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Kettner Edelmetalle
07.05.2026
10:38 Uhr

Kahlschlag in Berlin: Autozulieferer IAV streicht 1.400 Stellen – das nächste Opfer der deutschen Industriedämmerung

Kahlschlag in Berlin: Autozulieferer IAV streicht 1.400 Stellen – das nächste Opfer der deutschen Industriedämmerung

Die Liste der Industrieopfer in Deutschland wird länger – und sie wird länger in einem Tempo, das selbst hartgesottenen Beobachtern den Atem stocken lässt. Der Automobilzulieferer IAV, ein renommierter Entwicklungsdienstleister für Software, Elektronik und Fahrzeugarchitekturen, hat angekündigt, seinen Berliner Standort weitgehend aufzugeben. Insgesamt 1.400 Arbeitsplätze sollen in Deutschland gestrichen werden. Das Betriebsgelände in der Hauptstadt soll bis spätestens 2027 verkauft werden. Übrig bleiben darf laut Konzernführung lediglich ein „kompakter Kern" zur Sicherung bestimmter Schlüsseltechnologien.

Wertschöpfung wandert ab – Deutschland bleibt nur die Verwaltung

Die Begründung des Managements liest sich wie aus einem Lehrbuch über den schleichenden industriellen Selbstmord eines Hochlohnlandes: Überkapazitäten müssten abgebaut, die Organisation an „veränderte Marktbedingungen" angepasst werden. Übersetzt heißt das: Dort, wo Strom unbezahlbar geworden ist, wo Bürokratie wuchert wie Unkraut auf einem verlassenen Acker, und wo die einst stolze Automobilindustrie unter dem Diktat einer ideologisch verbohrten Verkehrspolitik in die Knie gezwungen wurde, lohnt sich Wertschöpfung schlicht nicht mehr.

Die Wertschöpfung, so erklärte IAV-Geschäftsführer Jörg Astalosch unverblümt, werde künftig „internationaler organisiert". Auf Deutsch: Was hier abgebaut wird, baut der Konzern in anderen Ländern wieder auf. Die niedersächsischen Standorte Gifhorn und Stollberg sollen zwar erhalten bleiben, doch der Trend ist eindeutig – und er ist verheerend.

IG Metall spricht von Kahlschlag – mit gutem Grund

Die Reaktion der Gewerkschaft fiel scharf aus. IG-Metall-Bezirksleiter Jan Otto warf der Geschäftsführung vor, statt einer langfristigen Strategie schlicht „die Axt" anzulegen. Ines Beeck, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin, erinnerte daran, dass rund 1.250 Beschäftigte in der Hauptstadt um ihre Existenz bangen müssten. Familien, soziale Bindungen, gewachsene Strukturen – all das werde mit einem Federstrich entwertet.

„Wer nur den Rotstift führt, saniert nicht – er amputiert", brachte Verhandlungsführer Thilo Reusch vom IG-Metall-Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt die Kritik auf den Punkt.

Das Symptom einer Krankheit, die System hat

Der Fall IAV ist kein Einzelfall, sondern Symptom. Die Liste der prominenten Stellenstreicher liest sich wie das Who's Who der einstigen deutschen Industrie-Elite: Volkswagen, ZF, Bosch, Continental, ThyssenKrupp – sie alle bauen ab, sie alle verlagern. Und die Politik? Sie diskutiert über Heizungsverbote, gendergerechte Sprache und neue Sondervermögen, während das industrielle Rückgrat des Landes Wirbel für Wirbel bricht.

Der Niedergang der deutschen Automobilindustrie wurde nicht über Nacht herbeigeführt. Er ist das Ergebnis einer jahrelangen Politik, die mit dem Verbrenner-Aus, mit überzogenen CO₂-Vorgaben aus Brüssel und mit den höchsten Energiepreisen der westlichen Welt gnadenlos gegen den eigenen Wirtschaftsstandort regiert hat. Während China seine E-Auto-Industrie staatlich päppelt und die USA mit dem Inflation Reduction Act Milliarden in die Reindustrialisierung pumpen, verliert Deutschland Schritt für Schritt seine wichtigste Schlüsselbranche.

Merz-Regierung: Mehr Schulden, gleiche Probleme

Auch die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz, die im Mai 2025 mit dem Versprechen angetreten war, die Wirtschaft wieder flottzumachen, liefert bislang vor allem eines: ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das künftige Generationen noch jahrzehntelang über Steuern und Abgaben abstottern dürften. Was die Industrie aber wirklich bräuchte – günstigere Energie, weniger Bürokratie, eine Abkehr vom ideologischen Kurs der Vorgängerregierung – bleibt weitgehend Lippenbekenntnis. Die Bauindustrie zog jüngst nach einem Jahr Merz eine ernüchternde Bilanz. Die nächste Branche dürfte folgen.

Was bedeutet das für den Bürger?

Wer in Deutschland heute noch glaubt, sein Vermögen sei in Aktien deutscher Industrieikonen oder in der vermeintlich sicheren Immobilie automatisch gut aufgehoben, sollte sich die Entwicklung der vergangenen Monate genau ansehen. Eine schrumpfende Industriebasis bedeutet schrumpfende Steuereinnahmen, höhere Sozialausgaben durch Arbeitslosigkeit und letztlich eine schwächere Währung. Die Notenbanken rund um den Globus haben darauf längst reagiert – nicht umsonst kaufen sie seit Jahren physisches Gold in Rekordmengen.

In Zeiten, in denen ganze Industriezweige ins Ausland abwandern und das Vertrauen in Papierwerte und politische Versprechen schwindet, gewinnt eines an Bedeutung: reale Werte, die niemand wegregulieren, weginflationieren oder verlagern kann. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Krisen, Währungsreformen und politische Umwälzungen überstehen – als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio sollten sie gerade jetzt wieder ernsthaft in Betracht gezogen werden.

Haftungsausschluss

Dieser Artikel stellt ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und seine Anlageentscheidungen selbst zu verantworten. Für Vermögensentscheidungen empfehlen wir die Konsultation eines unabhängigen Fachberaters.

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