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Kettner Edelmetalle
17.02.2026
13:05 Uhr

Italiens Steuerparadies für Millionäre: Warum die Reichen Deutschland den Rücken kehren

Während Deutschland sich in ideologischen Neiddebatten verliert und über neue Vermögensteuern philosophiert, rollt Italien den roten Teppich für die Wohlhabenden dieser Welt aus. Das Ergebnis ist so vorhersehbar wie ernüchternd: Allein im vergangenen Jahr wählten mehr als 3.600 vermögende Personen das Land südlich der Alpen als neue Heimat – und brachten geschätzte 21 Milliarden Euro an Vermögen mit.

Die „CR7-Regel": Ein Steuermodell, das seinen Namen verdient

Was auf den ersten Blick wie ein Fußball-Gag klingt, ist in Wahrheit ein ausgeklügeltes fiskalisches Instrument. Die sogenannte CR7-Regel – benannt nach Cristiano Ronaldo und seiner ikonischen Rückennummer – ermöglicht es wohlhabenden Neubürgern, sämtliche ausländischen Einkünfte mit einer pauschalen Jahressteuer abzugelten. Kapitalerträge, Lizenzeinnahmen, ausländische Immobiliengewinne, Erbschaften aus dem Ausland – alles wird unter einem einzigen, überschaubaren Steuersatz zusammengefasst. Ronaldo selbst nutzte dieses Modell nach seinem Wechsel zu Juventus Turin, um sein milliardenschweres, überwiegend im Ausland investiertes Vermögen steuereffizient zu verwalten.

Nur die inländischen Einkünfte – im Falle Ronaldos sein Gehalt bei Juventus – unterliegen der regulären italienischen Besteuerung. Das Modell gilt für bis zu 15 Jahre und schafft damit einen Anreiz, der weit über kurzfristige Steuervorteile hinausgeht. Italien hat so ein selektives Steuersystem geschaffen, das vermögenden Zuwanderern die Tür öffnet, sich niederzulassen, geschäftliche Wurzeln zu schlagen und – vielleicht sogar in der nächsten Generation – als integrierte italienische Staatsbürger ins reguläre Steuersystem zurückzukehren.

Melonis kluger Balanceakt

Natürlich blieb Kritik nicht aus. Viele Italiener empfanden die Vorzugsbehandlung als ungerecht. Die Regierung von Giorgia Meloni reagierte darauf mit einer bemerkenswerten Gratwanderung: Die Pauschalsteuer wurde schrittweise von 100.000 auf 200.000 und seit Jahresbeginn auf 300.000 Euro angehoben. Hinzu kommt eine Pauschale von 50.000 Euro pro Familienmitglied. Das Ziel ist offensichtlich – die innenpolitische Opposition entschärfen, ohne die Anreize für vermögende Zuwanderer zu zerstören.

Und es funktioniert. Für die italienische Staatskasse ist die Rechnung hochprofitabel. Rechnet man gewöhnliche Konsumsteuern und andere Abgaben hinzu, dürfte der Staat allein im vergangenen Jahr rund eine Milliarde Euro an zusätzlichen Einnahmen durch den Zuzug generiert haben – ohne nennenswerten Aufwand. Neue Unternehmen und Investitionen dieser wohlhabenden Neubürger schaffen darüber hinaus Arbeitsplätze und beleben die lokale Wirtschaft.

Italiens fiskalische Disziplin beschämt Deutschland

Was die Sache noch bemerkenswerter macht: Italien, das Land, das jahrzehntelang als fiskalischer Problemfall Europas galt, bringt seinen Haushalt in Ordnung. Das Budgetdefizit soll in diesem Jahr auf 2,5 bis 2,8 Prozent des BIP sinken – ein beachtlicher Wert, wenn man bedenkt, dass Deutschland und Frankreich mit Defiziten von fünf bis sechs Prozent aufwarten. Die Renditen zehnjähriger italienischer Staatsanleihen sind von etwa fünf Prozent vor drei Jahren auf rund 3,5 Prozent gefallen. Der Spread zu deutschen Bundesanleihen verengt sich zusehends – ein klares Signal der Märkte, dass Italiens fiskalische Lage als deutlich stabiler wahrgenommen wird als noch vor wenigen Jahren, während die Bedingungen in Deutschland zunehmend als kritisch gelten.

Deutschland: Neiddebatten statt Reformpolitik

Und was geschieht derweil in Berlin? Statt die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, mehren sich die Stimmen, die nach norwegischem Vorbild eine Sondervermögensteuer auf Reiche fordern. Die SPD drängt gemeinsam mit der vereinigten Linken auf höhere Erbschaftsteuern auf Unternehmensvermögen und die vieldiskutierte Wiedereinführung einer Vermögensteuer. Das politische Klima scheint günstig für solche Vorstöße, und die Unionsparteien wirken resigniert gegenüber der linken Dominanz in der Steuerdebatte – obwohl Friedrich Merz einst versprochen hatte, keine neuen Belastungen zu schaffen.

Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gießen zusätzlich Öl ins Feuer: Mit progressiven Sätzen von bis zu zwölf Prozent für Milliardäre könne Deutschland angeblich rund 150 Milliarden Euro an zusätzlichen jährlichen Einnahmen generieren. Doch diese Rechnung ist so naiv wie gefährlich. Denn dieses Kapital liegt nicht untätig herum – es finanziert produktive Investitionen, Unternehmensbeteiligungen, Arbeitsplätze und technologischen Fortschritt.

Der Mechanismus ist simpel: Man entfacht eine neidgetriebene Debatte, aktiviert den ohnehin reichlich vorhandenen Sozialneid und nimmt die Vermögenden ins Visier. Das entlastet die politisch Verantwortlichen – sowohl beim Thema Migration als auch bei den längst überfälligen Sozialreformen.

Ein zivilisatorischer Bruch

Was sich in Deutschland abzeichnet, ist nichts weniger als ein fataler Pfad. In seinem Überlebenskampf scheint das Land – und offenbar eine Mehrheit seiner Bürger – bereit zu sein, die eigene produktive Basis aufzuzehren, anstatt eine Phase harter Reformen und Entbehrungen zu durchlaufen, um gestärkt und mit einem gesünderen wirtschaftlichen Fundament daraus hervorzugehen. Historisch betrachtet ist dies ein zivilisatorischer Bruch: Für eine begrenzte Zeit steht am Ende ein starker Staat über einer rapide ausblutenden Mittelschicht, deren wirtschaftliche Substanz schmilzt wie Eis in der Sonne. Ein gesellschaftliches Klima aus Neid und Verarmung ist die unvermeidliche Folge.

Südlich der Alpen kann man den Ansturm deutscher Millionäre bereits erahnen. Deutschlands politisches Klima wird zunehmend unternehmens- und leistungsfeindlich. Und seien wir ehrlich: Das Leben in der Toskana oder in den malerischen Küstenstädtchen Italiens bietet überzeugende Gründe, Deutschland hinter sich zu lassen. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Nirgendwo in Italien ist es so schlimm wie in Berlin.

Auch die steuerlichen Rahmenbedingungen sprechen Bände

Nicht nur die Pauschalsteuer lockt. Die Unternehmens- und Kapitalertragsteuern liegen in Italien im Durchschnitt etwa zwei Prozentpunkte unter dem deutschen Niveau. Die Erbschaftsteuer ist signifikant niedriger als etwa in Großbritannien, wo mittlerweile 40 Prozent auf Erbschaften oberhalb von 325.000 Pfund fällig werden – ein Umstand, der bereits einen Exodus wohlhabender britischer Bürger ausgelöst hat. Italien hat verstanden, was Deutschland offenbar nicht begreifen will: Vermögende Menschen sind mobil. Sie können wählen, wo sie leben und ihre Steuern zahlen. Wer sie vertreibt, verliert nicht nur Steuereinnahmen, sondern auch Investitionen, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Dynamik.

Für all jene, die angesichts dieser Entwicklungen über die Sicherung ihres Vermögens nachdenken, sei daran erinnert, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrhunderten als verlässlicher Wertspeicher dienen – unabhängig von politischen Launen, Steuerexperimenten und der Erosion von Papierwährungen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Ebenso stellt dieser Beitrag keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für steuerliche und rechtliche Fragen konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Steuerberater oder Rechtsanwalt.

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