
Inflationsschock durch Iran-Krieg: Deutsche Bürger zahlen die Zeche für geopolitisches Versagen
Was viele Ökonomen seit Wochen befürchtet haben, wird nun bittere Realität: Der Iran-Krieg schlägt mit voller Wucht auf die deutschen Verbraucherpreise durch. Die Inflationsrate dürfte im März 2026 auf 2,7 Prozent klettern – ein dramatischer Sprung gegenüber den 1,9 Prozent im Februar. Und das, so warnen führende Wirtschaftsexperten unisono, sei erst der Anfang eines Preistsunami, der Deutschland mit aller Härte treffen werde.
Energiepreise explodieren – und reißen alles mit sich
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen eine unmissverständliche Sprache. Die Energiepreise liegen im März voraussichtlich 7,2 Prozent über dem Vorjahresniveau – der erste nennenswerte Anstieg in diesem Bereich seit Dezember 2023. Wer geglaubt hatte, die Zeiten galoppierender Energiekosten seien überstanden, wird eines Besseren belehrt. Die Bundesbank selbst konstatiert in ihrem aktuellen Monatsbericht, der Krieg im Nahen Osten dürfte „die privaten Haushalte und die Unternehmen zusätzlich belasten, insbesondere über höhere Energiepreise". Die Zentralbank rechne damit, dass die Inflationsrate „in nächster Zeit deutlich Richtung drei Prozent ansteigen" werde.
Friedrich Heinemann, Forschungsleiter am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, geht sogar noch weiter. Die Inflation werde „nun rasch auf drei Prozent und darüber treiben". Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer prophezeite, der Anstieg im März sei „erst der Anfang". Sollte der Krieg nicht rasch enden, würden sich die Energiekosten „in den kommenden Monaten durch die Wertschöpfungsketten fressen". Ein Satz, der jedem Mittelständler und jedem Familienvater das Blut in den Adern gefrieren lassen sollte.
Die Straße von Hormus als Achillesferse der Weltwirtschaft
Der Kern des Problems liegt in einer der verwundbarsten Engstellen des globalen Handels. Rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls müssen die Straße von Hormus passieren – jenen schmalen Seekorridor zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, der derzeit faktisch weitgehend gesperrt ist. Seit nunmehr vier Wochen tobt der Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite. Und ein Ende? Ist nicht in Sicht.
Im Gegenteil: Nachdem Pläne der Vereinigten Staaten bekannt wurden, einen Einsatz von Bodentruppen in der Kriegsregion zu erwägen, schwanden die letzten Hoffnungen auf eine schnelle Deeskalation. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft prognostiziert bereits einen Kaufkraftverlust von 0,6 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung – konkret ein Minus von 26,82 Milliarden Euro. IfW-Präsident Moritz Schularick zeigte sich im ZDF mit Blick auf die Lage in Nahost „sehr besorgt". Eine diplomatische Untertreibung, die angesichts der Dimension des Problems fast schon zynisch anmutet.
Der Preisdruck frisst sich durch alle Branchen
Klaus Wohlrabe, Umfragenleiter des Ifo-Instituts, schlägt ebenfalls Alarm: „Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu." Die neuen Preiserwartungen stünden im direkten Zusammenhang mit deutlich gestiegenen Kosten für Rohöl, Gas und Strom infolge des Iran-Kriegs. Während die Energiekomponente die Inflation zuletzt noch gedämpft habe, zeichne sich nun eine dramatische Umkehr ab. Die Unternehmen gäben steigende Kosten zunehmend an ihre Kunden weiter – über höhere Produktions- und Transportkosten schlügen die Energiepreise auf nahezu alle Waren und Dienstleistungen durch.
Selbst die sogenannte Kerninflation – also die Preissteigerung ohne die stark schwankenden Bereiche Nahrungsmittel und Energie – wird voraussichtlich bei 2,5 Prozent liegen. Das bedeutet: Die Teuerung hat sich längst in der Breite der Wirtschaft festgesetzt. Es handelt sich nicht mehr um ein isoliertes Energieproblem, sondern um eine systemische Preisspirale.
Deutschlands selbstverschuldete Verwundbarkeit
Man muss kein Wirtschaftsprofessor sein, um zu erkennen, dass Deutschland in dieser Krise besonders verwundbar ist – und zwar nicht nur wegen seiner Exportabhängigkeit, sondern vor allem wegen der desaströsen Energiepolitik der vergangenen Jahre. Der von Angela Merkel eingeleitete und unter der Ampelregierung von Scholz und Habeck vollendete Atomausstieg rächt sich nun mit brutaler Konsequenz. Während Frankreich, Japan und andere Industrienationen auf einen diversifizierten Energiemix mit Kernkraft setzen, hat sich Deutschland sehenden Auges in eine maximale Abhängigkeit von fossilen Energieimporten manövriert.
Erst wurde die Abhängigkeit von russischem Gas durch den Ukraine-Krieg zum Problem. Nun trifft die Blockade der Straße von Hormus die deutsche Energieversorgung erneut an ihrer empfindlichsten Stelle. Die ideologisch motivierte Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke im April 2023 – gegen den ausdrücklichen Rat zahlreicher Experten und gegen den Willen einer Mehrheit der Bevölkerung – erweist sich als eine der folgenschwersten politischen Fehlentscheidungen der jüngeren deutschen Geschichte.
Merz-Regierung: Große Versprechen, magere Ergebnisse
Und was tut die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz? Statt entschlossen gegenzusteuern, verharrt Berlin in einer Mischung aus diplomatischer Hilflosigkeit und wirtschaftspolitischer Lethargie. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das eigentlich die Infrastruktur modernisieren sollte, wird die Inflation durch zusätzliche Staatsverschuldung weiter anheizen. Die Bürger werden also gleich doppelt zur Kasse gebeten: durch steigende Preise an der Tankstelle und im Supermarkt – und durch die Zinslast einer Schuldenpolitik, die kommende Generationen auf Jahrzehnte belasten wird.
Dabei hatte Merz im Wahlkampf vollmundig versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Ein Versprechen, das sich – wie so viele Ankündigungen aus dem politischen Berlin – als hohle Phrase entpuppt hat. Der deutsche Bürger, der ohnehin schon unter einer der höchsten Steuer- und Abgabenlasten weltweit ächzt, wird einmal mehr zum Zahlmeister einer Politik, die seine Interessen bestenfalls als Fußnote behandelt.
Gold als Fels in der Brandung
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Während die Kaufkraft des Euro durch Inflation und geopolitische Krisen systematisch erodiert, bewährt sich Gold seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher. Wer sein Vermögen nicht der Willkür von Zentralbanken und der Inkompetenz politischer Entscheidungsträger ausliefern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios zu betrachten. Gerade in Phasen steigender Inflation und geopolitischer Unsicherheit erweisen sich Gold und Silber als das, was sie immer waren: ein sicherer Hafen in stürmischen Zeiten.
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