Seitdem seien laut dem libanesischen Gesundheitsministerium über 2.000 Menschen im Libanon getötet und mehr als 1,2 Millionen vertrieben worden. Zahlen, die das unfassbare Leid der libanesischen Zivilbevölkerung verdeutlichen – einer Bevölkerung, die von der Hisbollah als menschlicher Schutzschild missbraucht wird.
Was Europa daraus lernen sollte
Die Entwicklungen im Nahen Osten sollten auch in Berlin aufmerksam verfolgt werden. Denn sie zeigen exemplarisch, wohin es führt, wenn ein Staat die Kontrolle über sein Gewaltmonopol verliert und bewaffnete Parallelstrukturen toleriert. Die Hisbollah ist längst kein lokales Phänomen mehr – ihr Netzwerk reicht bis nach Europa, ihre Finanzströme durchziehen den globalen Finanzmarkt. Dass ausgerechnet die Trump-Administration es nun schafft, Israel und den Libanon an einen Tisch zu bringen, während europäische Diplomaten seit Jahren nur wohlfeile Appelle formulieren, spricht Bände über den Zustand westlicher Außenpolitik.
In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr, wie fragil die globale Ordnung geworden ist. Für Anleger bedeutet dies: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bleiben als krisensichere Vermögenssicherung unverzichtbar. Wenn Raketen fliegen und Diplomatie scheitert, bewährt sich das, was seit Jahrtausenden seinen Wert behält.

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