
Karlspreis für Draghi: Wenn Gelddrucken als „wirtschaftliche Stärkung" gefeiert wird

Es mutet beinahe wie ein schlechter Witz an, was sich da in Aachen anbahnt. Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank und frühere italienische Ministerpräsident Mario Draghi soll den diesjährigen Karlspreis erhalten. Die Begründung des Komitees, dessen Vorsitz ausgerechnet der gescheiterte Kanzlerkandidat Armin Laschet innehat, liest sich wie blanker Hohn: „Wie kein anderer steht Mario Draghi für die wirtschaftliche Stärkung Europas."
Die fragwürdige Würdigung eines Gelddruck-Virtuosen
Man muss sich diese Begründung auf der Zunge zergehen lassen. Derselbe Mann, der als EZB-Chef im September 2012 ankündigte, Staatsanleihen von faktischen Pleitestaaten in unbegrenzter Menge aufzukaufen, wird nun für seine „Verdienste" geehrt. Was das Karlspreiskomitee als Stabilisierung der Märkte feiert, war in Wahrheit nichts anderes als der Startschuss für eine beispiellose Geldschwemme, deren Folgen die europäischen Bürger bis heute bitter zu spüren bekommen.
Die Niedrigzinspolitik, die Draghi initiierte, hat deutschen Sparern Milliarden an Vermögen gekostet. Während sich hochverschuldete Südstaaten durch die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen ihrer Schuldenlast entledigen konnten, wurden die fleißigen Sparer in Deutschland systematisch enteignet. Die Inflation, die wir heute erleben, ist nicht vom Himmel gefallen – sie ist das direkte Ergebnis einer Politik des billigen Geldes, die unter Draghi ihren Anfang nahm.
Ein Blick auf die illustre Runde der Preisträger
Wer sich die Liste der bisherigen Karlspreisträger anschaut, erkennt schnell ein Muster. Ursula von der Leyen, Wolfgang Schäuble, Angela Merkel, Martin Schulz – es liest sich wie ein Who's Who jener politischen Klasse, die Europa in seine gegenwärtige Misere manövriert hat. Besonders pikant: Im Jahr 2002 wurde der Euro selbst mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Eine Währung, die seither kontinuierlich an Kaufkraft verloren hat und deren Einführung viele Ökonomen als einen der größten wirtschaftspolitischen Fehler der europäischen Geschichte betrachten.
„Auszeichnungen sind wie Hämorrhoiden – irgendwann kriegt sie jedes Arschloch."
Dieses dem legendären Regisseur Billy Wilder zugeschriebene Zitat beschreibt treffend, was aus dem einst renommierten Karlspreis geworden ist: ein Selbstbeweihräucherungsinstrument der europäischen Elite, die sich gegenseitig für ihre vermeintlichen Verdienste auf die Schulter klopft, während die einfachen Bürger die Zeche zahlen.
Die Corona-Zeit als weiterer Grund zur Ehrung?
Das Komitee hebt auch Draghis Amtszeit als italienischer Ministerpräsident während der Coronapandemie positiv hervor. Man rühmt die hohe Impfquote und das Wirtschaftswachstum von knapp neun Prozent. Verschwiegen wird dabei, dass dieses Wachstum auf einem historischen Einbruch im Vorjahr basierte und zu einem erheblichen Teil durch schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme erkauft wurde – Schulden, die letztlich auch deutsche Steuerzahler über die europäischen Haftungsmechanismen mittragen werden.
Die Haftungsunion als Draghis wahres Vermächtnis
Was Draghi tatsächlich hinterlassen hat, ist eine europäische Haftungsunion, in der die wirtschaftlich soliden Länder für die Schulden der weniger disziplinierten Staaten geradestehen müssen. Die Target2-Salden, die mittlerweile astronomische Höhen erreicht haben, sind ein stummer Zeuge dieser Entwicklung. Deutschland sitzt auf Forderungen von über einer Billion Euro gegenüber dem Eurosystem – Forderungen, deren Einbringlichkeit mehr als fraglich ist.
Die Verleihung findet an Christi Himmelfahrt in Aachen statt, jenem Ort, an dem Karl der Große einst residierte. Der historische Kaiser, nach dem der Preis benannt ist, würde sich vermutlich im Grabe umdrehen, wüsste er, für welche Art von „Verdiensten" sein Name heute herhalten muss.
Gold und Silber als Schutz vor der Draghi-Erbschaft
Für den deutschen Sparer bleibt angesichts dieser Entwicklungen nur eine Erkenntnis: Das Vertrauen in die Stabilität des Euro und die Weisheit seiner Hüter ist erschüttert. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche Geldpolitik gerade en vogue ist. Während Papiergeld beliebig vermehrt werden kann, bleibt die Menge an Gold und Silber begrenzt. Eine Beimischung von Edelmetallen zum Anlageportfolio erscheint vor diesem Hintergrund als sinnvolle Maßnahme zur Vermögenssicherung.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
Silber-Explosion 2026:Das unterschätzte Edelmetall
Keine Kreditkarte erforderlich • Keine versteckten Kosten
Ihre Experten im Webinar:

Dominik Kettner
CEO Kettner Edelmetalle

Ernst Wolff
Der Systemkritiker

Jochen Staiger
Der Rohstoff-Realist
Top-Experten
Dominik Kettner & Star-Gäste
Live Q&A
Ihre Fragen
15.000€ Gold
zu gewinnen
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik














