
Kreml-KalkĂĽl: Bloomberg meldet neue Eskalationsstufe im Ukraine-Krieg

Moskau bereitet nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg härtere Angriffe auf die Ukraine vor. Der Kreml betrachte die Friedensbemühungen als gescheitert, berichtete die Agentur am Dienstag unter Berufung auf drei kremlnahe Quellen. Im Raum stehen verschärfte Raketenschläge auf Kiew – ausdrücklich auch auf das Stadtzentrum – sowie auf Infrastruktur weiterer ukrainischer Städte.
Sanktionen und Raffinerie-Angriffe bremsen Putin offenbar nicht
Präsident Wladimir Putin werde den Krieg weder wegen westlicher Wirtschaftssanktionen noch wegen ukrainischer Attacken auf russische Raffinerien beenden, zitierte Bloomberg die Quellen. Moskau deute die ukrainischen Schläge zunehmend als Angriffe von Nato-Staaten – Begründung: Kiew werde mit Waffen und Aufklärungsdaten versorgt.
Kremlsprecher Dmitri Peskow habe auf eine Anfrage zunächst nicht reagiert. Eine offizielle Bestätigung für die geschilderten Pläne gibt es also nicht. Der Bericht stützt sich ausschließlich auf anonyme Quellen – Vorsicht bleibt geboten.
Reden über Atomwaffen – aber keine Anzeichen für Vorbereitungen
Brisanter Nebensatz des Berichts: Eine wachsende Zahl russischer Amtsträger halte es für möglich, dass Putin am Ende zu taktischen Atomwaffen als letztem Mittel greife. Gleichzeitig betont Bloomberg, es gebe derzeit keinerlei Hinweise auf entsprechende Vorbereitungen. Putin habe nukleare Drohungen in der Vergangenheit wiederholt eingesetzt, um die westliche Unterstützung für Kiew zu untergraben.
Alexander Gabuev, Direktor des Berliner Carnegie-Zentrums für Russland und Eurasien, nannte das Risiko eines Nuklearwaffeneinsatzes gegenüber Bloomberg „extrem gering“. Solange konventionelle Eskalation möglich sei, fehle jeder Anreiz, die atomare Schwelle zu überschreiten.
Acht Stunden in Moskau: Was wollte der CIA-Chef?
Für zusätzliche Spekulationen sorgt der unangekündigte Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau am Dienstag. Nach Angaben der Washington Post hielt er sich rund acht Stunden in der russischen Hauptstadt auf. Peskow bestätigte laut Interfax Kontakte „über die Geheimdienste“ – ein Treffen mit Putin habe es nicht gegeben.
Das Wall Street Journal berichtete, Ratcliffe könne Putin vor US-Erkenntnissen über eine neue Mobilisierungswelle und eine mögliche Provokation gegen die Nato gewarnt haben. Die frühere US-Vizegeheimdienstkoordinatorin Beth Sanner beschrieb die mutmaßliche Botschaft dem Blatt so:
„Wir wissen, was ihr vorhabt, und ihr solltet es besser lassen“
Die historische Parallele ist unangenehm: Im November 2021 reiste der damalige CIA-Chef William Burns nach Moskau und warnte vergeblich vor dem Einmarsch in die Ukraine. Wenige Wochen später rollten die Panzer. Am Tag des Ratcliffe-Besuchs unterzeichnete Putin einem Bericht der Moscow Times zufolge mehrere Dekrete – der Inhalt von drei davon ist unbekannt. US-Präsident Donald Trump nannte die Reise am Mittwoch „weitgehend routinemäßig“.
Was das für Europa – und für Anleger – bedeutet
Der Krieg läuft unvermindert weiter: Beide Seiten haben ihre Luftangriffe ausgeweitet, Medienberichten zufolge erschütterten am Donnerstag erneut Explosionen Kiew. Eine politische Lösung ist nicht in Sicht. Für Deutschland heißt das: Die Rechnung – Energiepreise, Rüstungsausgaben, Milliardenhilfen – wird weiterlaufen, während Berlin und Brüssel auf Diplomatie hoffen, die längst festgefahren wirkt.
Aus Sicht unserer Redaktion zeigt sich hier, wie fragil die Grundlage unseres Wohlstands geworden ist. Wer Vermögen absichern will, sollte geopolitische Risiken nicht ausblenden – physisches Gold und Silber haben in Krisenzeiten historisch als Anker gedient und können eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sein.
Hinweis: Dieser Beitrag ist journalistische Information und keine Anlageberatung. Wir erteilen keine Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Jeder Leser muss eigene Recherchen anstellen und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.
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