
Klima-Rechnung explodiert: Jetzt kostet die Wende sechs Billionen!

Der Weg zur Klimaneutralität wird für Deutschland noch einmal deutlich teurer. Eine neue Studie der staatlichen Förderbank KfW beziffert den Investitionsbedarf bis 2045 auf rund sechs Billionen Euro. Vor fünf Jahren waren es noch fünf Billionen. Zahlen sollen vor allem Bürger und Betriebe.
Pro Jahr wären das etwa 290 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der gesamte Bundeshaushalt liegt bei knapp 500 Milliarden. Die Studie kam medienberichten zufolge vier Wochen vor dem Start der nächsten UN-Weltklimakonferenz heraus. Ein Zufall? Vielleicht.
Ein Plus von 20 Prozent – binnen fünf Jahren
Rechtlich festgeschrieben ist das Ziel in Paragraf 3 des Bundes-Klimaschutzgesetzes: Bis 2045 sollen die Treibhausgasemissionen auf netto null sinken. Ursprünglich galt dafür das Jahr 2050. Nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2021 zog die damalige Bundesregierung das Ziel um fünf Jahre vor. Das Parlament hatte es eilig, nach den Kosten fragte kaum jemand.
In einer Prognos-Studie für die KfW aus dieser Zeit war noch von fünf Billionen Euro die Rede. Jetzt kommen 20 Prozent obendrauf. Die Studie nennt zwei Gründe: die Teuerung der vergangenen Jahre und einen massiven Investitionsstau.
KfW-Chef räumt Versäumnisse ein
Ungewöhnlich deutlich äußert sich KfW-Chef Stefan Wintels:
„Der Investitionspfad war zu flach, notwendige Entscheidungen wurden verschoben, manche Projekte zu spät begonnen. Das Ergebnis ist ein Investitionsstau.“
Übersetzt heißt das: Es gab zu wenige neue Wärmepumpen, Elektroautos, Industrieanlagen und Stromnetze. Was bisher liegen blieb, soll jetzt in weniger Zeit nachgeholt werden. Der Pfad wird steiler und damit teurer. Betroffen sind laut Studie vor allem Mittelstand und Industrie, die Privathaushalte aber genauso.
Beobachter sehen darin eine bittere Ironie. Da gibt die Politik ein Ziel aus, das sie sich selbst gesetzt hat, und legt es dann den Bürgern und Unternehmen auf. Die müssen dafür zahlen, obwohl die Wirtschaft schwächelt und die Energiepreise ohnehin hoch sind.
Wer die Zeche zahlt
Brisant ist eine Zahl, die schnell untergeht: Nur rund zwölf Prozent der Investitionen trägt der Staat. Den Löwenanteil stemmen Unternehmen und private Haushalte. Und so verteilen sich die sechs Billionen Euro:
- Verkehr: rund 45 Prozent, vor allem für den Umstieg auf Elektroautos
- Energie: etwa 25 Prozent
- Gebäude: rund 22 Prozent, insbesondere Wärmepumpen statt Öl- und Gasheizungen
- Industrie: lediglich acht Prozent
Einen Teil davon müsste man sowieso ausgeben, denn auch ohne Klimapolitik braucht es irgendwann neue Autos und Heizungen. Zieht man das ab, bleiben laut Studie trotzdem rund 65 Milliarden Euro Mehrkosten pro Jahr gegenüber fossiler Technik. Bislang flossen im Schnitt etwa 110 Milliarden Euro jährlich in den Klimaschutz. Medienberichten zufolge fehlen damit rund 180 Milliarden Euro im Jahr.
Schulden heute, Steuern morgen
Die schwarz-rote Koalition unter Friedrich Merz hat die Klimaneutralität bis 2045 sogar ins Grundgesetz geschrieben, dazu kommt das 500-Milliarden-Sondervermögen. Kritiker sehen darin eine gewaltige Schuldenlast für kommende Generationen. Von dem Versprechen, keine neuen Schulden zu machen, ist nicht viel geblieben.
Fazit: Die Bürger tragen das Risiko
Die neue Studie zeigt vor allem eines. Politische Fehlplanung kostet Geld, und am Ende zahlt der Bürger. Er zahlt beim Autokauf, beim Heizungstausch und über die Stromrechnung. Wer sein Erspartes vor Inflation und steigenden Abgaben schützen will, kann über physisches Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen nachdenken. Edelmetalle gelten seit Jahrhunderten als Krisenschutz, unabhängig von politischen Fünfjahresplänen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.
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