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Iran droht dem Golf mit Einmarsch: Zündet Teheran die ganze Region an?

Iran droht dem Golf mit Einmarsch: Zündet Teheran die ganze Region an?
Symbolbild: KI-generiert

Das Mullah-Regime in Teheran erhöht den Einsatz dramatisch. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ vom Montag warnen Vertreter der Golfstaaten, Iran könne im Fall neuer massiver US-Bombardements Bodentruppen in Nachbarländer schicken. Gleichzeitig bereitet die Islamische Republik offenbar die eigene Bevölkerung auf einen langen Krieg vor.

Revolutionsgarden über die Grenze?

Das Blatt beruft sich auf informierte Quellen. Demnach hätten iranische Funktionäre durchblicken lassen, dass Einheiten der Revolutionsgarden (IRGC) in benachbarte Staaten eindringen könnten. Ziel sei es, Washington abzuschrecken und im Ernstfall die USA und ihre Verbündeten am Golf zu „bestrafen“.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. US-Präsident Donald Trump hat gedroht, die großen Luftangriffe nach den Midterm-Wahlen im November wieder aufzunehmen. Medienberichten zufolge wird in Washington sogar über Schläge noch vor der Wahl diskutiert.

Mohsen Rezaei, in dem Bericht als Irans oberster Sicherheitsfunktionär bezeichnet, soll am Sonntag erklärt haben, Teheran könne die Vereinigten Arabischen Emirate ins Visier nehmen. Die Emirate blieben seit dem späten Frühjahr weitgehend verschont. Auch Rechenzentren und Internetkabel in der Region nannte er als mögliche Ziele. Das wäre ein Angriff auf das digitale Nervensystem der Golfmonarchien.

Kriegsgeschichten im Kindergarten

Satellitenbilder zeigen nach Angaben des Journals, dass Iran Atomanlagen und Grenzregionen gegen Angriffe härtet. Doch nicht nur Beton wird gegossen. Paramilitärs lesen laut dem Bericht Kindergartenkindern Kriegsgeschichten vor. Gleichzeitig werbe das Regime für Kurse im Umgang mit schultergestützten Flugabwehrraketen und veranstalte Kundgebungen.

Das System setzt erkennbar darauf, breite Teile der Zivilbevölkerung zu bewaffnen. Irans Armeechef soll zudem ein Kopfgeld von 30.000 Dollar für die Tötung oder Gefangennahme amerikanischer Soldaten ausgelobt haben. Staatsnahe Kanäle verbreiten Videos von IRGC-Kommandos, die an den Westgrenzen mit Scharfschützengewehren, Maschinengewehren und Drohnen trainieren. Sinngemäß lautet die Botschaft: Wer diesen Boden betrete, dessen Asche werde in alle Winde verstreut.

Hormus: Die Schlagader der Weltwirtschaft blutet

Seit Trump im Juli von einer neuen Bombenkampagne absah, herrscht eine trügerische Pause. Doch Iran verlagert den Druck aufs Wasser. Im Oktober wurden laut Lloyd's List und britischen Sicherheitsbehörden so viele Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen wie nie zuvor seit Kriegsbeginn am 28. Februar. Allein in der Woche bis zum 5. Oktober zählten Sicherheitsfirmen mindestens zwölf Attacken auf Tanker.

Kuwait traf es besonders hart: In den Schlagabtäuschen des Sommers gerieten dort sogar zivile Flughäfen ins Visier. Die USA reagieren mit einer Seeblockade und haben Berichten zufolge einen dritten Flugzeugträger in die Region geschickt.

Der Ölpreis reagiert prompt

Die Märkte lesen die Signale genau. Die Nordseesorte Brent kletterte am 8. Oktober zeitweise um mehr als fünf Prozent auf rund 105 Dollar je Barrel. Für Deutschland ist das eine bittere Nachricht. Bereits im März hatte der ADAC für Diesel einen Tagesdurchschnitt von über 2,30 Euro je Liter gemeldet. Ohnehin von hohen Energiekosten gebeutelte Industriebetriebe und Pendler zahlen die Zeche für einen Konflikt, auf den Berlin praktisch keinen Einfluss hat.

Wer blinzelt zuerst?

Beide Seiten setzen auf Zermürbung. Sie wollen dem Gegner so viel Schmerz zufügen, bis dieser einlenkt. In Washington wächst offenbar die Sorge, in einen weiteren „ewigen Krieg“ im Nahen Osten hineinzuschlittern. Ob die iranischen Invasionsdrohungen ernst gemeint sind oder ein Bluff mit Kalkül, weiß niemand.

Sicher ist nur: Die Unsicherheit bleibt. In solchen Zeiten zeigt sich, warum Anleger seit Jahrhunderten auf physisches Gold und Silber setzen. Edelmetalle können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine stabilisierende Rolle spielen, gerade wenn Krisen, Inflation und Energieschocks zusammentreffen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser muss eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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